Assistenz und Sekretariat stehen in einer besonderen Position: nah an der Entscheidungsebene, aber ohne deren formale Macht. Sie entscheiden über Zugang zur Führungskraft, wahren Vertraulichkeit, jonglieren konkurrierende Prioritäten mehrerer Vorgesetzter – und bekommen dabei oft Frustration ab, die eigentlich der Führungskraft gilt. Dieser Kurs vermittelt Assistenz- und Office-Management-Teams praxistaugliche Strategien, um diese besonderen Konfliktsituationen professionell zu meistern, ohne zwischen allen Stühlen aufgerieben zu werden.
Das Training stärkt Rollenklarheit, eine faire Gestaltung der Zugangs- und Terminvergabe, den professionellen Umgang mit Loyalitätskonflikten und die Fähigkeit, eigene Belastungsgrenzen auch gegenüber der eigenen Führungskraft zu kommunizieren. Assistenzkräfte lernen, ihre besondere Position souverän und selbstbewusst zu vertreten.
Die Bildungsakademie am Rosental mit Sitz in Leipzig entwickelt Inhouse-Schulungen für Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, deren Assistenz- und Sekretariatsteams regelmäßig zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln müssen. Der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, online oder in den Räumen der Akademie in Leipzig durchgeführt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Kurs „Konfliktmanagement für die Assistenz“ vermittelt praxisnahe Strategien für Gatekeeper-Konflikte, Loyalitätsfragen, konkurrierende Prioritäten mehrerer Führungskräfte und stellvertretend erlebten Ärger. Er stärkt Assistenz- und Office-Management-Teams in Rollenklarheit, fairer Zugangsgestaltung und klarer Grenzsetzung – strukturiert entlang der hauseigenen BARO-ASSISTENZ-CHECK-Methodik.
Ihr Kurs „Konfliktmanagement für die Assistenz“ – sprechen Sie uns an!
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Unternehmen, b) einem Online-Workshop für mehrere Standorte oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig. Das Training kann mit Konfliktmanagement-Basiskursen, Nein sagen & Grenzen setzen, Schwierige Gespräche & Feedback oder einem ergänzenden Führungskräftebriefing kombiniert werden, damit auch die unterstützten Führungskräfte die Rolle der Assistenz besser stärken können.
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung zu Format, Dauer, Gruppengröße und möglicher Umsetzung.
Worum es in diesem Kurs geht
Assistenz und Sekretariat übernehmen häufig informelle Führungs- und Steuerungsaufgaben, ohne dafür formale Weisungsbefugnis zu besitzen. Sie entscheiden, wer wann Zugang zur Führungskraft erhält, kennen vertrauliche Informationen, koordinieren konkurrierende Termine mehrerer Vorgesetzter und werden dabei nicht selten zur Zielscheibe von Frustration, die eigentlich jemand anderem gilt. Der Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen bietet dazu den fachlichen Gesamtrahmen.
Der Kurs setzt deshalb direkt bei den typischen Reibungspunkten der Assistenzrolle an: die eigene Rolle und das eigene Mandat klar definieren, die Gatekeeper-Funktion fair gestalten, Loyalitätskonflikte zwischen Führungskraft und anderen Beteiligten navigieren, Vertraulichkeit auch unter Druck wahren, konkurrierende Prioritäten mehrerer Führungskräfte handhaben und eigene Belastungsgrenzen setzen – auch gegenüber der eigenen Führungskraft.
Die BARO-ASSISTENZ-CHECK-Methodik
Damit Assistenzkräfte ihre besondere Position souverän gestalten können, arbeitet die Bildungsakademie am Rosental mit der hauseigenen BARO-ASSISTENZ-CHECK-Methodik. Sie strukturiert den Umgang mit den typischen Konfliktsituationen der Assistenzrolle von der Rollenklärung bis zur eigenen Grenzsetzung in sechs Schritten.
- Rollencheck: die eigene Rolle und das eigene Mandat als Assistenz gegenüber Führungskraft und Kolleginnen und Kollegen klären.
- Zugangscheck: die Gatekeeper-Funktion fair und nachvollziehbar gestalten – wer wann Zugang oder einen Termin erhält.
- Loyalitätscheck: zwischen den Interessen der Führungskraft und anderen Beteiligten professionell navigieren.
- Vertraulichkeitscheck: mit sensiblen Informationen und dem Druck, sie preiszugeben, professionell umgehen.
- Prioritätencheck: konkurrierende Anforderungen mehrerer Führungskräfte oder Abteilungen fair priorisieren.
- Grenzcheck: eigene Belastungsgrenzen setzen, auch gegenüber der eigenen Führungskraft.
Ziele der Weiterbildung
- Die eigene Rolle und das eigene Mandat als Assistenz klar definieren und kommunizieren.
- Die Gatekeeper-Funktion fair und nachvollziehbar gestalten, ohne unnötige Frustration auszulösen.
- Loyalitätskonflikte zwischen Führungskraft, Kolleginnen und Kollegen und anderen Abteilungen professionell navigieren.
- Vertraulichkeit auch unter sozialem Druck konsequent wahren.
- Konkurrierende Prioritäten mehrerer Führungskräfte fair und transparent handhaben.
- Stellvertretend erlebten Ärger einordnen, ohne ihn persönlich zu nehmen.
- Eigene Belastungsgrenzen setzen, auch gegenüber der eigenen Führungskraft.
- Die eigene Rolle selbstbewusst und sichtbar vertreten, entlang der BARO-ASSISTENZ-CHECK-Methodik.
Seminarinhalte „Konfliktmanagement für die Assistenz“
| Themenfeld | Praxisbezug für Assistenz und Sekretariat |
|---|---|
| Die besondere Rolle der Assistenz im Konflikt | Nähe zur Führungsebene ohne formale Entscheidungsmacht bewusst einordnen (Rollencheck). |
| Die Gatekeeper-Funktion fair gestalten | Terminvergabe und Zugang zur Führungskraft nachvollziehbar organisieren, Frustration anderer abfedern (Zugangscheck). |
| Loyalitätskonflikte professionell navigieren | Zwischen Führungskraft, Kolleginnen und Kollegen und anderen Abteilungen die eigene Position wahren (Loyalitätscheck). |
| Vertraulichkeit wahren unter Druck | Souverän mit dem Wunsch anderer umgehen, vertrauliche Informationen zu erfahren (Vertraulichkeitscheck). |
| Konkurrierende Prioritäten mehrerer Führungskräfte | Bei Unterstützung mehrerer Personen fair und transparent priorisieren (Prioritätencheck). |
| Stellvertretend Ärger abbekommen | Frustration über die Führungskraft einordnen, ohne sie persönlich zu nehmen. |
| Eigene Grenzen setzen | Auch gegenüber der eigenen Führungskraft bei Überlastung und kurzfristigen Anforderungen Grenzen kommunizieren (Grenzcheck). |
| Sichtbarkeit und Wertschätzung der eigenen Rolle | Die eigene Position im Unternehmen selbstbewusst und klar vertreten. |
Nutzen für Unternehmen und Assistenzteams
Assistenz- und Sekretariatsteams gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Gatekeeper-Konflikten, Loyalitätsfragen und stellvertretend erlebter Frustration. Gleichzeitig verbessert das Training die Zusammenarbeit mit den unterstützten Führungskräften, da Erwartungen und Grenzen klarer kommuniziert werden.
Der besondere Wert liegt in der Anerkennung einer oft unterschätzten Konfliktrolle: Assistenzkräfte stehen an einer Schnittstelle, die viel Fingerspitzengefühl erfordert, aber selten explizit als Konfliktarbeit gewürdigt wird. Die BAuA ordnet stellvertretend erlebten Ärger und widersprüchliche Erwartungen an eine Rolle als eigenständigen Faktor psychischer Belastung ein, dem mit klaren Rollenvereinbarungen begegnet werden kann.
Praxisbelege und Case Studies zu durchgeführten Seminaren
Projektberichte zeigen, wie Konflikt- und Kommunikationstrainings in Organisationen mit Schnittstellenrollen ohne formale Weisungsbefugnis eingesetzt werden. Ein eigenständiger Case-Study-Beleg speziell zur Assistenzrolle ist auf der Website derzeit noch nicht veröffentlicht; die folgenden Case Studies Konfliktmanagement stammen daher aus thematisch angrenzenden Konflikt- und Rollenklärungsprojekten und werden ergänzt, sobald ein passender Projektbericht vorliegt.
- Case Studies Konfliktmanagement: Projektberichte zu durchgeführten Seminaren aus unterschiedlichen Einsatzfeldern.
- Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen: fachlicher Rahmen zu Methoden, Zielgruppen, Eskalationsstufen und beruflichen Anwendungssituationen.
- Eskalationsstufen im Job: Fachbeitrag zu Eskalationsdynamik, der auch für Gatekeeper- und Loyalitätskonflikte relevant ist.
Bis ein spezifischer Projektbericht vorliegt, lassen sich Erfahrungen aus Konfliktmanagement-, Rollenklärungs- und Feedbacktrainings fachlich gut übertragen: Schnittstellenrollen ohne formale Macht, stellvertretend erlebte Frustration und der Aufbau klarer, fairer Zugangsregeln.
Geeignete Formate und Gruppengrößen
Für Kurse zu Konfliktmanagement für die Assistenz sind Gruppen von etwa 8 bis 14 Teilnehmenden besonders geeignet. In dieser Größe können typische Rollenkonflikte vertraulich besprochen und konkrete Formulierungen entlang der BARO-ASSISTENZ-CHECK-Methodik entwickelt werden.
- Kompakter Workshop: für ein erstes Verständnis der eigenen Rolle und einfache Formulierungen für den Alltag.
- Ganztägiges Training: für Rollenspiele, Fallarbeit und die Entwicklung konkreter Zugangs- und Priorisierungsregeln.
- Mehrstufiges Programm inklusive Führungskräftebriefing: um auch die unterstützten Führungskräfte für eine klare Rollenvereinbarung zu sensibilisieren.
Die konkrete Investition richtet sich nach Format, Gruppengröße, Standortzahl, Vorbereitungsaufwand und Reisetätigkeit. Nach einer kurzen Anfrage kann die Bildungsakademie am Rosental eine passende Orientierung zu Umfang, Ablauf und nächstem Schritt geben.
Methodik des Trainings
- Arbeit mit realistischen Situationen aus dem eigenen Assistenz- oder Sekretariatsalltag.
- Kurze Fachimpulse zu Rollenklarheit, informeller Macht und Gatekeeper-Dynamiken.
- Simulationen typischer Zugangs-, Loyalitäts- und Prioritätenkonflikte, strukturiert entlang der BARO-ASSISTENZ-CHECK-Methodik.
- Formulierungstraining für die faire Kommunikation von Terminabsagen und Prioritäten.
- Übungen zum souveränen Umgang mit stellvertretend erlebtem Ärger.
- Rollenklärung zwischen Assistenz und den unterstützten Führungskräften.
- Entwicklung persönlicher Grenzen und Formulierungen für Überlastungssituationen.
- Transfer in klare Zugangs-, Priorisierungs- und Vertraulichkeitsregeln für den Alltag.
Für wen ist das Training geeignet?
Die Schulung richtet sich an Assistenz- und Sekretariatskräfte, Team Assistenz, Executive Assistants, Office Management sowie an Mitarbeitende im Vorzimmer von Führungskräften. Ergänzend eignen sich die Kurse Nein sagen & Grenzen setzen für Assistenzkräfte, die zusätzlich lernen möchten, eigene Grenzen auch gegenüber Vorgesetzten klar zu kommunizieren.
Besonders geeignet ist der Kurs für Assistenzteams, die mehrere Führungskräfte gleichzeitig unterstützen, häufig zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln müssen oder regelmäßig Frustration abbekommen, die eigentlich der Führungsebene gilt. Auch die DGUV weist im Rahmen ihrer Präventionsarbeit darauf hin, dass Rollen mit hohem Publikums- und Vermittlungskontakt besonderer Aufmerksamkeit im Rahmen der Konfliktprävention bedürfen.
Lerninhalte und praktische Bewertung
| Lerninhalt | Bewertung für Assistenz und Sekretariat |
|---|---|
| Eigene Rolle klären | Sehr relevant, weil unklares Mandat eine der häufigsten Ursachen für Assistenzkonflikte ist. |
| Zugang fair gestalten | Zentral, um Frustration bei Terminabsagen nachvollziehbar statt willkürlich wirken zu lassen. |
| Loyalitätskonflikte navigieren | Wichtig, um zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln, ohne die eigene Position zu verlieren. |
| Vertraulichkeit wahren | Unverzichtbar für das Vertrauen der Führungsebene in die Assistenzrolle. |
| Prioritäten fair setzen | Besonders bedeutsam bei der Unterstützung mehrerer Führungskräfte gleichzeitig. |
| Stellvertretenden Ärger einordnen | Hilft, Frustration anderer nicht persönlich zu nehmen und souverän zu bleiben. |
| Eigene Grenzen setzen | Stärkt langfristig Belastbarkeit und Zufriedenheit in der Assistenzrolle. |
Erfolgsmessung und Bewertung des Trainings
Der Erfolg zeigt sich in weniger eskalierten Zugangskonflikten, einer klareren Priorisierung bei mehreren Führungskräften und einer geringeren wahrgenommenen Belastung durch stellvertretenden Ärger. Unternehmen können Teamfeedback, Rückmeldungen aus Mitarbeitergesprächen, die Nutzung vereinbarter Zugangs- und Priorisierungsregeln sowie die Zufriedenheit der Assistenzteams auswerten.
Zusätzlich lässt sich prüfen, ob Assistenzkräfte ihre Rolle entlang der BARO-ASSISTENZ-CHECK-Methodik klarer kommunizieren, ob Terminkonflikte seltener eskalieren und ob eigene Belastungsgrenzen häufiger frühzeitig statt erst bei Überlastung angesprochen werden. Dadurch wird Konfliktmanagement in der Assistenz nicht als Nebenaufgabe verstanden, sondern als eigenständige, anerkannte Kompetenz.
Aktuelle Teilnehmer-Stimmen
„Ich kann Terminabsagen jetzt so erklären, dass sie seltener als persönliche Zurückweisung ankommen.“ Assistentin der Geschäftsführung eines Industrieunternehmens
„Die Übung zur Priorisierung zwischen zwei Führungskräften hat mir sehr geholfen.“ Team Assistant eines Beratungsunternehmens
„Ich nehme Frustration über meine Führungskraft jetzt weniger persönlich, wenn sie bei mir landet.“ Office Managerin eines mittelständischen Unternehmens
„Besonders wertvoll war die Übung, eigene Grenzen auch gegenüber meiner Führungskraft klar anzusprechen.“ Executive Assistant eines internationalen Unternehmens
„Das Training hat unsere Rolle im Unternehmen sichtbarer und wertgeschätzter gemacht.“ Sekretariat einer öffentlichen Einrichtung
Pro & Contra zum Thema
Pro
- Hoher Praxisbezug für Assistenz, Sekretariat und Office Management.
- Stärkt Rollenklarheit und faire Gestaltung der Zugangs- und Terminvergabe.
- Reduziert Belastung durch stellvertretend erlebten Ärger und Loyalitätskonflikte.
- Verbessert die Zusammenarbeit mit den unterstützten Führungskräften durch klarere Erwartungen.
- Würdigt eine oft unterschätzte Konfliktrolle im Unternehmen.
Contra
- Erfordert Bereitschaft der unterstützten Führungskräfte, die eigene Rolle mitzugestalten.
- Ersetzt keine klare Rollenbeschreibung und keine ausreichende Rückendeckung durch die Führungskraft.
- Wirkt nachhaltiger, wenn Assistenz und Führungsebene gemeinsam an klaren Vereinbarungen arbeiten.
15 Tipps für Konfliktmanagement in der Assistenz
- Klären Sie Ihr eigenes Mandat mit der Führungskraft konkret und nicht nur implizit.
- Erklären Sie Terminabsagen sachlich, statt sich dafür zu rechtfertigen.
- Nehmen Sie Frustration über Ihre Führungskraft nicht automatisch persönlich.
- Kommunizieren Sie Prioritäten bei mehreren Führungskräften transparent.
- Wahren Sie Vertraulichkeit konsequent, auch bei freundlichem Nachfragen.
- Sprechen Sie Überlastung frühzeitig an, statt sie stillschweigend zu kompensieren.
- Vermeiden Sie es, sich zwischen Führungskraft und Kolleginnen und Kollegen aufreiben zu lassen.
- Dokumentieren Sie wichtige Absprachen zu Zuständigkeiten und Prioritäten.
- Holen Sie sich bei wiederkehrenden Konflikten aktiv Rückendeckung von Ihrer Führungskraft.
- Setzen Sie Grenzen bei respektlosem Umgang, unabhängig von der Position der anderen Person.
- Nutzen Sie regelmäßige kurze Abstimmungen mit Ihrer Führungskraft zu Erwartungen.
- Vermeiden Sie es, informelle Macht ohne klaren Auftrag auszuüben.
- Würdigen Sie sichtbar, wenn Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen gut funktioniert.
- Reflektieren Sie regelmäßig, welche Situationen besonders viel Energie kosten.
- Verstehen Sie Ihre Rolle als eigenständige Konfliktkompetenz, nicht nur als Unterstützungsfunktion.
Weiterführende Informationen und Praxiswissen zum Thema Konfliktkompetenz
Der Kurs „Konfliktmanagement für die Assistenz“ ist Teil eines umfassenden Themenbereichs der Bildungsakademie am Rosental. Neben konkreten Kursangeboten stehen Assistenz-, Sekretariats- und Office-Management-Teams zusätzliche Fachinformationen, Antworten auf häufige Fragen und praxisorientierte Beiträge zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Ablauf, Zielgruppen, Dauer, Gruppengröße und organisatorischen Rahmenbedingungen beantwortet der FAQ-Bereich Konflikte. Im Magazin „Praxiswissen Konflikte“ veröffentlicht die Bildungsakademie am Rosental ergänzende Fachbeiträge, Formulierungshilfen und Praxistipps für schwierige Gespräche im Berufsalltag, unter anderem zum Konfliktmanagement-Kursangebot der Akademie.
Fachliche Quellen und Orientierung
Fachliche Verantwortung
Konzipiert und fachlich verantwortet von Kay Schönewerk, Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Konfliktmanagement, Kommunikation, Deeskalation und professioneller Gesprächsführung im Berufsalltag.
Die Bildungsakademie am Rosental entwickelt praxisnahe Weiterbildungsformate für Unternehmen, Organisationen, öffentliche Einrichtungen und Dienstleister im gesamten DACH-Raum. Der Standort Leipzig bildet dabei den organisatorischen Ausgangspunkt für Inhouse-Schulungen vor Ort, Online-Workshops und Trainings direkt an der Akademie.
FAQ
Warum ist Konfliktmanagement für die Assistenz besonders herausfordernd?
Konfliktmanagement für die Assistenz ist besonders herausfordernd, weil die Rolle viel informellen Einfluss mit sich bringt, aber selten formale Entscheidungsmacht – Assistenzkräfte müssen zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln, ohne selbst entscheiden zu können.
Ein professioneller Kurs hilft Assistenzkräften, ihre Rolle klar zu definieren und typische Reibungspunkte wie Zugangskonflikte, Loyalitätsfragen und stellvertretenden Ärger professionell zu handhaben. Besonders bei der Unterstützung mehrerer Führungskräfte gleichzeitig entstehen sonst schnell widersprüchliche Erwartungen.
Wie lange dauert ein Kurs zu Konfliktmanagement für die Assistenz?
Der Kurs kann als kompakter Workshop, ganztägiges Training oder mehrstufiges Programm inklusive Führungskräftebriefing durchgeführt werden.
Die passende Dauer hängt von der Anzahl der unterstützten Führungskräfte, der Konfliktdichte und der gewünschten Praxistiefe ab. Für ein erstes Verständnis kann ein kompaktes Format sinnvoll sein. Bei mehreren unterstützten Führungskräften oder wiederkehrenden Spannungen empfiehlt sich ein mehrstufiges Programm mit Einbindung der Führungsebene.
Für welche Rollen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar eignet sich für Assistenz- und Sekretariatskräfte, Team Assistenz, Executive Assistants, Office Management sowie Mitarbeitende im Vorzimmer von Führungskräften.
Besonders hilfreich ist es für Assistenzkräfte, die mehrere Führungskräfte gleichzeitig unterstützen oder regelmäßig zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln müssen. Auch neue Assistenzkräfte profitieren, weil sie frühzeitig ein Vorgehen für typische Rollenkonflikte erlernen.
Kann das Training direkt im Unternehmen stattfinden?
Ja, der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, online oder an einem zentralen Schulungsort durchgeführt werden.
Eine Durchführung vor Ort ist besonders praxisnah, weil reale Zugangs-, Prioritäts- und Loyalitätssituationen aus dem eigenen Unternehmen direkt in die Fallarbeit einbezogen werden können. So entstehen Formulierungen und Regeln, die zum realen Arbeitsalltag der Assistenz passen.
Welche Situationen werden im Kurs geübt?
Geübt werden typische Situationen wie abgelehnte Terminwünsche, konkurrierende Prioritäten mehrerer Führungskräfte, Druck zur Preisgabe vertraulicher Informationen und stellvertretend erlebter Ärger.
Die Szenarien werden an das jeweilige Unternehmen angepasst. Häufig geht es um enttäuschte Kolleginnen und Kollegen nach abgesagten Terminen, widersprüchliche Anforderungen mehrerer Vorgesetzter sowie Situationen, in denen Assistenzkräfte zwischen Loyalität zur Führungskraft und fairer Behandlung anderer abwägen müssen.
Ersetzt der Kurs eine klare Rollenbeschreibung oder Rückendeckung durch die Führungskraft?
Nein, der Kurs ersetzt keine klare Rollenbeschreibung und keine ausreichende Rückendeckung durch die Führungskraft, sondern ergänzt Kommunikation, Rollenklarheit und Grenzsetzung.
Ein Training kann Gesprächsführung und Selbstsicherheit in der Assistenzrolle stärken. Wenn Zuständigkeiten, Entscheidungsbefugnisse oder die Unterstützung durch die Führungsebene grundsätzlich unklar bleiben, entstehen Konflikte jedoch weiterhin strukturell. Deshalb wirkt der Kurs besonders nachhaltig, wenn Assistenz und Führungsebene gemeinsam an klaren Rollenvereinbarungen arbeiten.
Terminologie-Übersicht
Gatekeeper-Funktion: Rolle, in der die Assistenz über Zugang und Termine zur Führungskraft entscheidet.
BARO-ASSISTENZ-CHECK: Sechsstufige BARO-Methodik (Rollencheck, Zugangscheck, Loyalitätscheck, Vertraulichkeitscheck, Prioritätencheck, Grenzcheck) für den professionellen Umgang mit den typischen Konfliktsituationen der Assistenzrolle.
Loyalitätskonflikt: Spannung zwischen den Interessen der eigenen Führungskraft und anderen Beteiligten.
Stellvertretender Ärger: Frustration, die eigentlich einer anderen Person gilt, aber bei der Assistenz landet.
Informelle Macht: Einfluss, der aus der Nähe zur Führungsebene entsteht, ohne formale Entscheidungsbefugnis.
Rollenmandat: Klar definierter Handlungsspielraum, den eine Assistenz von ihrer Führungskraft erhält.
Priorisierungsregel: Vereinbarte Regel, nach der konkurrierende Anforderungen mehrerer Führungskräfte gehandhabt werden.
English Summary
This course by Bildungsakademie am Rosental (Leipzig) helps assistants, executive assistants, and office managers navigate the specific conflicts that come with their position: close to leadership, but without formal decision-making power. Participants learn to define their own mandate clearly, manage the gatekeeper role fairly, navigate loyalty conflicts between their manager and others, protect confidentiality under social pressure, prioritise competing demands from multiple executives, and set their own boundaries — including toward their own manager. The programme follows the proprietary six-step BARO-ASSISTENZ-CHECK framework and can be delivered on-site, online, or at the academy’s Leipzig location, across Germany, Austria, and Switzerland.
Ihr Kurs „Konfliktmanagement für die Assistenz“ – jetzt anfragen
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Unternehmen, b) einem Online-Workshop mit Ihrem Team oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig.
Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung mit einer passenden Einschätzung zu Format, Umfang und nächstem Schritt.
Ähnliche Artikel:
- Inhouse Schulung: Konfliktmanagement für die Geschäftsführung
- Inhouse Schulung: Konfliktmanagement für Marketing und Produktmanagement
- Inhouse Schulung: Konfliktmanagement exklusiv für Frauen
- Inhouse Schulung: Konfliktmanagement in der Teamführung
- Inhouse Schulung: Konfliktmanagement für Projektteams – Zusammenarbeit unter Druck
- Inhouse Schulung: Konfliktmanagement für den Vertrieb

