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Inhouse Schulung: So geht Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch

Inhouse Schulung: So geht Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch

Inhouse Schulung | Team-Kurs ✆ 0341 – 337 43 569

Machtmissbrauch im Job zeigt sich selten als offener Skandal. Viel häufiger äußert er sich subtil: Entscheidungen, die niemand nachvollziehen kann, abweichende Meinungen, die stillschweigend sanktioniert werden, oder Rückmeldungen an die Führung, die formal möglich, aber faktisch folgenlos bleiben. Dieser Kurs vermittelt Geschäftsführung, Führungskräften und HR praxistaugliche Prinzipien, um eine Arbeitskultur zu gestalten, in der Macht verantwortungsvoll genutzt wird – nachvollziehbar, überprüfbar und ohne Angst vor Konsequenzen für Widerspruch.

Das Training vermittelt konkrete Prinzipien für transparente Entscheidungen, echte Rechenschaftspflicht, eine Kultur der Gegenrede und wirksamen Schutz für Hinweisgebende. Führungskräfte lernen, ihre eigene Machtposition reflektiert und vorbildhaft zu nutzen, statt sie unbewusst zu missbrauchen.

Die Bildungsakademie am Rosental mit Sitz in Leipzig entwickelt Inhouse-Schulungen für Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die eine Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch aktiv gestalten möchten – nicht erst, wenn ein konkreter Vorfall bekannt wird. Der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, online oder in den Räumen der Akademie in Leipzig durchgeführt werden.

 

Das Wichtigste in Kürze

Der Kurs „So geht Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch“ vermittelt praxisnahe Prinzipien für transparente Entscheidungen, Rechenschaftspflicht, eine Kultur der Gegenrede und wirksamen Schutz für Hinweisgebende. Er stärkt Geschäftsführung, Führung und HR darin, Macht verantwortungsvoll zu nutzen und eine gesunde, vertrauensvolle Arbeitskultur aktiv zu gestalten – entlang der hauseigenen BARO-Machtkultur-Prinzipien.

 


 

Ihr Kurs „So geht Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch“ – sprechen Sie uns an!

Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Unternehmen, b) einem Online-Workshop für mehrere Standorte oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig. Das Training kann mit Anti-Mobbing & respektvoller Zusammenarbeit, Konfliktmanagement für die Geschäftsführung, Schwierige Gespräche & Feedback oder einem Train-the-Trainer-Programm für internes Multiplizieren kombiniert werden.

Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung zu Format, Dauer, Gruppengröße und möglicher Umsetzung.

Probleme mit dem Formular? Schreiben Sie uns eine Mail kontakt@bildungsakademie-am-rosental.de

 

 

Worum es in diesem Kurs geht

Macht gehört zu jeder Organisation – Entscheidungen müssen getroffen, Verantwortung muss verteilt werden. Problematisch wird es, wenn Macht ohne Nachvollziehbarkeit, ohne Kontrolle und ohne Rechenschaft ausgeübt wird: wenn Widerspruch informell bestraft wird, wenn Entscheidungen im Alleingang fallen oder wenn Rückmeldungen an die Führung folgenlos verpuffen. Der Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen bietet dazu den fachlichen Gesamtrahmen.

Der Kurs setzt deshalb nicht erst beim Einzelfall an, sondern bei der Kultur dahinter: transparente Entscheidungsfindung etablieren, Rechenschaftspflicht von Führung stärken, eine Kultur der Gegenrede fördern, Schutz für Hinweisgebende sicherstellen, das Mehr-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen verankern und die Vorbildfunktion von Führung im verantwortungsvollen Umgang mit Macht sichtbar machen.

 

Die BARO-Machtkultur-Prinzipien

Anders als bei einem klassischen Gesprächsleitfaden geht es bei diesem Thema nicht um eine Abfolge von Schritten, sondern um eine gemeinsame Haltung. Die Bildungsakademie am Rosental arbeitet deshalb mit acht BARO-Machtkultur-Prinzipien, die eine Organisation gleichzeitig und dauerhaft leiten sollen – nicht nacheinander abgearbeitet, sondern kontinuierlich gelebt.

  1. Transparenz: Entscheidungen werden nachvollziehbar begründet, nicht allein durch Positionsmacht durchgesetzt.
  2. Rechenschaft: Führungsentscheidungen sind überprüfbar, Führungskräfte sind rechenschaftspflichtig.
  3. Gegenrede: Abweichende Meinungen sind ausdrücklich erwünscht und werden nicht sanktioniert.
  4. Verhältnismäßigkeit: Konsequenzen und Sanktionen stehen im angemessenen Verhältnis zum Anlass.
  5. Schutz: Wer Fehlverhalten meldet, wird geschützt statt benachteiligt.
  6. Mehr-Augen-Prinzip: Wichtige Entscheidungen werden nicht von Einzelnen im Alleingang getroffen.
  7. Feedback nach oben: Rückmeldung an die Führung ist real wirksam, nicht nur formal vorgesehen.
  8. Vorbildfunktion: Führung lebt die eigenen Regeln im Umgang mit Macht sichtbar selbst vor.

 

Ziele der Weiterbildung

  • Verstehen, was Machtmissbrauch im Job umfasst – von offenen bis zu subtilen Formen.
  • Transparente, nachvollziehbare Entscheidungsfindung im eigenen Verantwortungsbereich etablieren.
  • Rechenschaftspflicht von Führungsentscheidungen aktiv stärken.
  • Eine Kultur der Gegenrede fördern, in der abweichende Meinungen sanktionsfrei geäußert werden können.
  • Schutz für Personen sicherstellen, die Fehlverhalten melden.
  • Das Mehr-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen verankern.
  • Echtes, wirksames Feedback nach oben ermöglichen statt nur formal vorzusehen.
  • Die eigene Vorbildfunktion im verantwortungsvollen Umgang mit Macht reflektieren und sichtbar machen.

 

Seminarinhalte „So geht Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch“

 

Themenfeld Praxisbezug für Führung und Unternehmenskultur
Was Machtmissbrauch im Job bedeutet Von offenem Fehlverhalten bis zu subtilen Formen wie Mikromanagement oder Günstlingswirtschaft einordnen.
Transparente Entscheidungsfindung Entscheidungen nachvollziehbar begründen statt allein durch Positionsmacht durchsetzen (Transparenz).
Rechenschaftspflicht von Führung Führungsentscheidungen überprüfbar und ansprechbar machen (Rechenschaft).
Eine Kultur der Gegenrede Abweichende Meinungen ohne informelle Sanktion äußern können (Gegenrede).
Schutz für Hinweisgebende Fehlverhalten melden können, ohne benachteiligt zu werden (Schutz).
Mehr-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen Alleingänge bei folgenreichen Entscheidungen bewusst vermeiden (Mehr-Augen-Prinzip).
Echtes Feedback nach oben ermöglichen Rückmeldung an Führung real statt nur formal wirksam machen (Feedback nach oben).
Vorbildfunktion der Führung Eigene Regeln im Umgang mit Macht sichtbar selbst vorleben (Vorbildfunktion).

 

Nutzen für Unternehmen und Führung

Unternehmen gewinnen eine Arbeitskultur, in der Vertrauen in Entscheidungen wächst und Machtmissbrauch strukturell erschwert wird, statt erst nach einem Vorfall reagieren zu müssen. Gleichzeitig gewinnen Führungskräfte Klarheit darüber, wie sie ihre eigene Position reflektiert und glaubwürdig ausfüllen.

Der besondere Wert liegt in der präventiven Ausrichtung: Statt Machtmissbrauch erst zu bearbeiten, wenn er bereits eskaliert ist, setzt der Kurs bei den strukturellen Bedingungen an, unter denen Machtmissbrauch überhaupt erst entstehen kann. Die BAuA ordnet mangelnde Transparenz und fehlende Mitbestimmung als eigenständige Faktoren psychischer Belastung am Arbeitsplatz ein.

 

Praxisbelege und Case Studies zu durchgeführten Seminaren

Projektberichte zeigen, wie Kultur- und Konflikttrainings in Organisationen mit ausgeprägten Hierarchien und geringer Transparenz von Entscheidungen eingesetzt werden. Ein eigenständiger Case-Study-Beleg speziell zum Thema Machtmissbrauch ist auf der Website derzeit noch nicht veröffentlicht; die folgenden Case Studies Konfliktmanagement stammen daher aus thematisch angrenzenden Konflikt- und Kulturprojekten und werden ergänzt, sobald ein passender Projektbericht vorliegt.

Bis ein spezifischer Projektbericht vorliegt, lassen sich Erfahrungen aus Konfliktmanagement-, Führungs- und Kulturentwicklungstrainings fachlich gut übertragen: fehlende Transparenz, unklare Rechenschaftspflicht und der Aufbau wirksamer, geschützter Rückmeldewege.

 

Geeignete Formate und Gruppengrößen

Für Kurse zu Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch sind Gruppen von etwa 8 bis 14 Teilnehmenden besonders geeignet. In dieser Größe können sensible Themen offen besprochen und konkrete Prinzipien für den eigenen Verantwortungsbereich entwickelt werden.

  • Kompakter Workshop für die Führungsebene: für ein erstes gemeinsames Verständnis der BARO-Machtkultur-Prinzipien.
  • Ganztägiges Training: für Fallarbeit, Selbstreflexion und die Entwicklung konkreter Kulturmaßnahmen.
  • Mehrstufiges Programm zur Kulturentwicklung: für Geschäftsführung, Führungskräfte, HR und Personalrat gemeinsam.

Die konkrete Investition richtet sich nach Format, Gruppengröße, Standortzahl, Vorbereitungsaufwand und Reisetätigkeit. Nach einer kurzen Anfrage kann die Bildungsakademie am Rosental eine passende Orientierung zu Umfang, Ablauf und nächstem Schritt geben.

 

Methodik des Trainings

  1. Arbeit mit realistischen, anonymisierten Situationen aus dem eigenen Unternehmen.
  2. Kurze Fachimpulse zu Machtdynamiken, psychologischer Sicherheit und gesunder Führungskultur.
  3. Selbstreflexionsübungen zur eigenen Machtposition, entlang der BARO-Machtkultur-Prinzipien.
  4. Fallarbeit zu subtilen Formen von Machtmissbrauch wie Mikromanagement oder informeller Sanktionierung.
  5. Entwicklung konkreter Transparenz- und Rechenschaftsroutinen für den eigenen Bereich.
  6. Übungen zum Aufbau wirksamer, geschützter Rückmeldewege.
  7. Diskussion des Mehr-Augen-Prinzips bei typischen, folgenreichen Entscheidungen.
  8. Transfer in konkrete, sichtbare Verhaltensänderungen der eigenen Führungspraxis.

 

Für wen ist das Training geeignet?

Die Schulung richtet sich an Geschäftsführung, Führungskräfte auf allen Ebenen, HR und Personalentwicklung sowie Personalrats- und Betriebsratsmitglieder. Ergänzend eignet sich der Kurs Anti-Mobbing & respektvolle Zusammenarbeit für Teams, die zusätzlich den Umgang mit konkreten, bereits eingetretenen Fällen respektlosen Verhaltens vertiefen möchten.

Besonders geeignet ist der Kurs für Organisationen mit stark hierarchischen Strukturen, mit geringer wahrgenommener Transparenz von Entscheidungen oder mit dem Wunsch, Machtmissbrauch präventiv statt erst nach einem konkreten Vorfall zu adressieren. Auch die DGUV weist im Rahmen ihrer Präventionsarbeit darauf hin, dass eine gesunde Führungskultur ein zentraler Baustein wirksamer Prävention psychischer Belastung ist.

 

Lerninhalte und praktische Bewertung

 

Lerninhalt Bewertung für eine gesunde Arbeitskultur
Machtmissbrauch einordnen können Sehr relevant, weil subtile Formen oft unbemerkt bleiben, bis Vertrauen bereits beschädigt ist.
Transparente Entscheidungen treffen Zentral, um Nachvollziehbarkeit statt bloßer Positionsmacht zu etablieren.
Rechenschaft ablegen Wichtig, damit Führungsentscheidungen überprüfbar und ansprechbar bleiben.
Gegenrede zulassen Unverzichtbar, damit abweichende Meinungen offen geäußert werden können.
Hinweisgebende schützen Besonders bedeutsam, damit Fehlverhalten überhaupt gemeldet wird.
Mehr-Augen-Prinzip nutzen Hilft, folgenreiche Entscheidungen nicht von Einzelnen allein treffen zu lassen.
Vorbild sein Stärkt langfristig die Glaubwürdigkeit von Führung im Umgang mit Macht.

 

Erfolgsmessung und Bewertung des Trainings

Der Erfolg zeigt sich in häufiger genutzten Feedbackkanälen nach oben, weniger eskalierten Beschwerden über Machtmissbrauch und einer höher wahrgenommenen psychologischen Sicherheit im Team. Unternehmen können Mitarbeiterbefragungen, die Nutzung von Meldewegen, Rückmeldungen aus Führungskräftefeedback sowie die Entwicklung von Beschwerdezahlen auswerten.

Zusätzlich lässt sich prüfen, ob Führungsentscheidungen entlang der BARO-Machtkultur-Prinzipien nachvollziehbarer begründet werden, ob Mitarbeitende sich trauen, abweichende Meinungen zu äußern, und ob Hinweisgebende tatsächlich geschützt statt benachteiligt werden. Dadurch wird eine Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch nicht als Lippenbekenntnis verstanden, sondern als aktiv gestaltete, überprüfbare Praxis.

 

Aktuelle Teilnehmer-Stimmen

„Mir ist erst im Training bewusst geworden, wie viele meiner Entscheidungen ich nie wirklich erklärt habe.“ Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens

„Die Übung zum Mehr-Augen-Prinzip hat mich dazu gebracht, wichtige Entscheidungen künftig anders vorzubereiten.“ Führungskraft eines Industrieunternehmens

„Wir haben jetzt einen echten, geschützten Weg, Fehlverhalten zu melden, statt nur eine formale Klausel.“ HR-Verantwortliche eines Dienstleistungsunternehmens

„Als Betriebsratsmitglied schätze ich, dass der Kurs nicht nur Einzelfälle, sondern die Struktur dahinter behandelt.“ Betriebsratsmitglied eines Handelsunternehmens

„Ich traue mich jetzt eher, abweichende Meinungen offen zu äußern, ohne Nachteile zu befürchten.“ Mitarbeiterin im Projektmanagement

 

Pro & Contra zum Thema

 

Pro

  • Hoher Praxisbezug für Geschäftsführung, Führung, HR und Personalrat.
  • Setzt präventiv bei der Unternehmenskultur an, nicht erst beim Einzelfall.
  • Stärkt Transparenz, Rechenschaftspflicht und eine Kultur der Gegenrede.
  • Verbessert Schutz und Wirksamkeit von Meldewegen für Fehlverhalten.
  • Erhöht langfristig Vertrauen und psychologische Sicherheit im Unternehmen.

 

Contra

  • Erfordert echte Selbstreflexionsbereitschaft der Führungsebene.
  • Ersetzt kein förmliches Compliance-System und keine gesetzlichen Hinweisgeberschutzstrukturen.
  • Wirkt nachhaltiger, wenn Geschäftsführung, Führung und HR gemeinsam und sichtbar hinter den Prinzipien stehen.

 

15 Tipps für eine Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch

  1. Begründen Sie wichtige Entscheidungen aktiv, statt sie nur mitzuteilen.
  2. Laden Sie explizit zu Gegenrede ein, statt Schweigen als Zustimmung zu werten.
  3. Reagieren Sie nicht mit informellen Nachteilen auf abweichende Meinungen.
  4. Holen Sie bei folgenreichen Entscheidungen bewusst eine zweite Perspektive ein.
  5. Schaffen Sie echte, vertrauliche Wege, um Fehlverhalten zu melden.
  6. Reagieren Sie sichtbar und konsequent, wenn Hinweise gemeldet werden.
  7. Vermeiden Sie es, Sanktionen unverhältnismäßig zum eigentlichen Anlass einzusetzen.
  8. Fragen Sie aktiv nach Feedback zu Ihrer eigenen Führung, nicht nur zu Ergebnissen.
  9. Reflektieren Sie regelmäßig, wo Sie selbst von Positionsmacht statt Überzeugungskraft profitieren.
  10. Vermeiden Sie Günstlingswirtschaft bei Aufgaben, Beförderungen und Sichtbarkeit.
  11. Dokumentieren Sie wichtige Entscheidungsgrundlagen nachvollziehbar.
  12. Sprechen Sie offen über eigene Fehler, statt sie zu vertuschen.
  13. Schützen Sie Personen aktiv, die auf Missstände hinweisen.
  14. Besprechen Sie Führungskultur regelmäßig im Führungskreis, nicht nur bei Vorfällen.
  15. Verstehen Sie verantwortungsvollen Umgang mit Macht als tägliche Praxis, nicht als einmaliges Bekenntnis.

 

Weiterführende Informationen und Praxiswissen zum Thema Konfliktkompetenz

Der Kurs „So geht Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch“ ist Teil eines umfassenden Themenbereichs der Bildungsakademie am Rosental. Neben konkreten Kursangeboten stehen Geschäftsführung, Führung und HR zusätzliche Fachinformationen, Antworten auf häufige Fragen und praxisorientierte Beiträge zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Ablauf, Zielgruppen, Dauer, Gruppengröße und organisatorischen Rahmenbedingungen beantwortet der FAQ-Bereich Konflikte. Im Magazin „Praxiswissen Konflikte“ veröffentlicht die Bildungsakademie am Rosental ergänzende Fachbeiträge, Formulierungshilfen und Praxistipps für schwierige Gespräche im Berufsalltag, unter anderem zum Konfliktmanagement-Kursangebot der Akademie.

 

Fachliche Quellen und Orientierung

 

Fachliche Verantwortung

Konzipiert und fachlich verantwortet von Kay Schönewerk, Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Konfliktmanagement, Kommunikation, Deeskalation und professioneller Gesprächsführung im Berufsalltag.

Die Bildungsakademie am Rosental entwickelt praxisnahe Weiterbildungsformate für Unternehmen, Organisationen, öffentliche Einrichtungen und Dienstleister im gesamten DACH-Raum. Der Standort Leipzig bildet dabei den organisatorischen Ausgangspunkt für Inhouse-Schulungen vor Ort, Online-Workshops und Trainings direkt an der Akademie.

 

FAQ

Was zählt eigentlich als Machtmissbrauch im Job?

Machtmissbrauch im Job umfasst nicht nur offenes Fehlverhalten, sondern auch subtile Formen wie Mikromanagement, Günstlingswirtschaft, unbegründete Entscheidungen oder das informelle Sanktionieren abweichender Meinungen.

Ein professioneller Kurs hilft Führungskräften und Organisationen, auch die weniger offensichtlichen Formen von Machtmissbrauch zu erkennen und ihnen strukturell vorzubeugen. Besonders schleichende Muster wie mangelnde Transparenz oder fehlende Rechenschaft bleiben sonst lange unbemerkt.

 

Wie lange dauert ein Kurs zu Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch?

Der Kurs kann als kompakter Workshop für die Führungsebene, ganztägiges Training oder mehrstufiges Programm zur Kulturentwicklung durchgeführt werden.

Die passende Dauer hängt von der Unternehmensgröße, der bestehenden Führungskultur und der gewünschten Praxistiefe ab. Für ein erstes gemeinsames Verständnis kann ein kompaktes Format sinnvoll sein. Für eine nachhaltige Kulturveränderung empfiehlt sich ein mehrstufiges Programm mit Geschäftsführung, Führung und HR gemeinsam.

 

Für welche Rollen ist das Seminar geeignet?

Das Seminar eignet sich für Geschäftsführung, Führungskräfte auf allen Ebenen, HR und Personalentwicklung sowie Personalrats- und Betriebsratsmitglieder.

Besonders hilfreich ist es für Führungskräfte, die ihre eigene Machtposition reflektieren möchten, sowie für HR und Personalrat, die Strukturen für Transparenz und Hinweisgeberschutz mitgestalten. Auch die Geschäftsführung profitiert, weil eine glaubwürdige Kultur an der Spitze beginnt.

 

Kann das Training direkt im Unternehmen stattfinden?

Ja, der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, online oder an einem zentralen Schulungsort durchgeführt werden.

Eine Durchführung vor Ort ist besonders praxisnah, weil reale, anonymisierte Entscheidungssituationen und bestehende Strukturen direkt in die Fallarbeit einbezogen werden können. So entstehen Prinzipien und Maßnahmen, die zur realen Organisation passen.

 

Welche Situationen werden im Kurs geübt?

Geübt werden typische Situationen wie unbegründete Entscheidungen, informelle Sanktionierung abweichender Meinungen, fehlende Rückmeldewege sowie der Umgang mit gemeldetem Fehlverhalten.

Die Szenarien werden an das jeweilige Unternehmen angepasst. Häufig geht es um Entscheidungen, die im Nachhinein nicht nachvollziehbar erklärt werden, Mitarbeitende, die sich nicht trauen, Kritik zu äußern, sowie Situationen, in denen Hinweise auf Fehlverhalten unzureichend behandelt wurden.

 

Ersetzt der Kurs ein Compliance-System oder den gesetzlichen Hinweisgeberschutz?

Nein, der Kurs ersetzt kein förmliches Compliance-System und keine gesetzlichen Strukturen nach dem Hinweisgeberschutzgesetz, sondern ergänzt diese um eine gelebte, verantwortungsvolle Führungskultur.

Ein Training kann Bewusstsein, Reflexion und konkretes Führungsverhalten stärken. Formale Meldekanäle, rechtliche Fristen und Schutzmechanismen für Hinweisgebende müssen jedoch weiterhin über die entsprechenden gesetzlichen und organisatorischen Strukturen sichergestellt werden. Deshalb wirkt der Kurs besonders nachhaltig als kulturelle Ergänzung zu bestehenden Compliance-Strukturen, nicht als deren Ersatz.

 

Terminologie-Übersicht

Machtmissbrauch: Ausübung von Positionsmacht ohne Nachvollziehbarkeit, Kontrolle oder Rechenschaft, offen oder subtil.
BARO-Machtkultur-Prinzipien: Acht gleichrangige Prinzipien der Bildungsakademie am Rosental (Transparenz, Rechenschaft, Gegenrede, Verhältnismäßigkeit, Schutz, Mehr-Augen-Prinzip, Feedback nach oben, Vorbildfunktion) für eine Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch.
Rechenschaftspflicht: Verpflichtung von Führung, Entscheidungen zu begründen und sich dafür ansprechbar zu zeigen.
Kultur der Gegenrede: Arbeitsklima, in dem abweichende Meinungen ohne Sanktion geäußert werden können.
Mehr-Augen-Prinzip: Grundsatz, wichtige Entscheidungen nicht allein, sondern mit weiterer Einbindung zu treffen.
Hinweisgeberschutz: Schutz von Personen, die Fehlverhalten oder Missstände intern oder extern melden.
Psychologische Sicherheit: Gefühl, im Team offen Meinungen, Fehler und Bedenken äußern zu können, ohne Nachteile befürchten zu müssen.

 

English Summary

This course by Bildungsakademie am Rosental (Leipzig) helps executives, managers, HR, and works councils build a workplace culture that prevents the abuse of power rather than reacting to it after the fact. Participants explore what power abuse actually looks like — from open misconduct to subtler patterns such as micromanagement or favouritism — and work with eight guiding principles: transparency, accountability, room for dissent, proportionality, protection for whistleblowers, the four-eyes principle for major decisions, genuinely effective upward feedback, and leading by example. The programme is built on these proprietary BARO-Machtkultur-Prinzipien and can be delivered on-site, online, or at the academy’s Leipzig location, across Germany, Austria, and Switzerland.

 

Ihr Kurs „So geht Arbeitskultur ohne Machtmissbrauch“ – jetzt anfragen

Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Unternehmen, b) einem Online-Workshop mit Ihrem Team oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig.

Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung mit einer passenden Einschätzung zu Format, Umfang und nächstem Schritt.

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