Dieselbe durchsetzungsstarke Aussage wird bei Frauen häufig anders bewertet als bei Männern, Wortbeiträge werden häufiger unterbrochen, und eigene Vorschläge finden manchmal erst Anerkennung, wenn sie von jemand anderem wiederholt werden. Diese gut dokumentierten Dynamiken machen Konfliktsituationen im Berufsalltag für Frauen oft komplizierter, als es Standardtrainings abbilden. Dieser Kurs vermittelt Frauen in Fach- und Führungspositionen praxistaugliche Strategien, um Konflikte selbstbewusst, klar und strategisch zu führen – zugeschnitten auf diese besonderen Rahmenbedingungen.
Das Training stärkt klare, unmissverständliche Sprache statt relativierender Formulierungen, souveränes Auftreten bei Unterbrechungen und übergangenen Redebeiträgen sowie den gezielten Aufbau unterstützender Netzwerke. Teilnehmerinnen lernen, ihre Position in Konfliktsituationen sichtbar und wirksam zu vertreten.
Die Bildungsakademie am Rosental mit Sitz in Leipzig entwickelt Inhouse-Schulungen für Unternehmen, Organisationen, NGO, Verbände und Verwaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihre weiblichen Fach- und Führungskräfte gezielt in Konfliktkompetenz stärken möchten. Der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, online oder in den Räumen der Akademie in Leipzig durchgeführt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Kurs „Konfliktmanagement exklusiv für Frauen“ vermittelt praxisnahe Strategien für den Umgang mit Doppelstandards, Unterbrechungen und übergangenen Redebeiträgen sowie den gezielten Aufbau von Netzwerken. Er stärkt Frauen in Fach- und Führungspositionen in klarer Sprache, souveräner Präsenz und strategischer Konfliktführung – entlang des hauseigenen BARO-Standpunkt-Modells.
Ihr Kurs „Konfliktmanagement exklusiv für Frauen“ – sprechen Sie uns an!
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Unternehmen, b) einem Online-Workshop für mehrere Standorte oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig. Das Training kann mit Konfliktmanagement-Basiskursen, Nein sagen & Grenzen setzen, Schwierige Gespräche & Feedback oder bestehenden Frauennetzwerken und Mentoring-Programmen im Unternehmen kombiniert werden.
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung zu Format, Dauer, Gruppengröße und möglicher Umsetzung.
Worum es in diesem Kurs geht
Studien und Erfahrungsberichte aus der Arbeitswelt zeigen wiederkehrende Muster: Durchsetzungsvermögen wird bei Frauen häufig anders bewertet als bei Männern, Redebeiträge werden in gemischten Runden häufiger unterbrochen, und Verhandlungsspielräume werden seltener aktiv genutzt. Das sind keine individuellen Schwächen, sondern strukturelle Dynamiken, die sich mit gezielter Vorbereitung und Strategie gut adressieren lassen. Der Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen bietet dazu den fachlichen Gesamtrahmen.
Der Kurs setzt deshalb direkt bei diesen dokumentierten Dynamiken an: Doppelstandards bei Durchsetzungsvermögen einordnen, souverän mit Unterbrechungen umgehen, Verhandlungsspielräume aktiv erkennen und nutzen, klare statt relativierende Sprache einsetzen, eigene Beiträge sichtbar machen und gezielt unterstützende Netzwerke aufbauen.
Das BARO-Standpunkt-Modell
Damit Teilnehmerinnen ihre Position in Konfliktsituationen wirksam vertreten können, arbeitet die Bildungsakademie am Rosental mit dem hauseigenen BARO-Standpunkt-Modell. Es ruht auf vier Säulen, die gemeinsam eine souveräne, strategische Konfliktführung ermöglichen.
- Wahrnehmung: die eigene Position und Wirkung in einer Konfliktsituation realistisch einschätzen.
- Sprache: klare, unmissverständliche Formulierungen statt relativierender Weichspüler nutzen.
- Präsenz: Raum bewusst einnehmen und bei Unterbrechungen souverän bleiben.
- Netzwerk: Verbündete und Unterstützung gezielt aufbauen und in Konfliktsituationen nutzen.
Ziele der Weiterbildung
- Doppelstandards bei Durchsetzungsvermögen erkennen und souverän damit umgehen.
- Mit Unterbrechungen und übergangenen Redebeiträgen in Meetings professionell umgehen.
- Verhandlungsspielräume in Gehalts- und Konfliktgesprächen aktiv erkennen und nutzen.
- Klare, unmissverständliche Sprache statt relativierender Formulierungen einsetzen.
- Präsenz und Raum in Meetings und Konfliktgesprächen bewusst einnehmen.
- Eigene Ideen und Beiträge sichtbar und eindeutig zuordenbar machen.
- Unterstützende Netzwerke und Verbündete gezielt aufbauen.
- Konkurrenzdruck zwischen Frauen im Job kritisch einordnen und gegenseitige Unterstützung stärken.
Seminarinhalte „Konfliktmanagement exklusiv für Frauen“
| Themenfeld | Praxisbezug für Frauen im Berufsalltag |
|---|---|
| Doppelstandards bei Durchsetzungsvermögen | Wie gleiches Verhalten bei Frauen und Männern unterschiedlich bewertet wird, souverän einordnen (Wahrnehmung). |
| Unterbrechungen in Meetings | Mit häufigerem Unterbrochenwerden konstruktiv und selbstsicher umgehen (Präsenz). |
| Verhandlungsspielräume erkennen und nutzen | Forschung zu Verhandlungslücken praktisch anwenden, etwa bei Gehalts- oder Ressourcenfragen. |
| Klare statt relativierende Sprache | Konjunktive, Verkleinerungen und übermäßige Entschuldigungen bewusst reduzieren (Sprache). |
| Raum einnehmen in Konfliktgesprächen | Körpersprache und Präsenz bewusst für die eigene Position nutzen (Präsenz). |
| Eigene Ideen sichtbar machen | Verhindern, dass eigene Vorschläge erst bei Wiederholung durch andere Anerkennung finden. |
| Netzwerke und Verbündete aufbauen | Strategische Unterstützung in Konfliktsituationen gezielt aufbauen und nutzen (Netzwerk). |
| Konflikte zwischen Frauen im Job | Konkurrenzdruck kritisch einordnen und gegenseitige Solidarität stärken. |
Nutzen für Unternehmen und Teilnehmerinnen
Teilnehmerinnen gewinnen mehr Sicherheit und Wirksamkeit in Konfliktsituationen, die durch strukturelle Dynamiken zusätzlich erschwert werden. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von einer stärkeren Sichtbarkeit weiblicher Fach- und Führungskräfte in Meetings, Verhandlungen und Konfliktgesprächen.
Der besondere Wert liegt in der gezielten Auseinandersetzung mit dokumentierten, strukturellen Mustern statt individueller Selbstoptimierung: Es geht nicht darum, sich anzupassen, sondern die eigene Wirkung bewusst und strategisch einzusetzen. Die BAuA weist im Rahmen ihrer Forschung zu psychischer Belastung darauf hin, dass strukturelle Ungleichbehandlung und Doppelstandards einen eigenständigen Belastungsfaktor am Arbeitsplatz darstellen können.
Praxisbelege und Case Studies zu durchgeführten Seminaren
Projektberichte zeigen, wie Konflikt- und Kommunikationstrainings im Rahmen von Frauenförderung und Diversity-Programmen eingesetzt werden. Ein eigenständiger Case-Study-Beleg speziell zu diesem Kurs ist auf der Website derzeit noch nicht veröffentlicht; die folgenden Case Studies Konfliktmanagement stammen daher aus thematisch angrenzenden Konflikt- und Kommunikationsprojekten und werden ergänzt, sobald ein passender Projektbericht vorliegt.
- Case Studies Konfliktmanagement: Projektberichte zu durchgeführten Seminaren aus unterschiedlichen Einsatzfeldern.
- Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen: fachlicher Rahmen zu Methoden, Zielgruppen, Eskalationsstufen und beruflichen Anwendungssituationen.
- Eskalationsstufen im Job: Fachbeitrag zu Eskalationsdynamik, der auch für die hier behandelten Situationen relevant ist.
Bis ein spezifischer Projektbericht vorliegt, lassen sich Erfahrungen aus Konfliktmanagement-, Verhandlungs- und Führungstrainings für Frauen fachlich gut übertragen: der Umgang mit Doppelstandards, die Wirkung klarer Sprache und der Aufbau strategischer Netzwerke.
Geeignete Formate und Gruppengrößen
Für Kurse zu Konfliktmanagement exklusiv für Frauen sind Gruppen von etwa 10 bis 16 Teilnehmerinnen besonders geeignet. In dieser Größe können persönliche Erfahrungen offen ausgetauscht und konkrete Strategien entlang des BARO-Standpunkt-Modells entwickelt werden.
- Kompakter Workshop: für ein erstes Verständnis der Doppelstandards und einfache Sprachtechniken.
- Ganztägiges Training: für Rollenspiele, Verhandlungssimulationen und vertiefte Präsenzübungen.
- Mehrstufiges Programm mit Netzwerkaufbau: zur Verbindung mit bestehenden Frauennetzwerken und Mentoring-Programmen im Unternehmen.
Die konkrete Investition richtet sich nach Format, Gruppengröße, Standortzahl, Vorbereitungsaufwand und Reisetätigkeit. Nach einer kurzen Anfrage kann die Bildungsakademie am Rosental eine passende Orientierung zu Umfang, Ablauf und nächstem Schritt geben.
Methodik des Trainings
- Arbeit mit realistischen Konflikt- und Verhandlungssituationen aus dem eigenen Berufsalltag.
- Kurze Fachimpulse zu dokumentierten Mustern wie Doppelstandards, Unterbrechungshäufigkeit und Verhandlungslücken.
- Reflexionsübungen zur eigenen Wahrnehmung und Wirkung, entlang des BARO-Standpunkt-Modells.
- Formulierungstraining für klare, unmissverständliche Sprache statt relativierender Formulierungen.
- Rollenspiele zu Unterbrechungen, übergangenen Beiträgen und Verhandlungssituationen.
- Übungen zu Körpersprache, Stimme und bewusster Präsenz in Konfliktgesprächen.
- Austausch zum Aufbau strategischer Netzwerke und gegenseitiger Unterstützung.
- Transfer in konkrete Formulierungen und Verhaltensweisen für den eigenen Arbeitsalltag.
Für wen ist das Training geeignet?
Die Schulung richtet sich an Frauen in Fach- und Führungspositionen, Frauen im Berufseinstieg, Mitglieder betrieblicher Frauennetzwerke sowie HR-Verantwortliche, die Frauenförderprogramme mit konkreter Konfliktkompetenz ergänzen möchten. Ergänzend eignen sich die Kurse Nein sagen & Grenzen setzen für Teilnehmerinnen, die zusätzlich lernen möchten, eigene Grenzen klar zu kommunizieren.
Besonders geeignet ist der Kurs für Unternehmen, die gezielt Frauenförderung betreiben, für Teilnehmerinnen, die sich in gemischten Trainings offener austauschen möchten, sowie für Organisationen, die Konfliktkompetenz als Teil ihrer Diversity-Strategie stärken. Auch die DGUV weist im Rahmen ihrer Präventionsarbeit darauf hin, dass zielgruppenspezifische Formate die Offenheit und den Praxistransfer von Trainings erhöhen können.
Lerninhalte und praktische Bewertung
| Lerninhalt | Bewertung für Frauen im Berufsalltag |
|---|---|
| Doppelstandards einordnen | Sehr relevant, weil unklare Bewertungsmaßstäbe sonst zu Verunsicherung führen können. |
| Mit Unterbrechungen umgehen | Zentral, um die eigene Position in Meetings souverän zu behaupten. |
| Verhandlungsspielräume nutzen | Wichtig, um eigene Interessen aktiv statt zurückhaltend zu vertreten. |
| Klare Sprache einsetzen | Unverzichtbar, damit Anliegen eindeutig statt relativiert ankommen. |
| Präsenz zeigen | Besonders bedeutsam, um Raum in Konfliktgesprächen bewusst einzunehmen. |
| Eigene Beiträge sichtbar machen | Hilft, Anerkennung für eigene Ideen konsequent zu behalten. |
| Netzwerke aufbauen | Stärkt langfristig Rückhalt und strategische Unterstützung in Konfliktsituationen. |
Erfolgsmessung und Bewertung des Trainings
Der Erfolg zeigt sich in einem selbstbewussteren Auftreten in Konflikt- und Verhandlungsgesprächen, einer höheren wahrgenommenen Sichtbarkeit eigener Beiträge und aktiver genutzten Netzwerken. Unternehmen können Rückmeldungen der Teilnehmerinnen, die Nutzung neu aufgebauter Netzwerke, Entwicklungen in Verhandlungssituationen sowie Feedback aus Mitarbeitergesprächen auswerten.
Zusätzlich lässt sich prüfen, ob Teilnehmerinnen klare statt relativierende Sprache entlang des BARO-Standpunkt-Modells häufiger nutzen, ob sie sich in Meetings sichtbarer positionieren und ob aufgebaute Netzwerke im Konfliktfall aktiv genutzt werden. Dadurch wird Konfliktkompetenz nicht als individuelle Anpassungsleistung verstanden, sondern als strategische, erlernbare Fähigkeit.
Aktuelle Teilnehmer-Stimmen
„Mir ist erst im Training aufgefallen, wie oft ich meine eigenen Aussagen unbewusst relativiert habe.“ Projektleiterin eines Technologieunternehmens
„Die Übung zum Umgang mit Unterbrechungen hat mir sofort im nächsten Meeting geholfen.“ Teamleiterin eines Finanzdienstleisters
„Ich verhandle Gehalts- und Ressourcenfragen jetzt viel gezielter, statt abzuwarten.“ Abteilungsleiterin eines Industrieunternehmens
„Besonders wertvoll war der offene Austausch über Konkurrenzdruck unter Kolleginnen.“ HR-Referentin eines mittelständischen Unternehmens
„Der Aufbau eines echten Netzwerks aus dem Training war für mich der größte Gewinn.“ Fachexpertin im Berufseinstieg
Pro & Contra zum Thema
Pro
- Hoher Praxisbezug, zugeschnitten auf dokumentierte, geschlechtsspezifische Dynamiken im Berufsalltag.
- Stärkt klare Sprache, souveräne Präsenz und strategische Verhandlungsführung.
- Ermöglicht offeneren Austausch unter Teilnehmerinnen als in gemischten Gruppen.
- Fördert den Aufbau strategischer Netzwerke und gegenseitiger Unterstützung.
- Ergänzt bestehende Frauenförderprogramme um konkrete Konfliktkompetenz.
Contra
- Ersetzt kein allgemeines Konfliktmanagement-Training für gemischte Teams.
- Wirkt nicht isoliert, sondern am besten eingebettet in eine umfassendere Diversity- und Förderstrategie.
- Erfordert echte Offenheit der Teilnehmerinnen, eigene Muster ehrlich zu reflektieren.
15 Tipps für Konfliktmanagement als Frau im Berufsalltag
- Formulieren Sie Anliegen klar, statt sie in Konjunktive zu verpacken.
- Reduzieren Sie unnötige Entschuldigungen für sachliche Aussagen.
- Sprechen Sie Unterbrechungen ruhig, aber deutlich an: „Ich war noch nicht fertig.“
- Bereiten Sie Verhandlungen mit konkreten Zahlen und Forderungen vor.
- Nehmen Sie bewusst Raum in Meetings ein, statt sich klein zu machen.
- Benennen Sie es sachlich, wenn eine eigene Idee erst bei Wiederholung durch andere Anerkennung findet.
- Suchen Sie sich gezielt Verbündete, die Ihre Beiträge im Meeting unterstützen.
- Vermeiden Sie es, sich in Konkurrenz zu anderen Frauen im Team zu begeben.
- Dokumentieren Sie eigene Erfolge sichtbar, statt sie herunterzuspielen.
- Üben Sie kurze, klare Sätze für den Einstieg in schwierige Gespräche.
- Reflektieren Sie nach Konfliktgesprächen, was gut lief und was Sie stärken möchten.
- Bauen Sie sich ein Netzwerk aus Kolleginnen und Mentorinnen aktiv auf.
- Holen Sie sich Rückmeldung von Vertrauenspersonen zu Ihrer Wirkung im Gespräch.
- Feiern Sie sichtbar, wenn Kolleginnen sich erfolgreich durchsetzen.
- Verstehen Sie Konfliktkompetenz als strategisches Werkzeug, nicht als Charakterfrage.
Weiterführende Informationen und Praxiswissen zum Thema Konfliktkompetenz
Der Kurs „Konfliktmanagement exklusiv für Frauen“ ist Teil eines umfassenden Themenbereichs der Bildungsakademie am Rosental. Neben konkreten Kursangeboten stehen Teilnehmerinnen und HR-Verantwortlichen zusätzliche Fachinformationen, Antworten auf häufige Fragen und praxisorientierte Beiträge zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Ablauf, Zielgruppen, Dauer, Gruppengröße und organisatorischen Rahmenbedingungen beantwortet der FAQ-Bereich Konflikte. Im Magazin „Praxiswissen Konflikte“ veröffentlicht die Bildungsakademie am Rosental ergänzende Fachbeiträge, Formulierungshilfen und Praxistipps für schwierige Gespräche im Berufsalltag, unter anderem zum Konfliktmanagement-Kursangebot der Akademie.
Fachliche Quellen und Orientierung
Fachliche Verantwortung
Konzipiert und fachlich verantwortet von Kay Schönewerk, Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Konfliktmanagement, Kommunikation, Deeskalation und professioneller Gesprächsführung im Berufsalltag.
Die Bildungsakademie am Rosental entwickelt praxisnahe Weiterbildungsformate für Unternehmen, Organisationen, öffentliche Einrichtungen und Dienstleister im gesamten DACH-Raum. Der Standort Leipzig bildet dabei den organisatorischen Ausgangspunkt für Inhouse-Schulungen vor Ort, Online-Workshops und Trainings direkt an der Akademie.
FAQ
Warum gibt es ein eigenes Konfliktmanagement-Training exklusiv für Frauen?
Ein eigenes Training exklusiv für Frauen lohnt sich, weil dokumentierte Dynamiken wie Doppelstandards bei Durchsetzungsvermögen, häufigere Unterbrechungen und seltener genutzte Verhandlungsspielräume gezielte, praxisnahe Strategien erfordern.
Ein geschützter Rahmen ermöglicht zudem einen offeneren Austausch über persönliche Erfahrungen als in gemischten Gruppen. Besonders bei Themen wie Konkurrenzdruck unter Kolleginnen oder dem eigenen Verhandlungsverhalten profitieren Teilnehmerinnen von dieser zielgruppenspezifischen Herangehensweise.
Wie lange dauert ein Kurs zu Konfliktmanagement exklusiv für Frauen?
Der Kurs kann als kompakter Workshop, ganztägiges Training oder mehrstufiges Programm mit Netzwerkaufbau durchgeführt werden.
Die passende Dauer hängt von der Gruppengröße, dem gewünschten Praxisanteil und der Anbindung an bestehende Frauennetzwerke ab. Für ein erstes Verständnis kann ein kompaktes Format sinnvoll sein. Für vertiefte Verhandlungs- und Präsenzübungen empfiehlt sich ein ganztägiges oder mehrstufiges Training.
Für welche Teilnehmerinnen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar eignet sich für Frauen in Fach- und Führungspositionen, Frauen im Berufseinstieg, Mitglieder betrieblicher Frauennetzwerke sowie HR-Verantwortliche, die Frauenförderprogramme ergänzen möchten.
Besonders hilfreich ist es für Teilnehmerinnen, die sich in gemischten Trainings bislang zurückhaltender geäußert haben. Auch Frauen im Berufseinstieg profitieren, weil sie frühzeitig strategische Werkzeuge für Konflikt- und Verhandlungssituationen erlernen.
Kann das Training direkt im Unternehmen stattfinden?
Ja, der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, online oder an einem zentralen Schulungsort durchgeführt werden.
Eine Durchführung vor Ort ist besonders praxisnah, weil reale Meeting- und Verhandlungssituationen aus dem eigenen Unternehmen direkt in die Übungen einbezogen werden können. So entstehen Formulierungen und Strategien, die zum realen Arbeitsalltag der Teilnehmerinnen passen.
Welche Situationen werden im Kurs geübt?
Geübt werden typische Situationen wie Unterbrechungen in Meetings, übergangene eigene Vorschläge, Gehalts- und Ressourcenverhandlungen sowie Konflikte mit Kolleginnen und Kollegen unter Konkurrenzdruck.
Die Szenarien werden an das jeweilige Unternehmen angepasst. Häufig geht es um das souveräne Reagieren auf Unterbrechungen, das klare Formulieren eigener Forderungen sowie Situationen, in denen eigene Beiträge in der Gruppe sichtbar gemacht werden müssen.
Ersetzt der Kurs ein allgemeines Konfliktmanagement-Training oder Frauenförderprogramme?
Nein, der Kurs ersetzt weder ein allgemeines Konfliktmanagement-Training für gemischte Teams noch umfassende Frauenförderprogramme, sondern ergänzt beides um zielgruppenspezifische Konfliktkompetenz.
Ein Training kann Sprache, Präsenz und strategisches Verhandeln stärken. Strukturelle Fragen wie Beförderungspraxis, Gehaltsgerechtigkeit oder Unternehmenskultur lassen sich damit allein nicht lösen. Deshalb wirkt der Kurs besonders nachhaltig als ein Baustein innerhalb einer umfassenderen Diversity- und Förderstrategie.
Terminologie-Übersicht
Doppelstandard: Unterschiedliche Bewertung desselben Verhaltens je nach Geschlecht der handelnden Person.
BARO-Standpunkt-Modell: Vier Säulen der Bildungsakademie am Rosental (Wahrnehmung, Sprache, Präsenz, Netzwerk) für souveräne Konfliktführung.
Relativierende Sprache: Formulierungen wie übermäßige Konjunktive oder Entschuldigungen, die eigene Aussagen unnötig abschwächen.
Verhandlungsspielraum: Handlungsraum, der in Gehalts- oder Ressourcenfragen aktiv erkannt und genutzt werden kann.
Sichtbarkeit eigener Beiträge: Klare Zuordnung eigener Ideen und Vorschläge, auch wenn sie später von anderen aufgegriffen werden.
Strategisches Netzwerk: Gezielt aufgebaute Unterstützung durch Kolleginnen, Mentorinnen oder Verbündete.
Konkurrenzdruck: Wahrgenommene Rivalität zwischen Kolleginnen, die durch offenen Austausch reduziert werden kann.
English Summary
This course by Bildungsakademie am Rosental (Leipzig) is designed specifically for women in professional and leadership roles, addressing documented workplace dynamics such as double standards around assertiveness, being interrupted more often in meetings, underused negotiation opportunities, and ideas gaining credit only once repeated by someone else. Participants learn to use clear rather than hedged language, hold their ground and take up space in conflict situations, make their contributions visible, and build strategic networks of support. The programme is built on the proprietary four-pillar BARO-Standpunkt-Modell (perception, language, presence, network) and can be delivered on-site, online, or at the academy’s Leipzig location, across Germany, Austria, and Switzerland.
Ihr Kurs „Konfliktmanagement exklusiv für Frauen“ – jetzt anfragen
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Unternehmen, b) einem Online-Workshop mit Ihrem Team oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig.
Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung mit einer passenden Einschätzung zu Format, Umfang und nächstem Schritt.
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