Bevor ein einziges Wort fällt, ist ein Konflikt oft schon nonverbal entschieden: eine verschränkte Körperhaltung, ein zu geringer Abstand, ein starrer Blick können eine Situation eskalieren lassen – oder eine offene Haltung, ruhige Gestik und respektierter Abstand können sie beruhigen. Dieser Kurs vermittelt Mitarbeitenden mit direktem Personenkontakt praxistaugliche Strategien, um nonverbale Eskalationssignale frühzeitig zu erkennen und die eigene Körpersprache bewusst deeskalierend einzusetzen.
Das Training stärkt die Wahrnehmung fremder und eigener Körpersignale, den bewussten Einsatz von Haltung, Abstand, Mimik und Stimme sowie die Fähigkeit, Worte und Körpersprache in Einklang zu bringen. Mitarbeitende lernen, mit ihrer nonverbalen Präsenz aktiv zur Deeskalation beizutragen.
Die Bildungsakademie am Rosental mit Sitz in Leipzig entwickelt Inhouse-Schulungen für Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen mit direktem Personenkontakt in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Körpersprache gezielt als Werkzeug der Konfliktlösung nutzen möchten. Der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, online oder in den Räumen der Akademie in Leipzig durchgeführt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Kurs „Konflikte lösen durch Körpersprache“ vermittelt praxisnahe Strategien, um nonverbale Eskalationssignale zu erkennen, die eigene Haltung, Mimik und Stimme deeskalierend einzusetzen und Widersprüche zwischen Worten und Körpersprache zu vermeiden. Er stärkt Mitarbeitende mit direktem Personenkontakt in nonverbaler Wahrnehmung und bewusster körperlicher Präsenz – strukturiert entlang der hauseigenen BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK-Methodik.
Ihr Kurs „Konflikte lösen durch Körpersprache“ – sprechen Sie uns an!
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Unternehmen, b) einem Online-Workshop mit kamerabasierten Übungen oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig. Da praktische Körpersprache-Übungen von direkter Beobachtung profitieren, empfehlen wir bei diesem Thema besonders ein Präsenzformat. Das Training kann mit Konfliktmanagement-Basiskursen, Schwierige Gespräche & Feedback, Nein sagen & Grenzen setzen oder einem Train-the-Trainer-Programm für internes Multiplizieren kombiniert werden.
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung zu Format, Dauer, Gruppengröße und möglicher Umsetzung.
Worum es in diesem Kurs geht
Kommunikation besteht nur zu einem kleinen Teil aus Worten. Haltung, Gestik, Mimik, Abstand und Stimmklang senden ständig eigene Botschaften – oft, bevor der Verstand bewusst reagiert. In angespannten Situationen entscheidet häufig die Körpersprache darüber, ob sich eine Person weiter provoziert oder ernst genommen fühlt. Der Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen bietet dazu den fachlichen Gesamtrahmen.
Der Kurs setzt deshalb direkt bei der nonverbalen Ebene an: typische körperliche Eskalationssignale bei anderen erkennen, die eigene Haltung bewusst offen statt bedrohlich gestalten, persönlichen Abstand respektieren, Stimme und Körpersprache in Einklang bringen sowie widersprüchliche Signale vermeiden, bei denen beruhigende Worte auf angespannte Körperhaltung treffen.
Die BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK-Methodik
Damit Mitarbeitende Körpersprache nicht intuitiv, sondern gezielt als Deeskalationswerkzeug einsetzen können, arbeitet die Bildungsakademie am Rosental mit der hauseigenen BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK-Methodik. Sie strukturiert den bewussten Umgang mit nonverbaler Kommunikation in Konfliktsituationen in sechs Schritten.
- Signalcheck: nonverbale Eskalationssignale bei anderen frühzeitig erkennen – angespannte Haltung, geballte Fäuste, starrer Blick.
- Haltungscheck: die eigene Körperhaltung bewusst offen und deeskalierend statt bedrohlich gestalten.
- Abstandscheck: den passenden persönlichen Abstand wahren und Rückzugsräume respektieren.
- Stimmcheck: Tonfall, Sprechtempo und Lautstärke bewusst mit der Körpersprache in Einklang bringen.
- Spiegelungscheck: Spiegeln und Synchronisieren gezielt und dosiert zur Vertrauensbildung einsetzen.
- Kongruenzcheck: sicherstellen, dass Worte und Körpersprache übereinstimmen, statt widersprüchliche Signale zu senden.
Ziele der Weiterbildung
- Nonverbale Eskalationssignale bei anderen frühzeitig erkennen.
- Die eigene Körperhaltung bewusst deeskalierend statt bedrohlich gestalten.
- Persönlichen Abstand und Rückzugsräume respektieren.
- Stimme, Tonfall und Körpersprache bewusst in Einklang bringen.
- Mimik und Blickkontakt zugewandt einsetzen, ohne zu fixieren oder zu bedrängen.
- Spiegeln als Werkzeug zur Vertrauensbildung gezielt nutzen.
- Widersprüchliche Signale zwischen Worten und Körpersprache vermeiden.
- Körperliche Positionierung auch bei mehreren Beteiligten entlang der BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK-Methodik sicher gestalten.
Seminarinhalte „Konflikte lösen durch Körpersprache“
| Themenfeld | Praxisbezug im direkten Personenkontakt |
|---|---|
| Nonverbale Eskalationssignale erkennen | Anspannung, geballte Fäuste, Rückzug oder starrer Blick bei anderen frühzeitig wahrnehmen (Signalcheck). |
| Deeskalierende eigene Körperhaltung | Offene, ruhige Haltung statt unbewusst bedrohlich wirkender Signale einnehmen (Haltungscheck). |
| Persönlichen Abstand und Raum respektieren | Angemessene Distanz wahren und Rückzugsmöglichkeiten für alle Beteiligten offenhalten (Abstandscheck). |
| Stimme im Einklang mit Körpersprache | Tonfall und Sprechtempo bewusst an eine deeskalierende Körperhaltung anpassen (Stimmcheck). |
| Mimik und Blickkontakt bewusst einsetzen | Zugewandtheit zeigen, ohne zu fixieren oder als bedrohlich wahrgenommen zu werden. |
| Spiegeln und Synchronisieren | Bewusstes, dosiertes Spiegeln zur Vertrauensbildung nutzen, ohne es aufgesetzt wirken zu lassen (Spiegelungscheck). |
| Widersprüchliche Signale vermeiden | Situationen erkennen, in denen beruhigende Worte auf angespannte Körpersprache treffen (Kongruenzcheck). |
| Körpersprache bei mehreren Beteiligten | Positionierung im Raum bei Konflikten mit mehreren Personen sicher und deeskalierend gestalten. |
Nutzen für Unternehmen und Mitarbeitende
Mitarbeitende gewinnen mehr Sicherheit im nonverbalen Umgang mit angespannten Situationen, oft bevor überhaupt gesprochen wird. Gleichzeitig verbessert das Training die Wirkung von Gesprächen insgesamt, da Worte und Körpersprache konsistent zusammenwirken statt sich zu widersprechen.
Der besondere Wert liegt in der Verbindung aus Wahrnehmung und bewusster eigener Wirkung: Wer nonverbale Signale bei anderen frühzeitig erkennt und die eigene Körpersprache gezielt einsetzt, kann viele Eskalationen bereits vor dem ersten kritischen Wort entschärfen. Die DGUV benennt einen bewussten, deeskalierenden Körperausdruck im Rahmen ihrer Präventionsarbeit ausdrücklich als wirksamen Baustein zur Gewaltprävention am Arbeitsplatz.
Praxisbelege und Case Studies zu durchgeführten Seminaren
Projektberichte zeigen, wie Deeskalations- und Kommunikationstrainings in Organisationen mit intensivem direktem Personenkontakt eingesetzt werden. Ein eigenständiger Case-Study-Beleg speziell zum Thema Körpersprache in der Konfliktlösung ist auf der Website derzeit noch nicht veröffentlicht; die folgenden Case Studies Konfliktmanagement stammen daher aus thematisch angrenzenden Konflikt- und Deeskalationsprojekten und werden ergänzt, sobald ein passender Projektbericht vorliegt.
- Case Studies Konfliktmanagement: Projektberichte zu durchgeführten Seminaren aus unterschiedlichen Einsatzfeldern.
- Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen: fachlicher Rahmen zu Methoden, Zielgruppen, Eskalationsstufen und beruflichen Anwendungssituationen.
- Eskalationsstufen im Job: Fachbeitrag zu Eskalationsdynamik, der auch die nonverbale Vorstufe einer Eskalation einordnet.
Bis ein spezifischer Projektbericht vorliegt, lassen sich Erfahrungen aus Deeskalations-, Kommunikations- und Sicherheitstrainings fachlich gut übertragen: das Erkennen körperlicher Warnsignale, der bewusste Einsatz von Haltung und Distanz sowie der Aufbau nonverbaler Handlungssicherheit.
Geeignete Formate und Gruppengrößen
Für Kurse zu Körpersprache in der Konfliktlösung sind Gruppen von etwa 10 bis 16 Teilnehmenden besonders geeignet. In dieser Größe können praktische Übungen mit direktem Feedback zu Haltung, Abstand und Mimik entlang der BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK-Methodik durchgeführt werden.
- Kompakter Praxisworkshop: für ein erstes Verständnis nonverbaler Signale und einfache Haltungsübungen.
- Ganztägiges Training mit Videoanalyse: für vertiefte Übungen mit Videofeedback zur eigenen Wirkung.
- Mehrstufiges Programm: für Teams mit besonders intensivem Personenkontakt, inklusive Auffrischungsformaten.
Die konkrete Investition richtet sich nach Format, Gruppengröße, Standortzahl, Vorbereitungsaufwand und Reisetätigkeit. Nach einer kurzen Anfrage kann die Bildungsakademie am Rosental eine passende Orientierung zu Umfang, Ablauf und nächstem Schritt geben.
Methodik des Trainings
- Arbeit mit realistischen Situationen aus dem eigenen beruflichen Personenkontakt.
- Kurze Fachimpulse zu nonverbaler Kommunikation, Proxemik und Kongruenz zwischen Wort und Körper.
- Beobachtungsübungen zum Erkennen typischer körperlicher Eskalationssignale, strukturiert entlang der BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK-Methodik.
- Praktische Haltungs-, Abstands- und Stimmübungen mit direktem Feedback aus der Gruppe.
- Videoanalyse der eigenen Körpersprache in simulierten Konfliktsituationen.
- Übungen zum bewussten, dosierten Spiegeln und Synchronisieren.
- Rollenspiele zu typischen Situationen mit mehreren Beteiligten und passender Positionierung im Raum.
- Transfer in einfache, körperliche Routinen für den beruflichen Alltag.
Für wen ist das Training geeignet?
Die Schulung richtet sich an Mitarbeitende mit direktem Personenkontakt wie Empfang, Kundenservice und Sicherheitspersonal, Pflege- und Betreuungskräfte, Lehrkräfte, Führungskräfte sowie an alle Mitarbeitenden, die ihre nonverbale Wirkung in Konfliktsituationen bewusster gestalten möchten. Ergänzend eignen sich die Kurse Nein sagen & Grenzen setzen für Mitarbeitende, die zusätzlich lernen möchten, Grenzen auch nonverbal klar zu signalisieren.
Besonders geeignet ist der Kurs für Mitarbeitende, die regelmäßig face-to-face mit angespannten oder aufgebrachten Personen zu tun haben, etwa am Empfang, im Sicherheitsdienst, in der Pflege oder im direkten Kundenkontakt. Auch die BAuA ordnet einen souveränen nonverbalen Umgang mit Konfliktsituationen als wichtigen Beitrag zu psychischer Entlastung im direkten Personenkontakt ein.
Lerninhalte und praktische Bewertung
| Lerninhalt | Bewertung für den direkten Personenkontakt |
|---|---|
| Nonverbale Signale erkennen | Sehr relevant, weil körperliche Eskalationszeichen oft vor verbalen Signalen sichtbar werden. |
| Eigene Haltung steuern | Zentral, da eine unbewusst bedrohliche Haltung Spannungen verstärken kann. |
| Abstand und Raum respektieren | Wichtig, um Bedrängung zu vermeiden und Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. |
| Stimme und Körper abstimmen | Unverzichtbar, damit beruhigende Worte nicht durch widersprüchliche Körpersprache konterkariert werden. |
| Mimik bewusst einsetzen | Besonders bedeutsam, um Zugewandtheit zu zeigen, ohne zu fixieren. |
| Spiegeln gezielt nutzen | Hilft, Vertrauen aufzubauen, ohne aufgesetzt oder unecht zu wirken. |
| Positionierung bei mehreren Personen | Stärkt Sicherheit und Übersicht in komplexeren Konfliktsituationen. |
Erfolgsmessung und Bewertung des Trainings
Der Erfolg zeigt sich in einer ruhigeren, souveräneren Ausstrahlung in angespannten Situationen, einem bewussteren Einsatz von Haltung und Abstand sowie weniger Eskalationen, die bereits nonverbal beginnen. Unternehmen können Teamfeedback, Rückmeldungen aus Videoanalyse-Übungen, Beschwerdeverläufe sowie Beobachtungen aus dem direkten Personenkontakt auswerten.
Zusätzlich lässt sich prüfen, ob Mitarbeitende nonverbale Signale bei anderen früher erkennen, ob die eigene Körpersprache bewusster und konsistenter mit dem Gesagten eingesetzt wird und ob Positionierung bei mehreren Beteiligten sicherer gestaltet wird. Dadurch wird Körpersprache nicht dem Zufall überlassen, sondern als bewusst einsetzbares Werkzeug der Konfliktlösung verstanden.
Aktuelle Teilnehmer-Stimmen
„Mir war nicht bewusst, wie oft meine verschränkten Arme am Empfang als abweisend wahrgenommen wurden.“ Empfangsmitarbeiterin eines Dienstleistungsunternehmens
„Die Übung zum richtigen Abstand hat mir gezeigt, wie schnell Nähe als Bedrohung empfunden werden kann.“ Sicherheitsmitarbeiter im Veranstaltungsbereich
„Ich setze meine Stimme jetzt viel bewusster gemeinsam mit einer ruhigen Körperhaltung ein.“ Pflegekraft in einer stationären Einrichtung
„Die Videoanalyse war unangenehm, aber extrem aufschlussreich für meine eigene Wirkung.“ Lehrer an einer weiterführenden Schule
„Besonders hilfreich war die Übung zur Positionierung, wenn mehrere Personen an einem Konflikt beteiligt sind.“ Teamleiterin im Kundenservice
Pro & Contra zum Thema
Pro
- Hoher Praxisbezug für alle Mitarbeitenden mit direktem, persönlichem Personenkontakt.
- Stärkt die Wahrnehmung nonverbaler Eskalationssignale bei anderen und bei sich selbst.
- Reduziert unbewusst eskalierende Wirkung der eigenen Körpersprache.
- Verbessert die Konsistenz zwischen gesprochenen Worten und nonverbalem Auftreten.
- Bildet eine sinnvolle praktische Ergänzung zu klassischen Deeskalations- und Gesprächstrainings.
Contra
- Wirkt am besten in Präsenz, da Übungen zu Haltung und Abstand direkte Beobachtung erfordern.
- Ersetzt kein Deeskalationstraining zu verbaler Gesprächsführung und keine Selbstverteidigung bei körperlicher Bedrohung.
- Erfordert regelmäßige Übung, damit neue körperliche Gewohnheiten im Ernstfall automatisch abrufbar sind.
15 Tipps für Konfliktlösung durch Körpersprache
- Öffnen Sie Ihre Körperhaltung bewusst, statt Arme oder Hände zu verschränken.
- Halten Sie einen respektvollen Abstand, besonders bei bereits angespannten Personen.
- Vermeiden Sie es, sich frontal und dicht vor eine aufgebrachte Person zu stellen.
- Senken Sie Ihre Stimme, statt in Lautstärke mit der Gegenseite mitzuziehen.
- Halten Sie ruhigen, zugewandten Blickkontakt, ohne zu fixieren.
- Lassen Sie Ihre Hände sichtbar und ruhig, statt sie zu verstecken oder zu verschränken.
- Nicken Sie bewusst, um Zuhören nonverbal zu signalisieren.
- Achten Sie darauf, dass Ihre Mimik nicht im Widerspruch zu Ihren beruhigenden Worten steht.
- Lassen Sie der anderen Person sichtbaren Raum zum Rückzug.
- Spiegeln Sie ruhige Signale der Gegenseite, ohne es übertrieben wirken zu lassen.
- Positionieren Sie sich bei mehreren Beteiligten so, dass Sie den Überblick behalten.
- Vermeiden Sie plötzliche, schnelle Bewegungen in angespannten Situationen.
- Atmen Sie bewusst ruhig, damit sich Ihre eigene Anspannung nicht überträgt.
- Beobachten Sie Veränderungen in der Körpersprache der anderen Person frühzeitig.
- Verstehen Sie Körpersprache als eigenständiges Kommunikationsmittel, nicht nur als Begleitung von Worten.
Weiterführende Informationen und Praxiswissen zum Thema Konfliktkompetenz
Der Kurs „Konflikte lösen durch Körpersprache“ ist Teil eines umfassenden Themenbereichs der Bildungsakademie am Rosental. Neben konkreten Kursangeboten stehen Mitarbeitenden mit direktem Personenkontakt zusätzliche Fachinformationen, Antworten auf häufige Fragen und praxisorientierte Beiträge zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Ablauf, Zielgruppen, Dauer, Gruppengröße und organisatorischen Rahmenbedingungen beantwortet der FAQ-Bereich Konflikte. Im Magazin „Praxiswissen Konflikte“ veröffentlicht die Bildungsakademie am Rosental ergänzende Fachbeiträge, Formulierungshilfen und Praxistipps für schwierige Gespräche im Berufsalltag, unter anderem zum Konfliktmanagement-Kursangebot der Akademie.
Fachliche Quellen und Orientierung
Fachliche Verantwortung
Konzipiert und fachlich verantwortet von Kay Schönewerk, Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Konfliktmanagement, Kommunikation, Deeskalation und professioneller Gesprächsführung im Berufsalltag.
Die Bildungsakademie am Rosental entwickelt praxisnahe Weiterbildungsformate für Unternehmen, Organisationen, öffentliche Einrichtungen und Dienstleister im gesamten DACH-Raum. Der Standort Leipzig bildet dabei den organisatorischen Ausgangspunkt für Inhouse-Schulungen vor Ort, Online-Workshops und Trainings direkt an der Akademie.
FAQ
Warum spielt Körpersprache bei der Konfliktlösung eine so große Rolle?
Körpersprache spielt bei der Konfliktlösung eine große Rolle, weil nonverbale Signale oft schneller wahrgenommen werden als gesprochene Worte und maßgeblich beeinflussen, ob sich eine Situation beruhigt oder weiter zuspitzt.
Ein professioneller Kurs hilft Mitarbeitenden, körperliche Eskalationssignale bei anderen früh zu erkennen und die eigene Haltung, Mimik und Stimme bewusst deeskalierend einzusetzen. Besonders bei angespannten Erstkontakten entscheidet die nonverbale Wirkung häufig, bevor überhaupt inhaltlich gesprochen wird.
Wie lange dauert ein Kurs zu Körpersprache in der Konfliktlösung?
Der Kurs kann als kompakter Praxisworkshop, ganztägiges Training mit Videoanalyse oder mehrstufiges Programm mit Auffrischung durchgeführt werden.
Die passende Dauer hängt von der Intensität des direkten Personenkontakts, der Gruppengröße und der gewünschten Praxistiefe ab. Für ein erstes Verständnis kann ein kompaktes Format sinnvoll sein. Bei besonders konfliktnahen Rollen empfiehlt sich ein ganztägiges Training mit Videofeedback oder ein mehrstufiges Programm.
Für welche Rollen im Unternehmen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar eignet sich für Mitarbeitende mit direktem Personenkontakt wie Empfang, Kundenservice und Sicherheitspersonal, Pflege- und Betreuungskräfte, Lehrkräfte, Führungskräfte sowie grundsätzlich alle Mitarbeitenden.
Besonders hilfreich ist es für Mitarbeitende, die regelmäßig face-to-face mit angespannten oder aufgebrachten Personen zu tun haben. Auch Führungskräfte profitieren, weil ihre eigene Körpersprache maßgeblich die Atmosphäre in schwierigen Gesprächen prägt.
Kann das Training direkt im Unternehmen oder online stattfinden?
Ja, der Kurs kann direkt in Ihrem Unternehmen, mit kamerabasierten Übungen online oder an einem zentralen Schulungsort durchgeführt werden – für die praktischen Übungen empfiehlt sich jedoch ein Präsenzformat.
Eine Durchführung vor Ort ist besonders praxisnah, weil Haltung, Abstand und Positionierung direkt beobachtet und korrigiert werden können. Online-Formate eignen sich vor allem für die theoretischen Grundlagen sowie für kamerabasierte Übungen zu Mimik und Stimme.
Welche Situationen werden im Kurs geübt?
Geübt werden typische Situationen wie angespannte Erstkontakte, aufgebrachte Gesprächspartner, Konflikte mit mehreren Beteiligten und Momente, in denen Worte und Körpersprache auseinanderdriften.
Die Szenarien werden an das jeweilige Unternehmen angepasst. Häufig geht es um den Umgang mit zu geringem Abstand, verschränkter Körperhaltung, unruhiger Gestik sowie Situationen, in denen mehrere Personen gleichzeitig beteiligt sind und eine klare Positionierung im Raum wichtig wird.
Ersetzt der Kurs ein Deeskalationstraining oder eine Selbstverteidigung?
Nein, der Kurs ersetzt kein umfassendes Deeskalationstraining zur verbalen Gesprächsführung und keine Selbstverteidigung bei körperlicher Bedrohung, sondern ergänzt beides um die nonverbale Dimension.
Ein Training kann die Wahrnehmung und den bewussten Einsatz von Körpersprache verbessern. Bei akuter körperlicher Bedrohung oder Gewalt sind weiterhin Sicherheitskonzepte, Deeskalationstraining zur Gesprächsführung und gegebenenfalls Selbstschutzmaßnahmen notwendig. Deshalb wirkt der Kurs besonders nachhaltig als Ergänzung, nicht als Ersatz für umfassende Sicherheits- und Deeskalationskonzepte.
Terminologie-Übersicht
Nonverbale Kommunikation: Kommunikation über Körperhaltung, Mimik, Gestik, Blickkontakt und Stimme statt über Worte.
BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK: Sechsstufige BARO-Methodik (Signalcheck, Haltungscheck, Abstandscheck, Stimmcheck, Spiegelungscheck, Kongruenzcheck) für den bewussten Einsatz von Körpersprache in Konfliktsituationen.
Proxemik: Die Lehre vom Umgang mit räumlicher Distanz und persönlichem Raum in der Kommunikation.
Kongruenz: Die Übereinstimmung zwischen gesprochenen Worten und nonverbalen Signalen.
Spiegeln: Bewusstes, dosiertes Angleichen der eigenen Körpersprache an die des Gegenübers zur Vertrauensbildung.
Eskalationssignal: Körperliches Anzeichen für steigende Anspannung, etwa geballte Fäuste oder ein starrer Blick.
Deeskalierende Körperhaltung: Offene, ruhige Haltung, die beruhigend statt bedrohlich wirkt.
English Summary
This course by Bildungsakademie am Rosental (Leipzig) teaches employees with direct person-to-person contact how to read early nonverbal warning signs and use their own body language deliberately to de-escalate tension. Participants learn to adopt an open, calming posture, respect personal space, align tone of voice with body language, use eye contact and mirroring appropriately, and avoid sending mixed signals between words and gestures. The programme follows the proprietary six-step BARO-KÖRPERSPRACHE-CHECK framework and works best delivered in person, though it can also be combined with camera-based online exercises, at the client’s site or at the academy’s Leipzig location, across Germany, Austria, and Switzerland.
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