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FAQ: Was sind im Konfliktgespräch wirksame Ich-Botschaften

FAQ: Was sind Ich-Botschaften – und warum sind sie im Konfliktgespräch wirksamer als Vorwürfe?

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Ich-Botschaften beschreiben eigene Wahrnehmung, Wirkung und Bedarf; deshalb wirken sie im Konfliktgespräch weniger angreifend als Vorwürfe.

Ich-Botschaften gehören zu den wirksamsten Werkzeugen, wenn schwierige Themen im Arbeitsalltag angesprochen werden müssen. Sie helfen, Kritik klar zu formulieren, ohne die andere Person pauschal zu beschuldigen. Statt „Du bist unzuverlässig“ lautet eine bessere Formulierung: „Ich brauche die Rückmeldung bis Mittwoch, damit ich den Projektstand rechtzeitig weitergeben kann.“

Im Konfliktgespräch geht es dabei nicht um weiche Sprache oder Harmonie um jeden Preis. Eine gute Ich-Botschaft kann sehr deutlich sein. Sie verzichtet aber auf Unterstellungen, Charakterurteile und „immer/nie“-Vorwürfe. Dadurch bleibt die Chance größer, dass die andere Seite zuhört, statt sofort in Verteidigung oder Gegenangriff zu gehen. Der Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen bündelt dazu passende Inhouse-Schulungen zu Konfliktmanagement, Führung, Feedbackkultur, Anti-Mobbing, Grenzen setzen und Deeskalation.

 


 

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Die kurze Antwort: Ich-Botschaften machen Kritik anschlussfähiger

Ich-Botschaften sind Aussagen, in denen eine Person aus der eigenen Perspektive spricht: Was habe ich beobachtet? Welche Wirkung hat das auf mich oder die Arbeit? Was brauche ich? Was wünsche oder erwarte ich konkret? Dadurch wird ein Konflikt weniger als Angriff formuliert und stärker als Klärungsanliegen.

Vorwürfe lösen häufig Verteidigung aus, weil sie die andere Person bewerten: „Du machst nie…“, „Du bist immer…“, „Du interessierst dich nicht…“. Ich-Botschaften bleiben näher an der eigenen Wahrnehmung und am Arbeitsbezug. Sie erhöhen deshalb die Chance, dass die andere Seite zuhört und antwortet, statt sich sofort zu rechtfertigen.

 

Vorwurf Ich-Botschaft Wirkung im Gespräch
„Du bist immer unzuverlässig.“ „Ich brauche die Rückmeldung bis Mittwoch, damit ich den Projektstand weitergeben kann.“ konkret statt pauschal
„Du hörst nie zu.“ „Ich möchte meinen Punkt kurz zu Ende erklären, bevor wir bewerten.“ Gesprächsregel statt Abwertung
„Du blockierst das Projekt.“ „Ich komme im Projekt nicht weiter, solange die Freigabe offen ist.“ Arbeitswirkung statt Schuldetikett
„Du bist respektlos.“ „Ich habe die Bemerkung im Meeting als verletzend erlebt und möchte klären, wie wir Kritik künftig ansprechen.“ Wirkung und Klärungswunsch

Wer klärende Gespräche insgesamt strukturieren möchte, findet im Artikel FAQ: Wie führe ich ein klärendes Gespräch, ohne die Fronten weiter zu verhärten? eine passende Vertiefung.

 

Was sind Ich-Botschaften genau?

Eine Ich-Botschaft ist eine persönliche, verantwortete Aussage aus der eigenen Perspektive. Sie beschreibt nicht, wie die andere Person „ist“, sondern was bei mir ankommt, welche Wirkung ich erlebe und was ich für die weitere Zusammenarbeit brauche. Der Begriff wird besonders mit dem Kommunikationspsychologen Thomas Gordon verbunden. Gordon Training International beschreibt I-Messages als Bestandteil des Gordon-Modells und ordnet sie als nicht-beschuldigende Selbstoffenbarung ein, mit der eine Person ausdrückt, wie ein Verhalten sie betrifft.

In der Praxis bestehen gute Ich-Botschaften meist aus vier Elementen: Beobachtung, Wirkung, Bedarf und Bitte. Diese Struktur ist auch mit dem Grundgedanken der Gewaltfreien Kommunikation anschlussfähig, die Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte voneinander trennt. Für den Arbeitskontext ist wichtig: Eine Ich-Botschaft muss nicht therapeutisch klingen. Sie soll klar, konkret und bearbeitbar sein.

 

Die vier Bausteine einer guten Ich-Botschaft

Eine gute Ich-Botschaft ist konkret, knapp und auf Klärung ausgerichtet.

Sie sagt nicht: „Du bist das Problem“, sondern: „So wirkt die Situation auf mich, und das brauche ich für die Zusammenarbeit.“

  • Beobachtung: Was ist konkret passiert?
  • Wirkung: Welche Auswirkung hat das auf Arbeit, Zusammenarbeit oder mich?
  • Bedarf: Was brauche ich, damit es funktioniert?
  • Bitte: Was soll künftig konkret anders laufen?

 

Warum Vorwürfe Konflikte oft verschärfen

Vorwürfe wirken selten nur sachlich. Sie enthalten meist eine Bewertung der anderen Person: unzuverlässig, respektlos, egoistisch, unfähig, stur oder unfair. Dadurch fühlt sich die andere Seite schnell angegriffen und beginnt, sich zu verteidigen. Dann wird nicht mehr über die Sache gesprochen, sondern über Schuld, Absicht und Charakter.

Die BAuA ordnet soziale Beziehungen am Arbeitsplatz als wichtigen psychischen Faktor ein. Häufige oder schwere Konflikte, verbale Aggressionen und destruktives Verhalten können soziale Beziehungen belasten. Sprache ist deshalb nicht nebensächlich. Sie kann Konflikte entschärfen oder weiter erhitzen.

 

Typischer Vorwurf Was er auslöst Bessere Richtung
„Du hast mich absichtlich übergangen.“ Verteidigung gegen Unterstellung konkrete Situation und Wirkung beschreiben
„Du bist nie vorbereitet.“ Gegenbeispiele und Rechtfertigung nächsten konkreten Vorbereitungspunkt benennen
„Du interessierst dich nicht fürs Team.“ Beziehungsangriff benennen, welche Rückmeldung oder Beteiligung fehlt
„Mit dir kann man nicht arbeiten.“ Abwertung der Person klären, welche Zusammenarbeit nicht funktioniert

Wenn Konflikte bereits wiederholt eskalieren, hilft zusätzlich der Artikel FAQ: Dauerkonflikt zwischen zwei Mitarbeitenden: Welche Handlungsoptionen hat die Führungskraft?.

 

Warum Ich-Botschaften im Konfliktgespräch wirksamer sind

Ich-Botschaften sind wirksamer, weil sie Verantwortung für die eigene Aussage übernehmen. Wer sagt „Ich habe den Eindruck…“, „Ich brauche…“, „Für meine Arbeit ist wichtig…“, macht den eigenen Standpunkt sichtbar, ohne die andere Person sofort festzulegen. Dadurch bleibt mehr Raum für Klärung.

Außerdem zwingen Ich-Botschaften zur Präzision. Wer einen Vorwurf formuliert, kann schnell pauschal werden. Wer eine gute Ich-Botschaft formuliert, muss konkret werden: Was genau war der Anlass? Welche Wirkung hatte er? Was brauche ich stattdessen? Diese Konkretisierung ist im Konfliktgespräch oft entscheidender als der Ton allein.

 

Fünf Wirkungen guter Ich-Botschaften

Ich-Botschaften sind kein Garant für Einigung, aber sie erhöhen die Chance auf Gesprächsfähigkeit.

Sie senken den Angriffscharakter, ohne das Anliegen zu verharmlosen.

  • Sie vermeiden pauschale Schuldzuweisungen.
  • Sie machen den eigenen Bedarf nachvollziehbar.
  • Sie trennen Beobachtung und Bewertung.
  • Sie öffnen eher eine Antwort als einen Gegenangriff.
  • Sie führen schneller zu konkreten Vereinbarungen.

 

Wie eine Ich-Botschaft im Arbeitskontext aufgebaut ist

Im Arbeitskontext sollte eine Ich-Botschaft klar, professionell und arbeitsbezogen bleiben. Besonders gut funktioniert eine einfache Formel: „Wenn X passiert, hat das Y-Wirkung. Ich brauche Z. Können wir A vereinbaren?“

 

Baustein Leitfrage Beispiel
Beobachtung Was ist konkret passiert? „Wenn die Rückmeldung erst nach dem Jour fixe kommt…“
Wirkung Was bewirkt das arbeitsbezogen? „…kann ich den Projektstand nicht vollständig berichten.“
Bedarf Was brauche ich? „Ich brauche die Information vorher.“
Bitte Was soll konkret anders laufen? „Können wir vereinbaren, dass ich sie dienstags bis 16 Uhr bekomme?“

Für Führungskräfte ist diese Struktur besonders hilfreich, weil sie Kritik nicht weichzeichnet, sondern führbar macht. Statt Persönlichkeitsdebatten entstehen konkrete Arbeitsvereinbarungen.

 

Beispiele: Vorwurf in Ich-Botschaft umformulieren

Viele Menschen verstehen Ich-Botschaften erst richtig, wenn sie konkrete Umformulierungen sehen. Entscheidend ist: Die Ich-Botschaft darf nicht nur grammatisch mit „ich“ beginnen, sondern muss tatsächlich Verantwortung für die eigene Wahrnehmung übernehmen.

 

Vorwurf Bessere Ich-Botschaft
„Du gibst mir nie Bescheid.“ „Ich brauche eine kurze Rückmeldung, wenn sich der Termin verschiebt, damit ich meine Planung anpassen kann.“
„Du redest immer dazwischen.“ „Ich verliere meinen Gedanken, wenn ich unterbrochen werde. Bitte lass mich den Punkt kurz zu Ende führen.“
„Du lässt mich mit dem Problem allein.“ „Ich brauche bei diesem Vorgang Unterstützung, weil ich die Entscheidung nicht allein treffen kann.“
„Du bist viel zu ungenau.“ „Ich kann mit der aktuellen Angabe noch nicht weiterarbeiten. Ich brauche die Zahlen bitte nach Kostenstelle aufgeschlüsselt.“
„Du machst vor Kunden alles kompliziert.“ „Ich merke, dass Kundentermine länger werden, wenn wir interne Details erklären. Ich wünsche mir, dass wir vorher eine gemeinsame Kernaussage abstimmen.“
„Du stellst mich vor dem Team bloß.“ „Ich habe die Bemerkung im Teammeeting als bloßstellend erlebt. Ich möchte Kritik künftig im Einzelgespräch klären.“

Weitere deeskalierende Formulierungen finden sich im Magazinartikel Deeskalierende Sprache: 50 Formulierungen für schwierige Gespräche.

 

Der häufigste Fehler: Versteckte Du-Botschaften im Ich-Gewand

Nicht jeder Satz, der mit „ich“ beginnt, ist eine Ich-Botschaft. Viele angebliche Ich-Botschaften sind verkleidete Vorwürfe. „Ich finde, du bist egoistisch“ ist keine Ich-Botschaft, sondern ein Urteil mit Ich-Anfang. Auch „Ich fühle, dass du mich nicht respektierst“ ist problematisch, weil es eine Unterstellung über die andere Person enthält.

 

Woran man falsche Ich-Botschaften erkennt

Eine falsche Ich-Botschaft beschreibt nicht die eigene Wirkung, sondern bewertet die andere Person.

Der Test lautet: Würde die andere Person sich dadurch besser verstehen können – oder sich nur verteidigen müssen?

  • „Ich finde, du bist unfair.“
  • „Ich fühle, dass du mich absichtlich ignorierst.“
  • „Ich habe den Eindruck, du willst das Projekt sabotieren.“
  • „Ich glaube, du bist einfach nicht teamfähig.“
  • „Ich merke, dass du immer nur an dich denkst.“

Besser ist: konkrete Situation, eigene Wirkung, Bedarf und Bitte. Also nicht „Ich finde, du bist unfair“, sondern: „Ich habe die Aufgabenverteilung im letzten Meeting als unausgewogen erlebt. Ich möchte klären, wie wir die nächsten Schritte nachvollziehbar verteilen.“

 

Ich-Botschaften für Führungskräfte

Führungskräfte sollten Ich-Botschaften nicht nur nutzen, um persönliche Wirkung zu beschreiben. Sie können damit auch Führungsanforderungen klarer formulieren. Wichtig ist, dass die Führungsrolle sichtbar bleibt. Eine Führungskraft sagt nicht nur, was sie fühlt, sondern auch, was der Arbeitsrahmen braucht.

 

Führungssituation Ich-Botschaft
fehlende Rückmeldung „Ich brauche die Rückmeldung bis Mittwoch, damit ich die Entscheidung vor dem Kundentermin treffen kann.“
schärferer Ton im Meeting „Ich möchte, dass wir Kritik konkret und ohne persönliche Bewertung formulieren.“
wiederholte Unterbrechung „Ich unterbreche kurz: Ich möchte, dass beide Seiten ausreden können.“
unklare Zuständigkeit „Ich brauche eine klare Rollenverteilung, damit die Übergabe nicht wieder hängen bleibt.“
eskalierender Konflikt „Ich sehe, dass das Gespräch gerade kippt. Ich schlage eine Pause vor und kläre danach den nächsten Schritt.“

Für diese Führungsrolle passt die Inhouse Schulung Konfliktmanagement in der Teamführung.

 

Ich-Botschaften sind nicht immer genug

Ich-Botschaften sind hilfreich, aber sie ersetzen keine Führungsentscheidung, keine Schutzmaßnahme und kein formales Verfahren. Wenn Drohungen, Belästigung, Diskriminierung, Mobbinghinweise, Angst oder wiederholte Bloßstellung im Raum stehen, reicht eine freundlichere Formulierung nicht aus. Dann braucht es Grenzen, Zuständigkeiten und Schutz.

Die DGUV beschreibt Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt als Präventionsthema. In solchen Lagen darf Kommunikationstechnik nicht dazu führen, Schutzbedarf zu verharmlosen.

 

Wann eine Ich-Botschaft nicht das richtige Hauptinstrument ist

Bei Schutzsignalen geht es nicht zuerst um bessere Formulierung, sondern um Grenze und Zuständigkeit.

Deeskalierende Sprache ist wichtig, aber sie ersetzt keine Schutzverantwortung.

  • bei Drohungen oder Einschüchterung
  • bei wiederholter Bloßstellung
  • bei Diskriminierungs- oder Belästigungshinweisen
  • bei Mobbingverdacht
  • bei Angst vor gemeinsamer Aussprache
  • bei akuter verbaler Aggression

Bei solchen Lagen sind die Rubrik Anti-Mobbing, die Inhouse Schulung Mobbing am Arbeitsplatz oder die Inhouse Schulung Deeskalation passender.

 

BARO-ICH-BOTSCHAFTEN-CHECK: Zehn Fragen vor dem Gespräch

Der BARO-ICH-BOTSCHAFTEN-CHECK hilft, schwierige Aussagen so vorzubereiten, dass sie klar bleiben, aber weniger verhärten. Er eignet sich für Führungskräfte, HR, Projektleitungen, Teamleitungen und Mitarbeitende, die Konflikte konstruktiver ansprechen möchten.

 

Zehn Prüffragen für wirksame Ich-Botschaften

Je mehr Fragen klar beantwortet sind, desto wahrscheinlicher wird aus Kritik ein klärbarer Gesprächsimpuls.

Der Check verhindert, dass ein Vorwurf nur grammatisch in eine Ich-Form gebracht wird.

  • Beobachtung: Welche konkrete Situation meine ich?
  • Bewertung: Habe ich Charakterurteile entfernt?
  • Wirkung: Welche Auswirkung hat das auf Arbeit, Zusammenarbeit oder mich?
  • Bedarf: Was brauche ich konkret?
  • Bitte: Was soll künftig anders laufen?
  • Sprache: Habe ich „immer“, „nie“, „typisch“ und Unterstellungen vermieden?
  • Arbeitsbezug: Ist klar, warum das Thema für die Zusammenarbeit wichtig ist?
  • Antwortfähigkeit: Kann die andere Person sinnvoll reagieren?
  • Grenze: Muss ich zusätzlich eine klare Verhaltensgrenze setzen?
  • Schutz: Gibt es Hinweise, dass ein normales Gespräch nicht ausreicht?

 

Welche Inhouse-Schulung hilft bei Ich-Botschaften im Konfliktgespräch?

Die passende Weiterbildung hängt davon ab, ob Ich-Botschaften vor allem in Feedbackgesprächen, Führungskonflikten, Teamkonflikten, Kundeneskalationen oder Deeskalationssituationen gebraucht werden.

 

Bedarf Passendes Format Interner Link
Führungskräfte sollen Konflikte klar und deeskalierend ansprechen. Konfliktmanagement in der Teamführung Konfliktmanagement in der Teamführung
Teams brauchen Grundlagen zur Konfliktklärung. Konfliktmanagement Inhouse Schulung Konfliktmanagement
Kritik und Rückmeldung sollen weniger verletzend werden. Feedback-Kultur Inhouse Schulung Feedback-Kultur
Grenzen und Überlastung sollen klarer ausgesprochen werden. Nein sagen und Grenzen setzen Inhouse Schulung „Nein sagen“
Gespräche kippen schnell in Aggression. Deeskalation Inhouse Schulung Deeskalation
Abwertung, Ausgrenzung oder Mobbinghinweise bestehen. Anti-Mobbing Inhouse Schulung Mobbing am Arbeitsplatz

 

Fachquellen und weiterführende Orientierung

Die fachliche Einordnung dieses Artikels stützt sich auf Quellen zu Ich-Botschaften, Gordon-Modell, Gewaltfreier Kommunikation, sozialen Beziehungen im Arbeitskontext und Gewalt-/Mobbingprävention.

 

Zusammenfassung: Ich-Botschaften machen Konfliktgespräche konkreter und weniger angreifend

Ich-Botschaften sind im Konfliktgespräch wirksam, weil sie die eigene Wahrnehmung, Wirkung und Bitte ausdrücken, ohne die andere Person pauschal zu beschuldigen. Statt „Du bist unzuverlässig“ wird konkret benannt, welche Rückmeldung fehlt, welche Arbeitswirkung entsteht und was künftig gebraucht wird.

Gute Ich-Botschaften bestehen aus Beobachtung, Wirkung, Bedarf und Bitte. Sie sind besonders hilfreich bei Feedback, Kritik, Rollenklärung, Übergaben und schwierigen Gesprächen. Sie ersetzen jedoch keine Führungsentscheidung oder Schutzmaßnahme, wenn Drohungen, Mobbinghinweise, Belästigung, Diskriminierung oder akute Eskalation im Raum stehen.

 

English Summary

I-statements help people address conflict without immediately blaming or attacking the other person. Instead of judging the other person’s character, they describe a concrete observation, the impact on work or cooperation, the speaker’s need and a clear request. This makes the conversation more specific and less defensive.

In workplace conflict conversations, I-statements are useful for feedback, role clarification, handovers, missed deadlines and communication problems. However, they do not replace leadership decisions or protection measures when threats, bullying, harassment, discrimination or acute escalation are involved.

 

Warum dieser FAQ-Artikel zum Konflikt-Cluster der Bildungsakademie passt

Dieser FAQ-Artikel stärkt das Cluster „Konflikte im Job lösen“, weil er eine konkrete Gesprächstechnik erklärt, die in nahezu allen Konfliktformaten relevant ist: Feedbackgespräch, Klärungsgespräch, Führungsdialog, Teamkonflikt, Deeskalation und Mediationseinordnung. Ich-Botschaften verbinden Sprache, Haltung, Arbeitsbezug und Vereinbarungskompetenz. Die Bildungsakademie am Rosental ist besonders passend, wenn Teams und Führungskräfte schwierige Themen klarer, ruhiger und wirksamer ansprechen möchten. Im Training können konkrete Ergebnisse entstehen: Formulierungslisten, Ich-Botschaften-Check, Vorwurf-zu-Bitte-Übungen, Gesprächsleitfäden, Deeskalationssätze und Transferaufgaben für den Führungsalltag.

 

FAQ: Was sind Ich-Botschaften – und warum sind sie im Konfliktgespräch wirksamer als Vorwürfe?

 

Was sind Ich-Botschaften?

Ich-Botschaften sind Aussagen aus der eigenen Perspektive, die Beobachtung, Wirkung, Bedarf und Bitte ausdrücken.

Sie bewerten nicht die andere Person, sondern machen das eigene Anliegen konkret und bearbeitbar.

 

Warum sind Ich-Botschaften wirksamer als Vorwürfe?

Ich-Botschaften wirken weniger angreifend, weil sie Verantwortung für die eigene Wahrnehmung übernehmen und keine pauschale Schuld zuweisen.

Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die andere Seite sofort in Verteidigung oder Gegenangriff geht.

 

Wie ist eine gute Ich-Botschaft aufgebaut?

Eine gute Ich-Botschaft besteht aus konkreter Beobachtung, Wirkung, Bedarf und Bitte.

Beispiel: „Wenn die Rückmeldung erst nach dem Jour fixe kommt, kann ich den Projektstand nicht berichten. Ich brauche sie bitte dienstags bis 16 Uhr.“

 

Was ist der Unterschied zwischen Ich-Botschaft und Du-Botschaft?

Eine Du-Botschaft bewertet häufig die andere Person; eine Ich-Botschaft beschreibt die eigene Wahrnehmung und den eigenen Bedarf.

„Du bist unzuverlässig“ ist eine Du-Botschaft; „Ich brauche die Rückmeldung bis Mittwoch“ ist eine Ich-Botschaft.

 

Kann eine Ich-Botschaft trotzdem ein Vorwurf sein?

Ja, wenn sie nur mit „ich“ beginnt, aber weiterhin die andere Person bewertet oder eine Absicht unterstellt.

„Ich finde, du bist unfair“ ist keine gute Ich-Botschaft, sondern ein Vorwurf im Ich-Gewand.

 

Welche Ich-Botschaften helfen Führungskräften?

Führungskräften helfen Ich-Botschaften, die Arbeitswirkung und Erwartung klar benennen.

Beispiel: „Ich brauche die Entscheidung bis Donnerstag, damit wir den Kunden verbindlich informieren können.“

 

Wann reichen Ich-Botschaften nicht aus?

Ich-Botschaften reichen nicht aus, wenn Drohungen, Belästigung, Diskriminierung, Mobbinghinweise oder akute Eskalation bestehen.

Dann braucht es Grenzen, Schutzmaßnahmen, HR-Einbindung oder Deeskalation.

 

Wie hilft der BARO-ICH-BOTSCHAFTEN-CHECK?

Der BARO-ICH-BOTSCHAFTEN-CHECK prüft Beobachtung, Bewertung, Wirkung, Bedarf, Bitte, Sprache, Arbeitsbezug, Antwortfähigkeit, Grenze und Schutzbedarf.

Er hilft, Vorwürfe nicht nur grammatisch, sondern inhaltlich in klärbare Aussagen zu verwandeln.

 

Wie übe ich Ich-Botschaften im Team?

Teams können typische Vorwürfe sammeln und gemeinsam in konkrete Beobachtungen, Wirkungen und Bitten übersetzen.

Besonders wirksam ist das Üben mit echten, aber anonymisierten Arbeitssituationen aus Meetings, Übergaben oder Projektabstimmungen.

 

Welche Inhouse-Schulung hilft bei Ich-Botschaften?

Geeignet sind Inhouse-Schulungen zu Konfliktmanagement, Feedbackkultur, Konfliktmanagement in der Teamführung, Grenzen setzen oder Deeskalation.

Die passende Schulung hängt davon ab, ob Feedback, Führung, Teamkonflikte oder akute Eskalation im Vordergrund stehen.

 

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Autor: Fachlich verantwortet wir der Artikel von Kay Schönewerk – Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental.
Seit 2000 beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Team-Kommunikation und beruflicher Weiterbildung.

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