Diese Case Study zeigt, wie ein kirchlicher Träger in Fulda nach einem KI-Workshop Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit effizienter strukturierte, ohne Seelsorge, Datenschutz und vertrauliche Schutzräume zu gefährden.
Kirchliche Träger arbeiten mit vielen wiederkehrenden Text- und Abstimmungsaufgaben: Einladungen, Protokolle, Tagesordnungen, Website-Texte, Gemeindebrief-Inhalte, Presseentwürfe, Social-Media-Beiträge, Spendenkommunikation, Veranstaltungsinformationen, interne Rundmails und Rückfragen aus Gremien, Einrichtungen oder Ehrenamt. Gleichzeitig berühren sie besonders sensible Bereiche: Seelsorge, Beratung, personenbezogene Daten, Schutzkonzepte, Beschwerden, Kinder- und Jugendangebote, Spenderinformationen und vertrauliche Gremienarbeit.
Dieses Fallbeispiel beschreibt ein Inhouse-Projekt der Bildungsakademie am Rosental mit einem kirchlichen Träger in Fulda. Ziel war nicht, persönliche Kommunikation, Beratung oder seelsorgliche Verantwortung durch KI zu ersetzen. Ziel war ein klar begrenzter, sicherer Einsatz: KI sollte bei allgemeinen Verwaltungs- und Öffentlichkeitsaufgaben unterstützen, während sensible Vertrauensräume vollständig ausgeschlossen bleiben.
Der Projektbericht ergänzt den Themenbereich KI Inhouse Schulungen für Unternehmen und Organisationen. Er zeigt exemplarisch, wie kirchliche Organisationen KI verantwortungsvoll als Entwurfs-, Strukturierungs- und Wissenswerkzeug nutzen können.
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Kontext: Kirchliche Verwaltung braucht Entlastung, aber klare Schutzgrenzen
Der kirchliche Träger in Fulda koordiniert Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Ehrenamt, Gremienkommunikation und soziale Angebote. Die Organisation verfügte über erfahrene Mitarbeitende, aber viele Texte und Abläufe mussten regelmäßig neu vorbereitet werden.
Typische Aufgaben waren Tagesordnungen, Protokollstrukturen, interne Rundmails, Veranstaltungshinweise, Gemeindebrieftexte, Presseentwürfe, Website-Meldungen, Social-Media-Posts, Ehrenamtsinformationen und kurze Erklärtexte für Angebote. Viele dieser Aufgaben waren nicht fachlich schwierig, aber zeitintensiv.
Gleichzeitig war die Ausgangslage sensibler als in vielen Unternehmen. Je nach kirchlicher Trägerschaft können Datenschutzrahmen wie DSG-EKD oder KDG relevant sein. Für den Workshop bedeutete das: KI durfte nur mit anonymisierten, allgemeinen und nicht vertraulichen Aufgaben getestet werden. Seelsorge, Beratung, persönliche Anliegen, Spenderdaten, Personalvorgänge, Kinder- und Jugenddaten sowie Schutzkonzept-Details blieben ausgeschlossen.
Besonders passend waren die KI-Kurse und KI-Seminare der Bildungsakademie am Rosental, insbesondere AI Literacy als Einstieg in das KI-Thema, der Einführungskurs zu ChatGPT und weiteren KI-Tools, Texte mit KI für Artikel, Social Media und Blogs sowie EU AI Act und Unternehmenspflichten.
Problem: KI-Nutzung darf Schutzräume nicht verwischen
KI kann kirchliche Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit entlasten, wenn allgemeine Textarbeit strikt von Seelsorge, Beratung, Personendaten und vertraulichen Vorgängen getrennt wird.
Der Träger wollte KI nicht als Experiment einzelner Mitarbeitender einführen. Zu groß war das Risiko, dass gut gemeinte Nutzung unklare Datenschutz- oder Vertrauensfragen auslöst. Gerade in kirchlichen Organisationen ist nicht jede Information nur eine Information: Manche Inhalte gehören zu seelsorglichen Beziehungen, zu Schutzkonzepten, zu Gremienvertraulichkeit oder zu persönlichen Hilfesituationen.
Der Workshop musste daher zwei Ziele verbinden. Erstens sollte KI dort entlasten, wo wiederkehrende Texte, Vorlagen und Strukturen entstehen. Zweitens sollten eindeutige Nicht-Nutzungsregeln verhindern, dass sensible Inhalte in offene KI-Systeme gelangen.
Als fachliche Leitplanken wurden branchenspezifische und technische Quellen einbezogen: die EKD-Denkschrift „Freiheit digital“, die Leitlinien zur Nutzung von KI im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung, Hinweise des EKD-Datenschutzes zu KI-Sprachmodellen, Informationen kirchlicher Datenschutzaufsichten zum KDG bei KI-Anwendungen, das BSI, das NIST AI Risk Management Framework sowie Forschung zur KI-Adoption in NGOs.
Lösung: KI-Workshop mit Verwaltungsfokus, KDG-/DSG-EKD-Sensibilität und Freigaberegeln
Der kirchliche Träger entschied sich für einen eintägigen KI-Workshop, der Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam betrachtete. Der Grund war einfach: Eine Veranstaltung beginnt intern mit Planung, wird in Gremien abgestimmt, öffentlich angekündigt, im Gemeindebrief beschrieben, auf der Website veröffentlicht und später dokumentiert. KI kann diesen Ablauf unterstützen, wenn der sensible Kern geschützt bleibt.
Für den Workshop wurden fünf Ergebnisziele festgelegt:
- Verwaltung entlasten: Einladungen, Tagesordnungen, Protokollstrukturen und interne Rundmails sollten schneller vorbereitet werden.
- Öffentlichkeitsarbeit verbessern: Website-Texte, Veranstaltungshinweise, Presseentwürfe, Social-Media-Varianten sollten klarer werden.
- Wissenssicherung starten: Wiederkehrende Abläufe sollten in Checklisten und FAQ überführt werden.
- Kirchliche Schutzbereiche sichern: Seelsorge, Beratung, Personendaten, Schutzkonzept-Inhalte und vertrauliche Vorgänge sollten ausgeschlossen bleiben.
- Freigabeprozess definieren: Öffentliche, sensible und reputationsrelevante Texte sollten nicht ohne menschliche Prüfung veröffentlicht werden.
Die Bildungsakademie am Rosental empfahl, KI als Entwurfs- und Strukturhilfe einzusetzen. Jede Veröffentlichung, jede fachliche Aussage und jeder sensible Bezug sollte weiterhin durch verantwortliche Personen geprüft werden.
Vorbereitung: Nur anonymisierte Verwaltungs- und Kommunikationsmuster wurden genutzt
Vor dem Workshop sammelte der Träger typische Aufgaben aus Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungskoordination, Ehrenamtsarbeit und interner Organisation. Echte personenbezogene Daten, vertrauliche Gremienunterlagen, Spenderlisten, Personalinformationen, Schutzkonzept-Details und seelsorgliche Inhalte wurden nicht verwendet.
Stattdessen arbeitete das Team mit anonymisierten Mustern: eine allgemeine Veranstaltungseinladung, eine neutrale Pressemitteilung, eine Tagesordnung, eine Protokollstruktur, eine Website-Ankündigung, eine Social-Media-Variante und eine interne Checkliste.
| Arbeitsfeld | Beispielhafte Aufgabe | KI-Eignung | Grenze |
|---|---|---|---|
| Verwaltung | Tagesordnung oder Protokollgerüst vorbereiten | gut geeignet | keine vertraulichen Gremieninhalte |
| Öffentlichkeitsarbeit | Veranstaltungstext für Website formulieren | gut geeignet | Freigabe vor Veröffentlichung |
| Ehrenamt | Einladung oder Dankesmail vorbereiten | gut geeignet | keine personenbezogenen Details |
| Pressearbeit | Presseentwurf zu öffentlichem Termin erstellen | prüfpflichtig | Freigabe durch Verantwortliche |
| Soziale Angebote | allgemeine Information verständlicher machen | prüfpflichtig | keine Beratungs- oder Falldaten |
| Seelsorge und Schutzräume | konkretes persönliches Anliegen | nicht geeignet | Nicht-Nutzungsregel |
Diese Vorbereitung schuf Vertrauen. Das Team konnte mit realistischen Aufgaben arbeiten, ohne Datenschutz oder kirchliche Vertraulichkeit zu verletzen.
Durchführung: Vom KI-Grundverständnis zu belastbaren Arbeitsvorlagen
Der KI-Workshop wurde als eintägiges Inhouse-Format mit 13 Teilnehmenden durchgeführt. Vertreten waren Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungskoordination, Ehrenamtskoordination, Leitung, eine Fachstelle für soziale Angebote und eine Datenschutzschnittstelle.
Der Vormittag vermittelte AI Literacy: Funktionsweise generativer KI, typische Fehler, Prompt-Aufbau, Rollenklärung, kirchliche Datenschutzsensibilität, KDG-/DSG-EKD-orientierte Grundprinzipien, Zweckbindung, Datensparsamkeit, Transparenz und menschliche Prüfung. Der Workshop ersetzte keine Rechtsberatung, machte aber deutlich, welche Prüf- und Schutzfragen vor KI-Nutzung geklärt werden müssen.
Am Nachmittag entwickelten vier Arbeitsgruppen konkrete Vorlagen:
- Einladungen, Tagesordnungen und Protokollstrukturen für Verwaltung und Gremienarbeit
- Website- und Gemeindebrieftexte für Veranstaltungen und Angebote
- Presse- und Social-Media-Entwürfe für öffentliche Kommunikation
- interne FAQ und Checklisten für wiederkehrende Abläufe
Eine zentrale Übung verglich drei Textfassungen: zu werblich, zu bürokratisch und passend kirchlich-serviceorientiert. Daraus entstand ein Tonalitätsrahmen: klar, respektvoll, verständlich, niedrigschwellig, nicht marktschreierisch und nie ersatzweise seelsorglich.
Regeln: Die KI-Ampel für kirchliche Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit
Nach dem Workshop arbeitete der kirchliche Träger mit einer KI-Ampel: grüne Aufgaben für allgemeine Entwürfe, gelbe Aufgaben mit Freigabe und rote Aufgaben mit Seelsorge, Beratung, Personen- oder Vertrauensdaten.
Grüne Aufgaben waren allgemeine Veranstaltungstexte, neutrale Website-Entwürfe, Tagesordnungsstrukturen, Protokollgerüste, interne Checklisten, Dankesmails ohne personenbezogene Details, Textkürzungen und Formulierungshilfen.
Gelbe Aufgaben waren Pressemitteilungen, Social-Media-Beiträge, Texte zu sozialen Angeboten, Spendenkommunikation, Gremienzusammenfassungen, Beschwerde-Zwischenmeldungen und Inhalte mit theologischer, organisatorischer oder reputationsbezogener Bedeutung. Diese Inhalte mussten geprüft und freigegeben werden.
Rote Aufgaben waren ausgeschlossen: seelsorgliche Anliegen, Beratungsfälle, personenbezogene Daten, Spenderdaten, Personalvorgänge, Beschwerden mit Personenbezug, vertrauliche Gremienprotokolle, Kinder- und Jugenddaten, Gesundheitsinformationen, Konfliktfälle, Schutzkonzept-Details und interne Risikoabwägungen.
Die Ampel machte KI im Alltag handhabbar. Mitarbeitende konnten schnell unterscheiden: Entwurf möglich, Freigabe notwendig oder Nutzung ausgeschlossen.
Transferstimme: Warum die klare Grenze Vertrauen schuf
Die folgende Stimme aus der internen Transferauswertung ist bewusst nicht als Review formuliert. Sie dokumentiert den wichtigsten Lernpunkt des kirchlichen Trägers.
„Für uns war entscheidend, dass KI nicht als Ersatz für persönliche Kommunikation erklärt wurde. Hilfreich wurde sie dort, wo wir Texte, Einladungen, Protokolle und öffentliche Informationen vorbereiten konnten. Seelsorge, Beratung, Personendaten und vertrauliche Vorgänge blieben klar außerhalb der KI-Nutzung.“
Interne Koordination, kirchlicher Träger in Fulda
Die Aussage zeigt den Kern des Projekts. KI wurde akzeptiert, weil sie nicht in geschützte Beziehungs- und Vertrauensräume vordrang, sondern wiederkehrende Verwaltungs- und Kommunikationsarbeit entlastete.
Umsetzung: Vier konkrete Anwendungsfelder nach dem Workshop
Verwaltung und Gremienarbeit
Das Team entwickelte Vorlagen für Tagesordnungen, Protokollgerüste, Beschlussübersichten und interne Rundmails. KI durfte Struktur und Formulierungen vorbereiten, aber keine vertraulichen Inhalte verarbeiten.
Gerade Protokollstrukturen halfen, Sitzungen schneller vorzubereiten und Ergebnisse einheitlicher zu dokumentieren.
Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungskommunikation
Für öffentliche Termine entstanden Vorlagen für Website, Gemeindebrief, Presseverteiler und Social Media. Aus einer neutralen Veranstaltungsinformation konnten mehrere kanalgeeignete Textvarianten entstehen.
Die Öffentlichkeitsarbeit wurde schneller, weil nicht jede Ankündigung bei null beginnen musste.
Interne FAQ und Wissenssicherung
Wiederkehrende Fragen aus Verwaltung, Ehrenamt und Veranstaltungsorganisation wurden in interne FAQ-Strukturen überführt. Kategorien waren Raumplanung, Anmeldung, Technik, Kommunikation, Freigabe, Öffentlichkeitsarbeit und Nachbereitung.
Die FAQ unterstützte besonders Vertretungssituationen, Einarbeitung und Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Beteiligten.
Textvarianten für unterschiedliche Zielgruppen
Ein Veranstaltungshinweis musste oft für verschiedene Zielgruppen angepasst werden: interne Teams, Ehrenamtliche, Gemeindemitglieder, Presse und Öffentlichkeit. KI half, Ton, Länge und Informationsdichte zu variieren.
So entstanden verständlichere Texte, ohne dass die inhaltliche Verantwortung an KI abgegeben wurde.
Ergebnisse: Verwaltung entlastet, Öffentlichkeitsarbeit klarer strukturiert
Fünf Wochen nach dem KI-Workshop nutzte der kirchliche Träger Vorlagen für Tagesordnungen, Protokolle, Veranstaltungstexte, Presseentwürfe, Social-Media-Beiträge und interne FAQ.
Der Träger führte kein automatisiertes Kommunikationssystem ein. Stattdessen wurden kontrollierte Entwürfe und klare Prüfroutinen in den Alltag übernommen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Verwaltungstexte wurden schneller vorbereitet und einheitlicher strukturiert.
- Veranstaltungsankündigungen konnten für Website, Gemeindebrief und Social Media angepasst werden.
- Presseentwürfe erhielten einen verbindlichen Freigabeschritt.
- Interne FAQ bündelten wiederkehrendes Organisationswissen.
- Die KI-Ampel verhinderte Nutzung bei vertraulichen und personenbezogenen Inhalten.
- Ein Tonalitätsrahmen definierte klare, respektvolle und niedrigschwellige Sprache.
- Eine Datenschutzschnittstelle wurde für gelbe Aufgaben verbindlich einbezogen.
Der zentrale Nutzen lag in der Verbindung aus Entlastung und Verantwortung. Mitarbeitende konnten schneller starten, ohne persönliche Kommunikation, Schutzräume oder fachliche Freigabe zu ersetzen.
Grenzen: Welche KI-Nutzung ausgeschlossen wurde
Ausgeschlossen wurden KI-Anwendungen mit Seelsorge, Beratung, personenbezogenen Daten, Spenderinformationen, Personalvorgängen, Beschwerden, Kinder- und Jugenddaten, Schutzkonzepten oder vertraulichen Gremieninhalten.
Der kirchliche Träger formulierte klare Nicht-Nutzungsregeln: keine seelsorglichen Anliegen, keine Beratungsfälle, keine personenbezogenen Daten, keine Spenderlisten, keine Personalinformationen, keine vertraulichen Protokolle, keine Beschwerden mit Personenbezug, keine Gesundheitsinformationen, keine Schutzkonzept-Details und keine ungeprüfte Veröffentlichung von KI-Texten.
Diese Grenzen waren für das Projekt nicht hinderlich, sondern tragend. Gerade kirchliche Organisationen arbeiten mit Vertrauen. KI darf Entwürfe, Struktur und verständlichere Sprache unterstützen, aber nicht in geschützte persönliche oder vertrauliche Räume eindringen.
Interne Verlinkung im KI-Cluster der Bildungsakademie
Diese Case Study gehört zum KI-Cluster der Bildungsakademie am Rosental. Der strategische Einstieg erfolgt über den Themenhub Künstliche Intelligenz im Unternehmen – Inhouse Schulungen. Dort werden Nutzen, Risiken, Zielgruppen, Ablauf und Transfer von KI-Inhouse-Schulungen eingeordnet.
Für kirchliche Träger, soziale Organisationen, Verbände und öffentliche Einrichtungen ist die Übersicht KI-Kurse und KI-Seminare der wichtigste Einstieg. Besonders nah an dieser Case Study liegen AI Literacy als Einstieg, der Einführungskurs zu ChatGPT und weiteren KI-Tools, Texte mit KI für Artikel, Social Media und Blogs, Online-Marketing mit ChatGPT & Co. sowie EU AI Act und Unternehmenspflichten.
Viele Grundsatzfragen beantworten die FAQ-Artikel zu KI, AI und GEO. Weitere Praxisbeispiele finden sich in den Case Studies der Bildungsakademie. Das Magazin der Bildungsakademie ergänzt diese Projektberichte mit Hintergrundwissen zu Kommunikation, Organisation, Digitalisierung, KI und beruflicher Weiterbildung.
Durchführende Person im Projekt
Haupttrainerin für AI Literacy, kirchliche Verwaltungskommunikation und datenschutzsensible KI-Anwendung
Der Workshop wurde von einer erfahrenen Haupttrainerin der Bildungsakademie am Rosental durchgeführt, die auf KI-Kompetenz, digitale Kommunikation, Prompt-Methodik und organisationsbezogene Lernprozesse spezialisiert ist.
Für diesen Workshop war besonders relevant, dass die Trainerin Erfahrung mit werteorientierten, gemeinnützigen, kirchennahen und verbandlichen Organisationsstrukturen einbrachte.
Der Trainingsansatz berücksichtigte die besonderen Anforderungen kirchlicher Praxis: Schutz von Seelsorge- und Beratungsräumen, Sensibilität für KDG und DSG-EKD je nach Trägerstruktur, Umgang mit Ehrenamts- und Spenderdaten, Freigabelogik für Öffentlichkeitsarbeit und klare Trennung zwischen allgemeiner Textunterstützung und vertraulichen Einzelfällen.
Zu ihren Schwerpunkten gehören AI Literacy, KI-gestützte Textarbeit, interne Leitlinien, Prompt-Vorlagen, Datenschutzsensibilisierung, Tonalitätsarbeit, Governance für kleine Organisationen und kontrollierte Pilotprozesse in werteorientierten Trägern.
FAQ zur Case Study: KI-Workshop für einen kirchlichen Träger in Fulda
Warum entschied sich der kirchliche Träger in Fulda für einen KI-Workshop?
Der kirchliche Träger entschied sich für einen KI-Workshop, weil Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit durch wiederkehrende Text- und Strukturaufgaben stark belastet waren.
Das Problem war nicht fehlende Kompetenz, sondern hoher Aufwand bei Einladungen, Protokollen, Veranstaltungstexten und interner Abstimmung.
Der Workshop half, geeignete KI-Anwendungen zu identifizieren und klare Schutzgrenzen zu setzen. Ziel war Entlastung ohne Kontrollverlust.
Welche Aufgaben wurden nach dem Workshop verbessert?
Verbessert wurden Tagesordnungen, Protokollstrukturen, Veranstaltungstexte, Presseentwürfe, Social-Media-Beiträge, interne Rundmails und FAQ.
Diese Aufgaben kamen regelmäßig vor und konnten ohne personenbezogene Daten vorbereitet werden.
Die KI lieferte Entwürfe und Strukturen. Mitarbeitende prüften, kürzten, passten an und gaben Inhalte frei.
Wurde persönliche Kommunikation durch KI ersetzt?
Nein, persönliche Kommunikation wurde nicht ersetzt, sondern wiederkehrende Verwaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit wurde durch KI-Entwürfe unterstützt.
Seelsorge, Beratung, vertrauliche Anliegen und persönliche Gespräche blieben vollständig außerhalb der KI-Nutzung.
Der Träger nutzte KI dort, wo Texte vorbereitet und Informationen strukturiert werden konnten. Beziehung, Verantwortung und Entscheidung blieben bei Menschen.
Welche Daten durften nicht in KI-Systeme eingegeben werden?
Nicht eingegeben werden durften personenbezogene Daten, seelsorgliche Anliegen, Beratungsfälle, Spenderdaten, Personalvorgänge, Beschwerden, Schutzkonzept-Details und vertrauliche Gremieninformationen.
Diese Nicht-Nutzungsregel war zentral für Vertrauen und Datenschutz.
Im Workshop wurden ausschließlich anonymisierte Muster verwendet. Alle sensiblen Inhalte wurden aus Beispielen entfernt.
Welche Rolle spielten KDG und DSG-EKD?
KDG und DSG-EKD wurden als je nach kirchlicher Trägerschaft relevante Datenschutzrahmen in die Sensibilisierung einbezogen.
Der Workshop ersetzte keine Rechtsberatung, machte aber deutlich, dass KI-Nutzung in kirchlichen Organisationen datenschutzrechtlich geprüft werden muss.
Besonders betont wurden Zweckbindung, Datensparsamkeit, Transparenz, Verarbeitungssicherheit und der Ausschluss personenbezogener Daten aus offenen KI-Systemen.
Wie half KI in der Verwaltung?
KI half in der Verwaltung durch Tagesordnungen, Protokollgerüste, Rundmail-Entwürfe, Checklisten und strukturierte Zusammenfassungen ohne vertrauliche Inhalte.
Die KI durfte keine vertraulichen Beschlüsse oder personenbezogenen Informationen verarbeiten.
Besonders hilfreich waren Vorlagen, die wiederkehrende Arbeitsschritte beschleunigten und einheitlicher machten.
Wie half KI in der Öffentlichkeitsarbeit?
KI half in der Öffentlichkeitsarbeit durch Veranstaltungstexte, Website-Entwürfe, Pressevorlagen, Social-Media-Varianten und verständlichere Informationsbausteine.
Öffentliche Texte blieben prüfpflichtig und wurden vor Veröffentlichung freigegeben.
Der Träger konnte aus einer Basisinformation mehrere kanalgeeignete Fassungen entwickeln: kurz, ausführlicher, pressegeeignet oder niedrigschwellig.
Wie viele Personen nahmen am Workshop teil?
Am KI-Workshop nahmen 13 Personen aus Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungskoordination, Ehrenamtskoordination, Leitung und Datenschutzschnittstelle teil.
Diese Zusammensetzung war wichtig, weil KI-Nutzung Verwaltung, Kommunikation und Schutzfragen gleichzeitig betrifft.
So entstand ein gemeinsames Verständnis statt einzelner, uneinheitlicher Tool-Experimente.
Was war das wichtigste Ergebnis des Workshops?
Das wichtigste Ergebnis war eine KI-Ampel mit klaren Regeln für geeignete, prüfpflichtige und ausgeschlossene Aufgaben.
Zusätzlich entstanden Vorlagen für Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, FAQ, Pressearbeit und interne Checklisten.
Der Träger gewann dadurch Entscheidungssicherheit im Alltag. Mitarbeitende wussten, wann KI helfen darf und wann nicht.
Wie schnell wurden erste Ergebnisse sichtbar?
Erste Ergebnisse wurden innerhalb von fünf Wochen sichtbar, weil Vorlagen direkt in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit genutzt wurden.
Der Einstieg erfolgte nicht über eine große Plattform, sondern über kontrollierte Text- und Strukturvorlagen.
Dadurch sank der Formulierungsaufwand, während Freigabe und Verantwortung erhalten blieben.
Welche externen Quellen waren für die Einordnung wichtig?
Wichtige externe Bezugspunkte waren EKD, Diakonie-KI-Leitlinien, EKD-Datenschutz, katholische Datenschutzaufsichten, BSI, NIST und Forschung zur KI-Adoption in NGOs.
Diese Quellen stärkten die Einordnung von KI als Verantwortungs-, Datenschutz-, Organisations- und Governance-Thema.
Die Quellen wurden als fachliche Leitplanken genutzt, nicht als juristische Einzelfallberatung.
Für welche kirchlichen Organisationen ist dieser Ansatz geeignet?
Der Ansatz eignet sich für kirchliche Träger, Gemeinden, Verbände und diakonische Einrichtungen mit vielen Verwaltungs- und Kommunikationsaufgaben.
Besonders sinnvoll ist er, wenn haupt- und ehrenamtliche Kommunikation besser strukturiert werden soll.
Der sichere Einstieg beginnt bei allgemeinen Texten, Vorlagen, FAQ und Checklisten – nicht bei sensiblen Einzelfällen.
Was unterscheidet diese Case Study von einer allgemeinen KI-Schulung?
Der Unterschied liegt im starken Bezug zu kirchlicher Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Ehrenamt, Schutzräumen, KDG-/DSG-EKD-Sensibilität und verantwortlicher Kommunikation.
Die Schulung arbeitete nicht mit beliebigen KI-Beispielen, sondern mit typischen Aufgaben eines kirchlichen Trägers in Fulda.
Dadurch entstanden konkrete Vorlagen, eine KI-Ampel, ein Tonalitätsrahmen, Freigaberegeln und klare Nicht-Nutzungsregeln.
Warum dieser Projektbericht exemplarisch für die Arbeit der Bildungsakademie ist
Diese Case Study ist exemplarisch für die Arbeit der Bildungsakademie am Rosental, weil sie KI nicht abstrakt, sondern aus einer konkreten Organisationsfrage heraus behandelt: Wie können Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit effizienter werden, ohne Vertrauen, Datenschutz und persönliche Verantwortung zu gefährden?
Die Bildungsakademie verbindet in in den bei ihr buchbaren Schulungen die Themen AI Literacy, praktische Übungen, branchenspezifische Aufgaben, Datenschutzgrenzen, Tonalitätsarbeit und Transfer in bestehende Arbeitsprozesse. Gerade in kirchlichen und werteorientierten Organisationen sind diese Verbindungen entscheidend.
Zusammenfassung: Der kirchliche Träger optimierte Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit, nicht Vertrauensräume
Die Case Study zeigt, dass ein kirchlicher Träger in Fulda nach einem KI-Workshop Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit effizienter strukturierte, ohne Seelsorge, Beratung oder sensible Daten in KI-Systeme zu geben.
Der Erfolg entstand durch klare Aufgabenwahl. Tagesordnungen, Protokolle, Veranstaltungstexte, Presseentwürfe, Social-Media-Beiträge und interne FAQ wurden schneller nutzbar. Seelsorge, Beratung, Personendaten, Spenderinformationen, Personalvorgänge, Beschwerden, Kinder- und Jugenddaten, Schutzkonzept-Details und vertrauliche Gremieninhalte blieben ausgeschlossen.
Für andere kirchliche Träger ist der Ansatz wertvoll, weil er Entlastung und Verantwortung verbindet. Eine praxisnahe KI-Inhouse-Schulung kann helfen, wiederkehrende Verwaltungs- und Kommunikationsaufgaben effizienter, sicherer und menschlich geprüft zu gestalten.
English Summary
How a church-based organization in Fulda improved administration and public communication after an AI workshop
This anonymized case study describes how a church-based organization in Fulda used an AI workshop to improve administrative routines and public communication.
The project focused on agendas, minutes, event texts, press drafts, social media posts and internal FAQ while excluding pastoral care, counseling, personal data, donor information, staff matters, complaints, safeguarding details and confidential committee content.
The organization did not replace personal communication. It developed templates, a tone-of-voice framework and a traffic-light model for suitable, review-required and excluded AI tasks. Five weeks later, teams used controlled AI drafts for clearer administration and more consistent public communication.
Unser maßgeschneidertes Inhouse-Seminar für Sie!
Wählen Sie bei Ihrer Anfrage auch gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenz-Seminar an Ihrem Standort, b) einem Inhouse-Online-Workshop mit Ihrem Team oder c) einem Inhouse-Präsenz-Kurs direkt an der Akademie – das Inhouse-Training gern auch in Kombination mit Teambuilding-Aktionen.
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