Auszubildende kommen oft direkt aus der Schule in eine Arbeitswelt mit eigenen ungeschriebenen Regeln, hierarchischen Strukturen und einem ganz anderen Umgangston. Missverständnisse zwischen Azubi und Ausbilder, Spannungen im Kollegenteam oder widersprüchliche Anforderungen zwischen Betrieb und Berufsschule sind dabei keine Ausnahme, sondern Teil des normalen Ausbildungsalltags. Dieser Kurs vermittelt Ausbilderinnen, Ausbildern und Ausbildungsteams praxistaugliche Strategien, um diese Konflikte altersgerecht, konstruktiv und ohne unnötige Härte zu klären.
Das Training stärkt das Verständnis für die Perspektive junger Menschen im Berufseinstieg, eine altersgerechte, lösungsorientierte Gesprächsführung und den Aufbau verbindlicher, nachvollziehbarer Vereinbarungen. Ausbildende lernen, Konflikte frühzeitig zu erkennen, statt sie bis zum Ausbildungsabbruch anwachsen zu lassen.
Die Bildungsakademie am Rosental mit Sitz in Leipzig entwickelt Inhouse-Schulungen für Unternehmen, Betriebe und Ausbildungsstätten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Konflikte in der Ausbildung frühzeitig erkennen und konstruktiv klären möchten, statt sie bis zum Abbruch eskalieren zu lassen. Der Kurs kann direkt in Ihrem Betrieb, online oder in den Räumen der Akademie in Leipzig durchgeführt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Kurs „Konfliktmanagement in der Ausbildung“ vermittelt praxisnahe Strategien für Spannungen zwischen Azubi und Ausbilder, im Kollegenteam und zwischen Betrieb und Berufsschule. Er stärkt Ausbildende in altersgerechter Gesprächsführung, frühzeitigem Erkennen von Konflikten und dem Aufbau verbindlicher Vereinbarungen – entlang des hauseigenen BARO-Ausbildungskompasses.
Ihr Kurs „Konfliktmanagement in der Ausbildung“ – sprechen Sie uns an!
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Betrieb, b) einem Online-Workshop für mehrere Ausbildungsstandorte oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig. Das Training kann mit Konfliktmanagement-Basiskursen, Schwierige Gespräche & Feedback, Anti-Mobbing & respektvoller Zusammenarbeit oder einem gemeinsamen Format mit den Auszubildenden selbst kombiniert werden.
Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung zu Format, Dauer, Gruppengröße und möglicher Umsetzung.
Worum es in diesem Kurs geht
Der Einstieg in eine Ausbildung bedeutet für junge Menschen oft den ersten intensiven Kontakt mit hierarchischen Strukturen, ungeschriebenen Regeln und direktem Feedback im Berufsleben. Gleichzeitig stehen Ausbildende unter dem Druck, fachlich anzuleiten, pädagogisch zu begleiten und gleichzeitig den Betriebsalltag am Laufen zu halten. Aus dieser Doppelbelastung entstehen typische Reibungspunkte. Der Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen bietet dazu den fachlichen Gesamtrahmen.
Der Kurs setzt deshalb direkt bei den typischen Situationen der Ausbildung an: Missverständnisse zwischen Azubi und Ausbilder über Erwartungen und Umgangston, Unsicherheit im Umgang mit Fehlern, Spannungen im Kollegenteam beim Anlernen, widersprüchliche Anforderungen zwischen Betrieb und Berufsschule sowie die Frage, wie aus einem einmaligen Klärungsgespräch eine verlässliche, tragfähige Vereinbarung wird.
Der BARO-Ausbildungskompass
Damit Ausbildende Konflikte in der Ausbildung nicht dem Zufall überlassen, arbeitet die Bildungsakademie am Rosental mit dem hauseigenen BARO-Ausbildungskompass. Anders als viele klassische Konfliktmodelle setzt er bewusst nicht bei der Eskalation an, sondern begleitet den gesamten Prozess von der ersten Wahrnehmung bis zur dauerhaften Begleitung im Ausbildungsalltag – in fünf Phasen.
- Erkennen: Spannungen zwischen Azubi und Ausbilder oder im Team frühzeitig wahrnehmen, bevor sie sich verfestigen.
- Verstehen: die Perspektive der Auszubildenden ebenso wie die der Ausbildenden nachvollziehen.
- Ansprechen: das Thema altersgerecht, klar und lösungsorientiert benennen.
- Vereinbaren: gemeinsame, verbindliche Absprachen treffen, die für beide Seiten nachvollziehbar sind.
- Begleiten: die getroffene Vereinbarung im Ausbildungsalltag aktiv nachhalten und stärken.
Ziele der Weiterbildung
- Frühwarnsignale für Spannungen zwischen Azubis und Ausbildenden erkennen.
- Die Perspektive junger Menschen im Berufseinstieg besser nachvollziehen.
- Konflikte altersgerecht, klar und lösungsorientiert ansprechen.
- Mit Fehlern und der Lernkurve von Auszubildenden offen und konstruktiv umgehen.
- Konflikte im Kollegenteam rund um das Anlernen von Azubis professionell klären.
- Widersprüchliche Anforderungen zwischen Betrieb und Berufsschule einordnen.
- Verbindliche, nachvollziehbare Vereinbarungen mit Auszubildenden treffen.
- Vereinbarungen entlang des BARO-Ausbildungskompasses im Alltag begleiten statt einmalig zu klären.
Seminarinhalte „Konfliktmanagement in der Ausbildung“
| Themenfeld | Praxisbezug im Ausbildungsalltag |
|---|---|
| Konfliktdynamik zwischen Azubi und Ausbilder | Unterschiedliche Erwartungen an Hierarchie, Feedback und Umgangston frühzeitig erkennen (Erkennen). |
| Generationsunterschiede in der Ausbildung | Unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten zwischen erfahrenen Ausbildenden und jungen Menschen verstehen (Verstehen). |
| Umgang mit Fehlern und Lernkurve | Angst vor Fehlern offen ansprechen und ein konstruktives Lernklima stärken. |
| Konflikte im Kollegenteam | Spannungen klären, wenn Kolleginnen und Kollegen ungern anlernen oder Azubis unterschätzt werden. |
| Spannungen zwischen Betrieb und Berufsschule | Widersprüchliche Anforderungen und Freistellungsfragen sachlich einordnen. |
| Das Ausbildungsgespräch altersgerecht führen | Sprache, Tempo und Tonfall bewusst an junge Menschen anpassen (Ansprechen). |
| Verbindliche Absprachen treffen | Klare, nachvollziehbare Vereinbarungen zwischen Azubi und Ausbilder entwickeln (Vereinbaren). |
| Vereinbarungen im Alltag begleiten | Regelmäßige Rückmeldung statt eines einmaligen Klärungsgesprächs etablieren (Begleiten). |
Nutzen für Betriebe und Ausbildende
Ausbildende gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Konflikten, die typisch für den Berufseinstieg junger Menschen sind. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass ungeklärte Spannungen zu vorzeitigen Ausbildungsabbrüchen führen, die für Betriebe hohe Folgekosten verursachen.
Der besondere Wert liegt in der Verbindung aus pädagogischem Verständnis und klarer Gesprächsführung: Auszubildende brauchen Orientierung und Geduld beim Berufseinstieg, Ausbildende brauchen gleichzeitig klare, verbindliche Strukturen. Die BAuA weist im Rahmen ihrer Forschung zu psychischer Belastung darauf hin, dass ein unterstützendes, klar kommunizierendes Ausbildungsumfeld ein wichtiger Schutzfaktor für junge Beschäftigte ist.
Praxisbelege und Case Studies zu durchgeführten Seminaren
Projektberichte zeigen, wie Konflikt- und Kommunikationstrainings in Organisationen mit intensiver Ausbildungstätigkeit und hohem Betreuungsaufwand eingesetzt werden. Ein eigenständiger Case-Study-Beleg speziell zur Ausbildung ist auf der Website derzeit noch nicht veröffentlicht; die folgenden Case Studies Konfliktmanagement stammen daher aus thematisch angrenzenden Konflikt- und Teamentwicklungsprojekten und werden ergänzt, sobald ein passender Projektbericht vorliegt.
- Case Studies Konfliktmanagement: Projektberichte zu durchgeführten Seminaren aus unterschiedlichen Einsatzfeldern.
- Themen-Hub Konflikte im Job professionell lösen: fachlicher Rahmen zu Methoden, Zielgruppen, Eskalationsstufen und beruflichen Anwendungssituationen.
- Eskalationsstufen im Job: Fachbeitrag zu Eskalationsdynamik, der auch für Konflikte im Berufseinstieg relevant ist.
Bis ein spezifischer Projektbericht vorliegt, lassen sich Erfahrungen aus Konfliktmanagement-, Feedback- und Teamentwicklungstrainings fachlich gut übertragen: unterschiedliche Erwartungen zwischen erfahrenen und neuen Mitarbeitenden, der Umgang mit Fehlern und der Aufbau verbindlicher Vereinbarungen.
Geeignete Formate und Gruppengrößen
Für Kurse zu Konfliktmanagement in der Ausbildung sind Gruppen von etwa 8 bis 14 Teilnehmenden besonders geeignet. In dieser Größe können typische Ausbildungssituationen offen besprochen und konkrete Formulierungen entlang des BARO-Ausbildungskompasses entwickelt werden.
- Kompakter Workshop für Ausbildende: für ein erstes Verständnis typischer Konfliktsituationen und einfache Gesprächseinstiege.
- Ganztägiges Training: für Rollenspiele, Fallarbeit und die Entwicklung konkreter Vereinbarungsroutinen.
- Mehrstufiges Programm mit Beteiligung der Auszubildenden: für gemeinsame Formate, die beide Seiten der Ausbildungsbeziehung einbeziehen.
Die konkrete Investition richtet sich nach Format, Gruppengröße, Standortzahl, Vorbereitungsaufwand und Reisetätigkeit. Nach einer kurzen Anfrage kann die Bildungsakademie am Rosental eine passende Orientierung zu Umfang, Ablauf und nächstem Schritt geben.
Methodik des Trainings
- Arbeit mit realistischen Situationen aus dem eigenen Ausbildungsalltag.
- Kurze Fachimpulse zu Generationsunterschieden, Lernpsychologie und altersgerechter Kommunikation.
- Simulationen typischer Konflikte zwischen Azubi und Ausbilder, entlang des BARO-Ausbildungskompasses durchlaufen.
- Formulierungstraining für altersgerechte, klare Gesprächseinstiege.
- Übungen zum konstruktiven Umgang mit Fehlern und Unsicherheit bei Auszubildenden.
- Rollenklärung zwischen Ausbildenden, Kollegenteam und Ausbildungsleitung.
- Entwicklung verbindlicher, nachvollziehbarer Vereinbarungen mit Auszubildenden.
- Transfer in regelmäßige Rückmeldeformate statt einmaliger Klärungsgespräche.
Für wen ist das Training geeignet?
Die Schulung richtet sich an Ausbilderinnen und Ausbilder, Ausbildungsleitungen, Teams, die Auszubildende anlernen, sowie HR und Personalentwicklung. Ergänzend eignen sich gemeinsame Formate mit Auszubildenden selbst sowie die Kurse Schwierige Gespräche & Feedback für Ausbildende, die zusätzlich ihre Feedbackkultur stärken möchten.
Besonders geeignet ist der Kurs für Betriebe mit intensiver Ausbildungstätigkeit, spürbaren Spannungen zwischen Azubis und Kollegenteam, wiederkehrenden Konflikten zwischen Betrieb und Berufsschule oder einer auffällig hohen Zahl vorzeitiger Ausbildungsabbrüche. Auch die DGUV weist im Rahmen ihrer Präventionsarbeit darauf hin, dass ein wertschätzendes, konfliktkompetentes Ausbildungsumfeld besonders für junge Beschäftigte von großer Bedeutung ist.
Lerninhalte und praktische Bewertung
| Lerninhalt | Bewertung für den Ausbildungsalltag |
|---|---|
| Spannungen früh erkennen | Sehr relevant, weil unbearbeitete Konflikte im Berufseinstieg schnell zu Frustration oder Abbruch führen. |
| Perspektive junger Menschen verstehen | Zentral, um Verhalten nicht vorschnell als Desinteresse oder Respektlosigkeit zu deuten. |
| Altersgerecht ansprechen | Wichtig, damit Gespräche als klärend statt als Zurechtweisung wahrgenommen werden. |
| Mit Fehlern konstruktiv umgehen | Unverzichtbar, um eine offene Lernkultur statt Angst vor Fehlern zu fördern. |
| Team einbinden | Besonders bedeutsam, wenn Kolleginnen und Kollegen das Anlernen als zusätzliche Belastung empfinden. |
| Verbindliche Vereinbarungen treffen | Hilft, aus einem Gespräch eine tatsächlich tragfähige Lösung statt einer vagen Absicht zu machen. |
| Vereinbarungen begleiten | Stärkt langfristig Vertrauen und Verbindlichkeit in der Ausbildungsbeziehung. |
Erfolgsmessung und Bewertung des Trainings
Der Erfolg zeigt sich in weniger vorzeitigen Ausbildungsabbrüchen, einer offeneren Gesprächskultur zwischen Azubi und Ausbilder und einer schnelleren Klärung von Spannungen im Kollegenteam. Betriebe können Abbruchquoten, Fehlzeiten von Auszubildenden, Rückmeldungen aus Ausbildungsgesprächen sowie Feedback der Berufsschule auswerten.
Zusätzlich lässt sich prüfen, ob Ausbildende Konflikte entlang des BARO-Ausbildungskompasses früher erkennen, ob Vereinbarungen mit Auszubildenden regelmäßiger nachgehalten werden und ob das Kollegenteam das Anlernen als weniger belastend erlebt. Dadurch wird Konfliktmanagement in der Ausbildung nicht als Zusatzaufgabe verstanden, sondern als fester Bestandteil einer guten Ausbildungsqualität.
Aktuelle Teilnehmer-Stimmen
„Ich verstehe jetzt besser, warum meine Auszubildenden manche Anweisungen anders aufnehmen, als ich es meine.“ Ausbilder in einem Handwerksbetrieb
„Die Übung zum Umgang mit Fehlern hat unsere Lernkultur im Team spürbar verändert.“ Ausbildungsleiterin eines Industrieunternehmens
„Als Kollegin, die Azubis mit anlernt, fühle ich mich jetzt sicherer im Umgang mit schwierigen Situationen.“ Teammitglied in der Ausbildungsbetreuung
„Wir haben klare Vereinbarungen entwickelt, die wir jetzt regelmäßig nachhalten, statt sie zu vergessen.“ HR-Referentin eines mittelständischen Unternehmens
„Als ehemalige Auszubildende und heutige Ausbilderin hätte ich mir dieses Training früher gewünscht.“ Ausbilderin in einem Dienstleistungsunternehmen
Pro & Contra zum Thema
Pro
- Hoher Praxisbezug für Ausbildende, Ausbildungsleitung und Kollegenteams.
- Stärkt altersgerechte, verständliche Kommunikation im Berufseinstieg.
- Reduziert das Risiko vorzeitiger Ausbildungsabbrüche durch ungeklärte Konflikte.
- Verbessert die Lernkultur und den Umgang mit Fehlern im Ausbildungsalltag.
- Stärkt die Zusammenarbeit zwischen Ausbildenden, Kollegenteam und Berufsschule.
Contra
- Erfordert echte Bereitschaft, die eigene Kommunikationsweise an junge Menschen anzupassen.
- Ersetzt keine pädagogische Zusatzqualifikation und keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbilder-Eignung.
- Wirkt nachhaltiger, wenn Ausbildende, Kollegenteam und Ausbildungsleitung gemeinsam eingebunden sind.
15 Tipps für Konfliktmanagement in der Ausbildung
- Erklären Sie Erwartungen an Umgangston und Abläufe explizit, statt sie vorauszusetzen.
- Nehmen Sie Rückfragen von Auszubildenden nicht als Kritik an Ihrer Anleitung.
- Sprechen Sie Fehler sachlich an, ohne sie zur persönlichen Bewertung zu machen.
- Nutzen Sie klare, konkrete Sprache statt Fachjargon oder Andeutungen.
- Hören Sie zu, bevor Sie eine Situation vorschnell einordnen.
- Beziehen Sie das Kollegenteam aktiv in die Ausbildungsverantwortung ein.
- Klären Sie widersprüchliche Anforderungen zwischen Betrieb und Berufsschule direkt.
- Treffen Sie Vereinbarungen konkret und schriftlich, nicht nur mündlich.
- Vereinbaren Sie feste Termine, um Absprachen regelmäßig nachzuhalten.
- Loben Sie Fortschritte sichtbar, nicht nur Fehler ansprechen.
- Nehmen Sie Signale von Überforderung frühzeitig ernst.
- Vermeiden Sie es, Konflikte vor anderen Auszubildenden auszutragen.
- Holen Sie die Ausbildungsleitung frühzeitig hinzu, wenn ein Konflikt sich verfestigt.
- Reflektieren Sie regelmäßig Ihre eigene Rolle als Ausbilderin oder Ausbilder.
- Verstehen Sie Konflikte in der Ausbildung als Lernchance für beide Seiten.
Weiterführende Informationen und Praxiswissen zum Thema Konfliktkompetenz
Der Kurs „Konfliktmanagement in der Ausbildung“ ist Teil eines umfassenden Themenbereichs der Bildungsakademie am Rosental. Neben konkreten Kursangeboten stehen Ausbildenden, Ausbildungsleitungen und Kollegenteams zusätzliche Fachinformationen, Antworten auf häufige Fragen und praxisorientierte Beiträge zur Verfügung.
Häufige Fragen zu Ablauf, Zielgruppen, Dauer, Gruppengröße und organisatorischen Rahmenbedingungen beantwortet der FAQ-Bereich Konflikte. Im Magazin „Praxiswissen Konflikte“ veröffentlicht die Bildungsakademie am Rosental ergänzende Fachbeiträge, Formulierungshilfen und Praxistipps für schwierige Gespräche im Berufsalltag, unter anderem zum Konfliktmanagement-Kursangebot der Akademie.
Fachliche Quellen und Orientierung
Fachliche Verantwortung
Konzipiert und fachlich verantwortet von Kay Schönewerk, Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Konfliktmanagement, Kommunikation, Deeskalation und professioneller Gesprächsführung im Berufsalltag.
Die Bildungsakademie am Rosental entwickelt praxisnahe Weiterbildungsformate für Unternehmen, Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Ausbildungsstätten im gesamten DACH-Raum. Der Standort Leipzig bildet dabei den organisatorischen Ausgangspunkt für Inhouse-Schulungen vor Ort, Online-Workshops und Trainings direkt an der Akademie.
FAQ
Warum entstehen in der Ausbildung besonders häufig Konflikte?
In der Ausbildung entstehen besonders häufig Konflikte, weil junge Menschen erstmals mit betrieblichen Hierarchien, ungeschriebenen Regeln und direktem Feedback konfrontiert werden, während Ausbildende gleichzeitig fachlich anleiten und den Betriebsalltag bewältigen müssen.
Ein professioneller Kurs hilft Ausbildenden, diese Doppelrolle zu meistern und typische Spannungen frühzeitig zu erkennen. Besonders beim Umgang mit Fehlern, unterschiedlichen Erwartungen und der Zusammenarbeit mit dem Kollegenteam entstehen sonst schnell Missverständnisse.
Wie lange dauert ein Kurs zu Konfliktmanagement in der Ausbildung?
Der Kurs kann als kompakter Workshop für Ausbildende, ganztägiges Training oder mehrstufiges Programm mit Beteiligung der Auszubildenden durchgeführt werden.
Die passende Dauer hängt von der Anzahl der Ausbildenden, der Konfliktdichte im Betrieb und der gewünschten Praxistiefe ab. Für ein erstes Verständnis kann ein kompaktes Format sinnvoll sein. Bei spürbaren Spannungen oder häufigen Abbrüchen empfiehlt sich ein ganztägiges oder mehrstufiges Training.
Für welche Rollen im Betrieb ist das Seminar geeignet?
Das Seminar eignet sich für Ausbilderinnen und Ausbilder, Ausbildungsleitungen, Teams, die Auszubildende anlernen, sowie HR und Personalentwicklung.
Besonders hilfreich ist es für Ausbildende, die regelmäßig mit jungen Menschen im Berufseinstieg arbeiten. Auch Kollegenteams profitieren, weil sie besser verstehen, wie sie Auszubildende unterstützen können, ohne sich selbst überlastet zu fühlen.
Kann das Training direkt im Betrieb stattfinden?
Ja, der Kurs kann direkt in Ihrem Betrieb, online oder an einem zentralen Schulungsort durchgeführt werden.
Eine Durchführung vor Ort ist besonders praxisnah, weil reale Ausbildungssituationen, bestehende Betreuungsstrukturen und typische Konfliktmuster direkt in die Fallarbeit einbezogen werden können. So entstehen Formulierungen und Vereinbarungen, die zum realen Ausbildungsalltag passen.
Welche Situationen werden im Kurs geübt?
Geübt werden typische Situationen wie Missverständnisse über Erwartungen, Unsicherheit im Umgang mit Fehlern, Spannungen im Kollegenteam und widersprüchliche Anforderungen zwischen Betrieb und Berufsschule.
Die Szenarien werden an den jeweiligen Betrieb angepasst. Häufig geht es um zurückhaltende oder verunsicherte Auszubildende, Kolleginnen und Kollegen, die das Anlernen als zusätzliche Last empfinden, sowie Situationen, in denen Vereinbarungen getroffen, aber nicht nachgehalten werden.
Ersetzt der Kurs eine pädagogische Zusatzqualifikation oder die Ausbilder-Eignung?
Nein, der Kurs ersetzt keine pädagogische Zusatzqualifikation und keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbilder-Eignung, sondern ergänzt Kommunikation, Konfliktkompetenz und den Aufbau verbindlicher Vereinbarungen.
Ein Training kann Gesprächsführung, Verständnis für junge Menschen und den Umgang mit typischen Ausbildungssituationen stärken. Formale Anforderungen an die Ausbildereignung bleiben davon unberührt und müssen weiterhin über die entsprechenden gesetzlichen Nachweise erfüllt werden. Deshalb wirkt der Kurs besonders nachhaltig als praktische Ergänzung zur fachlichen und pädagogischen Grundqualifikation.
Terminologie-Übersicht
Ausbildungskonflikt: Spannung zwischen Auszubildenden, Ausbildenden oder dem Kollegenteam im Rahmen der betrieblichen Ausbildung.
BARO-Ausbildungskompass: Fünfphasiges BARO-Modell (Erkennen, Verstehen, Ansprechen, Vereinbaren, Begleiten) für den Umgang mit Konflikten in der Ausbildung.
Altersgerechte Kommunikation: Sprache und Gesprächsführung, die bewusst an den Erfahrungsstand junger Menschen angepasst ist.
Lernkultur: Gemeinsame Haltung im Team, mit Fehlern konstruktiv statt bestrafend umzugehen.
Verbindliche Vereinbarung: Konkrete, nachvollziehbare Absprache zwischen Azubi und Ausbilder.
Ausbildungsabbruch: Vorzeitige Beendigung einer Ausbildung, häufig infolge ungeklärter Konflikte.
Begleitung: Regelmäßiges Nachhalten getroffener Vereinbarungen im Ausbildungsalltag.
English Summary
This course by Bildungsakademie am Rosental (Leipzig) helps trainers, training managers, and teams involved in apprenticeships handle the conflicts typical of a young person’s entry into working life: mismatched expectations around hierarchy and tone, fear of making mistakes, friction with colleagues who informally help train apprentices, and conflicting demands between the company and vocational school. Participants learn to notice tension early, understand the apprentice’s perspective, raise issues in an age-appropriate way, reach binding agreements, and follow up on them consistently in daily practice. The programme follows the proprietary five-phase BARO-Ausbildungskompass and can be delivered on-site, online, or at the academy’s Leipzig location, across Germany, Austria, and Switzerland.
Ihr Kurs „Konfliktmanagement in der Ausbildung“ – jetzt anfragen
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrem Betrieb, b) einem Online-Workshop mit Ihrem Team oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig.
Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung mit einer passenden Einschätzung zu Format, Umfang und nächstem Schritt.
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