Neue KI-Werkzeuge sind oft schneller beschafft als neue Kompetenzen aufgebaut. Doch wo Mitarbeitende Ergebnisse ungeprüft übernehmen, Abläufe unklar bleiben oder Teams keine Zeit zum Lernen haben, kann die erhoffte Effizienz ins Gegenteil umschlagen. Über diese Lücke zwischen Investition und praktischer Befähigung sprechen wir im Rosental Gespräch mit Fatima Özer, CMO der REDOX Projektgesellschaft UG.
Ein Interview von Kay Schönewerk, Geschäftsführer der Bildungsakademie am Rosental
mit Fatima Özer, CMO der REDOX Projektgesellschaft UG
Zur Person

- Name: Fatima Özer
- Funktion: Chief Marketing Officer (CMO)
- Unternehmen: REDOX Projektgesellschaft UG
- Kontakt: kontakt //at/ redox-projekte.de
Ausgangspunkt des Gesprächs ist ihre Rolle an der Schnittstelle von Marketing, KI-Anwendungen und unternehmerischer Umsetzung. Weitere Angaben zur Vita und zu individuellen Arbeitsschwerpunkten werden vor Veröffentlichung mit ihr abgestimmt.
Kernaussagen des Interviews im Überblick
- Toolkauf ist noch keine Transformation. Produktiv wird KI erst, wenn Aufgaben, Daten, Verantwortlichkeiten und Können zusammenpassen.
- Fehlende Kompetenz verursacht Folgekosten. Nacharbeiten, ungeprüfte Inhalte und falsch verstandene Auswertungen können Zeitgewinne aufzehren.
- Wirtschaft braucht ehrliche Messung. Neben Lizenzen zählen Einführungsaufwand, Qualitätskontrolle, Fehlerkorrektur, Schulung.
- Weiterbildung muss zur Rolle passen. Marketing, Kundenservice, Führung und Controlling brauchen unterschiedliche Prüfregeln.
Das vollständige Gespräch lesen Sie hier
Das vollständige, von Fatima Özer autorisierte Interview erscheint zuerst auf:
http://www.redox-projekte.de/allgemein/fatima-oezer-millionen-fuer-ki-aber-kein-geld-fuer-weiterbildung/
Das Gespräch wird außerdem hier als gestaltetes PDF bereitgestellt
Unsere Einordnung: Wer KI einführt, muss die Menschen befähigen
Aus Sicht der Bildungsakademie am Rosental liegt eine zentrale Schwachstelle vieler KI-Vorhaben nicht allein in der Auswahl der Technologie. Entscheidend ist, ob Beschäftigte die Systeme im eigenen Arbeitskontext verstehen, sichere Eingaben formulieren, Ergebnisse fachlich prüfen und Grenzen erkennen. Das betrifft Marketing ebenso wie Verwaltung, Kundenservice, Personalwesen und Führung.
Auch die wirtschaftliche Bewertung gehört dazu: Eine durch KI schneller erstellte Vorlage ist kein Produktivitätsgewinn, wenn anschließend lange geprüft und nachgearbeitet werden muss. Unternehmen sollten deshalb zunächst geeignete Anwendungsfälle und Prüfschritte definieren, Ausgangswerte dokumentieren und den Lerntransfer begleiten. So wird aus einer Lizenz schrittweise ein verlässlicher Prozess.
Die BARO greift diese Fragen in ihren Inhouse-Schulungen zu AI Literacy auf: Mitarbeitende und Führungskräfte lernen, KI-Anwendungen einzuordnen, Daten- und Qualitätsrisiken zu erkennen und die Ausgabe kritisch zu prüfen. Weitere Angebote zu KI-Strategie, Führung, Anwendungen und Wirtschaftlichkeit finden sich in der Übersicht der KI-Inhouse-Kurse.
Was ein Praxisbeispiel von REDOX dazu beiträgt
Eine veröffentlichte Fallstudie über REDOX beschreibt die organisatorische Einführung von KI in Marketing, Vertrieb, Kundenservice und Projektprozessen. Die Darstellung benennt unter anderem Medienbrüche, Datenqualität und die Notwendigkeit gemeinsamer Standards. Als unternehmensnahe Darstellung ist sie ein Praxisbezug, jedoch kein unabhängiger Wirksamkeitsnachweis. Genau diese Unterscheidung zwischen dokumentierter Maßnahme und belastbarer Bewertung ist beim Thema KI wichtig.
KI-Kompetenz ist keine reine Zertifikatsfrage
Die Europäische Kommission erläutert den Kompetenzgedanken nach Artikel 4 der KI-Verordnung. Gefordert sind angemessene Maßnahmen zum Aufbau von KI-Kompetenz im jeweiligen Nutzungskontext; ein bestimmtes Zertifikat wird nicht allgemein vorgeschrieben. Für Unternehmen spricht das für dokumentierbare, arbeitsplatznahe Qualifizierung statt für eine bloß formale Teilnahmebestätigung.
Über das Interview und die Rosental Gespräche
Über den Interviewer: Kay Schönewerk ist Gründer und Geschäftsführer der Bildungsakademie am Rosental GmbH. Er beschäftigt sich mit Inhouse-Weiterbildung, Kommunikation, Führung und KI-Kompetenz.
Über die Reihe: In den „Rosental Gesprächen“ kommen Fachleute mit praxisnahen Positionen zu Wort. Die BARO veröffentlicht eine eigene Einordnung und verweist auf das Original des Gesprächspartners.
Transparenz: REDOX und die Bildungsakademie am Rosental sind über den Geschäftsführer Kay Schönewerk verbunden. Das Gespräch ist ein redaktionell abgestimmter Fachbeitrag, keine unabhängige Bewertung der BARO-Leistungen durch eine externe Dritte.
Redaktionshinweis: Dieser Entwurf wird erst nach Freigabe durch Fatima Özer und nach Veröffentlichung des Originalinterviews online gestellt. Die oben beschriebenen Kernaussagen sind bis dahin geplante Gesprächsinhalte und keine autorisierten Zitate.
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