Erfahrungen & Bewertungen zu Bildungsakademie am Rosental
Deeskalationstraining für Jugendhilfe und Wohngruppen

Inhouse Deeskalationstraining für Jugendhilfe und Wohngruppen

Inhouse Schulung | Team-Kurs ✆ 0341 – 337 43 569

In Jugendhilfe und Wohngruppen entstehen Eskalationen oft mitten im Alltag: beim Abenddienst, in der Küche, im Gruppenraum, nach Besuchskontakten, bei Regeln, Handyzeiten, Ausgang, Rückkehr oder Krisengesprächen. Dieses Inhouse Deeskalationstraining unterstützt pädagogische Teams dabei, herausfordernde Situationen mit Jugendlichen, Eltern, Sorgeberechtigten und Gruppen professionell zu stabilisieren, ohne Beziehung, Schutzauftrag und klare Grenzen gegeneinander auszuspielen.

Das Training stärkt pädagogische Sicherheit, Teamabsprachen und Eigenschutz in Wohngruppen und Jugendhilfeeinrichtungen. Fachkräfte lernen, Eskalationssignale früher zu erkennen, Krisen ruhiger zu führen und belastende Situationen gemeinsam nachzubereiten.

Die Bildungsakademie am Rosental mit Sitz in Leipzig entwickelt Inhouse-Schulungen für stationäre Jugendhilfe, Wohngruppen, betreutes Jugendwohnen, intensivpädagogische Angebote, freie Träger, ambulante Hilfen, Jugendämter, Krisendienste und pädagogische Teams in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Training kann direkt in Ihrer Einrichtung, online oder in den Räumen der Akademie in Leipzig durchgeführt werden.

 


 

Ihr Inhouse Deeskalationstraining für Jugendhilfe und Wohngruppen – sprechen Sie uns an!

Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrer Wohngruppe oder Jugendhilfeeinrichtung, b) einem Online-Workshop für mehrere Teams oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig. Das Training kann mit Fallreflexion, Schutzkonzept, Teamklausur, Krisenintervention, Elternkommunikation oder Führungskräftebriefing kombiniert werden.

Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung zu Format, Dauer, Gruppengröße und möglicher Umsetzung.

Probleme mit dem Formular? Schreiben Sie uns eine Mail kontakt@bildungsakademie-am-rosental.de

 

 

Worum es in diesem Training geht

Wohngruppen und Jugendhilfeeinrichtungen sind keine neutralen Beratungsräume. Sie sind Lebensorte, Schutzräume, Konfliktorte und pädagogische Arbeitsfelder zugleich. Fachkräfte erleben dort nicht nur geplante Gespräche, sondern spontane Krisen: Türen knallen, Jugendliche verweigern Regeln, Gruppen heizen sich gegenseitig an, Elternkontakte wirken nach, einzelne junge Menschen ziehen sich zurück oder reagieren mit massiver Wut.

Das Inhouse-Training setzt deshalb bei genau diesen Alltagssituationen an: Abend- und Wochenenddienste, Übergaben, Rückkehr nach Ausgang, Konflikte um Mediennutzung, Streit in der Gruppe, beschädigtes Inventar, Bedrohungen, Weglaufen, Elternvorwürfe, Hilfeplanfrust, Nähe-Distanz-Fragen und Situationen, in denen Fachkräfte zwischen Beziehung, Schutz und klarer Grenze entscheiden müssen.

 

Ziele der Weiterbildung

  • Eskalationssignale in Wohngruppen, Jugendhilfeeinrichtungen und ambulanten Settings früher erkennen.
  • In Krisen ruhiger sprechen, kürzer erklären und klare Orientierung geben.
  • Grenzen setzen, ohne Jugendliche zusätzlich zu beschämen oder Machtkämpfe zu verstärken.
  • Gruppendynamiken, Provokationen, Rückzug und Eskalationsketten besser einordnen.
  • Schwierige Eltern- und Sorgeberechtigtenkontakte professioneller führen.
  • Schutzauftrag, pädagogische Beziehung, Dokumentation und Eigenschutz sicherer verbinden.
  • Teamabsprachen für Nacht-, Wochenend-, Krisen- und Übergabesituationen entwickeln.
  • Konkrete Standardsätze, Eskalationsstufen und Nachbesprechungsroutinen für die eigene Einrichtung erarbeiten.

 

 

 

Seminarinhalte „Deeskalation in Jugendhilfe und Wohngruppen“

 

Themenfeld Praxisbezug in Wohngruppe und Jugendhilfe
Krisen im Gruppenalltag Konflikte um Regeln, Ausgang, Mediennutzung, Essen, Ordnung, Besuch, Rückkehrzeiten, Zimmer, Gemeinschaftsräume und persönliche Grenzen.
Eskalationssignale bei Jugendlichen Lautstärke, Rückzug, Provokation, Drohgebärden, Verweigerung, Weglaufen, selbstabwertende Aussagen, Gruppendruck und plötzlicher Kontaktabbruch.
Beziehung halten, Grenze setzen Professionelle Nähe, klare Distanz, Verlässlichkeit, Schutz, Konsequenz und Umgang mit wiederkehrenden Grenztests.
Gruppendynamik steuern Rollen in der Gruppe, Zuschauer-Effekte, Solidarisierung, Ausgrenzung, Eskalation durch Publikum und Deeskalation ohne Gesichtsverlust.
Eltern, Sorgeberechtigte und Herkunftssystem Umgang mit Vorwürfen, Hilfeplanfrust, Loyalitätskonflikten, Besuchskontakten, Umgangsregelungen und emotionalen Nachwirkungen.
Eigenschutz und Schutzauftrag Abstand, Raumposition, Kollegensignal, Meldewege, Gefährdungseinschätzung, Dokumentation und Grenzen pädagogischer Intervention.
Nacht-, Wochenend- und Alleindienst Handlungssicherheit bei geringer Teamstärke, unklarer Lage, Krisenanrufen, Rückkehr nach Ausgang, akuter Wut oder fehlender Kooperation.
Transfer in Teamstandards Gemeinsame Sprache, Eskalationsstufen, Dienstübergaben, Kurznotizen, Fallreflexion und verbindliche Absprachen für wiederkehrende Situationen.

 

Nutzen für Träger, Wohngruppen und pädagogische Teams

Teams in Jugendhilfe und Wohngruppen gewinnen mehr Sicherheit in akuten Krisen, schwierigen Gruppensituationen und konflikthaften Elternkontakten. Gleichzeitig entstehen klarere Absprachen für Übergaben, Grenzsetzung, Dokumentation, Nachbesprechung und Schutz der Mitarbeitenden.

Der besondere Nutzen liegt in der Alltagstauglichkeit: In Wohngruppen passiert Deeskalation nicht auf Knopfdruck, sondern im laufenden Dienst. Gute Deeskalation braucht deshalb keine langen Theorien, sondern klare Sprache, abgestimmtes Teamhandeln und ein Bewusstsein dafür, wann pädagogische Beruhigung endet und Schutzmaßnahmen beginnen.

 

Praxisbelege und Case Studies zu durchgeführten Seminaren

Projektberichte zeigen, wie Deeskalationstrainings in sozialen Einrichtungen, pädagogischen Teams und Organisationen mit hoher emotionaler Belastung eingesetzt werden. Für Jugendhilfe und Wohngruppen sind besonders Beispiele relevant, in denen es um Klientenkontakt, Gruppendynamik, Elternkommunikation, Nähe-Distanz, Schutzauftrag und Teamabsicherung geht.

Wenn noch kein identischer Projektbericht aus einer Wohngruppe veröffentlicht ist, lassen sich Erfahrungen aus sozialen Einrichtungen, Schulkontexten, Gesundheitswesen, öffentlicher Verwaltung und Beratungsstellen fachlich gut übertragen: emotionale Krisen, schwierige Gespräche, Schutz der Mitarbeitenden, Grenzsetzung, Dokumentation und Nachbereitung.

 

Geeignete Formate und Gruppengrößen

Für Deeskalationstrainings in Jugendhilfe und Wohngruppen sind Gruppen von etwa 8 bis 15 Teilnehmenden besonders geeignet. In dieser Größe können vertrauliche Fallbeispiele bearbeitet, Dienstrealitäten berücksichtigt und gemeinsame Standards für konkrete Einrichtungssituationen entwickelt werden.

  • Kompakter Wohngruppen-Workshop: für Frühwarnsignale, Standardsätze, Gruppendynamik, Dienstübergaben und erste Krisenroutinen.
  • Ganztägiges Teamtraining: für Fallarbeit, Rollenspiele, Elternkontakte, Schutzauftrag, Nacht- und Wochenendsituationen.
  • Mehrstufiges Trägerformat: für mehrere Wohngruppen, ambulante Teams, Leitungskräfte, Krisendienste und Multiplikatorinnen oder Multiplikatoren.

Die konkrete Investition richtet sich nach Format, Gruppengröße, Standortzahl, Vorbereitungsaufwand und Reisetätigkeit. Nach einer kurzen Anfrage kann die Bildungsakademie am Rosental eine passende Orientierung zu Umfang, Ablauf und nächstem Schritt geben.

 

Methodik des Trainings

  1. Arbeit mit realistischen Situationen aus Wohngruppe, betreutem Jugendwohnen, Familienhilfe, Schulsozialarbeit, Krisendienst und Hilfeplanung.
  2. Kurze Fachimpulse zu Eskalationsdynamik, Stressreaktionen, Gruppendruck, Bindung, Nähe-Distanz und Schutzauftrag.
  3. Simulationen zu Regelverstößen, Verweigerung, Wutausbrüchen, Elternvorwürfen, Gruppenkonflikten, Weglaufen und Rückkehrgesprächen.
  4. Formulierungstraining für Beruhigung, Grenze, Orientierung, Gesprächsabbruch, Leitungseinbindung und Nachbesprechung.
  5. Übungen zu Stimme, Haltung, Abstand, Körpersprache, Raumposition und kollegialem Unterstützen.
  6. Reflexion von Teamdynamiken, persönlichen Belastungsgrenzen und wiederkehrenden Einrichtungsmustern.
  7. Entwicklung von Eskalationsstufen, Meldewegen, Übergaberoutinen und kurzen Dokumentationsstandards.
  8. Transfer in Dienstbesprechungen, Fallreflexion, Schutzkonzepte, Hausregeln und pädagogische Leitlinien.

 

Für wen ist das Training geeignet?

Die Schulung richtet sich an Wohngruppenteams, Fachkräfte der stationären Jugendhilfe, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, ambulante Hilfen, Familienhilfe, betreutes Jugendwohnen, Krisendienste, Schulsozialarbeit, Teamleitungen, Bereichsleitungen, Einrichtungsleitungen und freie Träger.

Besonders geeignet ist das Training für Einrichtungen, deren Mitarbeitende regelmäßig mit Gruppenkonflikten, Regelverstößen, emotional belasteten Jugendlichen, schwierigen Elternkontakten, Schutzauftrag, Nacht- und Wochenenddiensten, Grenzverletzungen oder wiederkehrenden Krisensituationen umgehen müssen.

 

Lerninhalte und praktische Bewertung

 

Lerninhalt Bewertung für Jugendhilfe und Wohngruppen
Deeskalation im Gruppenalltag Sehr relevant, weil viele Krisen nicht im Einzelgespräch, sondern im laufenden Miteinander der Gruppe entstehen.
Beziehung und Grenze Zentral, weil Jugendliche Verlässlichkeit brauchen und Fachkräfte zugleich klare Schutz- und Rollenlinien halten müssen.
Eltern- und Herkunftssystemkontakt Wichtig, weil Besuch, Hilfeplan, Sorge, Schuld und Loyalität Konflikte stark beeinflussen können.
Nacht- und Wochenenddienste Besonders bedeutsam, weil Teams dort oft mit weniger Personal und höherer Unübersichtlichkeit handeln müssen.
Teamabsprachen Entlasten einzelne Fachkräfte und verhindern widersprüchliche Reaktionen auf wiederkehrende Krisenmuster.
Dokumentation Hilft, kritische Situationen nachvollziehbar zu machen und Schutzentscheidungen besser abzusichern.
Nachbesprechung Stärkt Teamkultur, reduziert Belastung und macht aus schwierigen Situationen konkrete Lernpunkte.

 

Erfolgsmessung und Bewertung des Trainings

Der Erfolg zeigt sich in ruhigeren Krisenverläufen, klareren Teamreaktionen und besserer Sicherheit bei pädagogischen Grenzsituationen. Träger können Teamfeedback, Fallbesprechungen, Vorfallnotizen, Dienstübergaben, Elternbeschwerden, Hilfeplanrückmeldungen, Dokumentationsqualität und Nachbesprechungen auswerten.

Zusätzlich lässt sich prüfen, ob Fachkräfte gemeinsame Standardsätze nutzen, kritische Situationen früher melden, Unterstützung rechtzeitig holen und Eskalationsstufen konsequenter anwenden. So wird Deeskalation in Wohngruppen nicht zur individuellen Improvisation, sondern zu einem verbindlichen Bestandteil professioneller Jugendhilfearbeit.

 

Aktuelle Teilnehmer-Stimmen

„Ich kann Konflikte in der Gruppe jetzt früher stoppen, ohne sofort in Druck oder Diskussion zu gehen.“ Fachkraft aus einer Jugendwohngruppe

„Die Übungen zu Nacht- und Wochenendsituationen waren sehr nah an unserem Alltag.“ Sozialpädagogin aus einer stationären Jugendhilfeeinrichtung

„Wir haben als Team endlich gemeinsame Sätze für Grenzen, Rückzug und Unterstützung entwickelt.“ Teamleitung einer Wohngruppe

„Das Training hat geholfen, Elternkontakte besser vorzubereiten und danach sauberer nachzubesprechen.“ Mitarbeiter aus der Familienhilfe

„Besonders wertvoll war die Verbindung aus Schutzauftrag, Beziehung und Eigenschutz.“ Bereichsleitung eines freien Trägers

 

Pro & Contra zum Thema

 

Pro

  • Hoher Praxisbezug für Wohngruppen, stationäre Jugendhilfe, ambulante Hilfen, betreutes Jugendwohnen und freie Träger.
  • Stärkt pädagogische Klarheit, Beziehungsgestaltung, Grenzsetzung und Eigenschutz.
  • Verbessert Teamabsprachen bei Krisen, Regelverstößen, Gruppenkonflikten und belastenden Elternkontakten.
  • Unterstützt Nachbereitung, Dokumentation und professionelle Reflexion schwieriger Situationen.
  • Hilft, wiederkehrende Eskalationsmuster im Einrichtungsalltag sichtbar und bearbeitbar zu machen.

 

Contra

  • Erfordert Offenheit für Fallreflexion und ehrliche Auseinandersetzung mit Teammustern.
  • Ersetzt kein Schutzkonzept, keine Gefährdungseinschätzung und keine fachliche Fallberatung.
  • Wirkt nachhaltiger, wenn Leitung, Team, Trägerstruktur und interne Standards gemeinsam eingebunden sind.

 

15 Tipps für Deeskalation in Jugendhilfe und Wohngruppen

  1. Beginnen Sie mit Orientierung statt mit Vorwurf.
  2. Reduzieren Sie Tempo, Lautstärke und Erklärungsmenge.
  3. Setzen Sie Grenzen kurz, ruhig und wiederholbar.
  4. Vermeiden Sie Machtkämpfe vor der Gruppe.
  5. Achten Sie auf Zuschauer-Effekte und Gruppendruck.
  6. Holen Sie Kolleginnen oder Kollegen frühzeitig hinzu.
  7. Nutzen Sie Beziehungssignale, ohne unklare Versprechen zu machen.
  8. Trennen Sie Schutzauftrag, pädagogische Beziehung und persönliche Betroffenheit.
  9. Dokumentieren Sie kritische Situationen zeitnah und sachlich.
  10. Bereiten Sie schwierige Elternkontakte im Team vor.
  11. Planen Sie Nacht- und Wochenenddienste mit klaren Krisenwegen.
  12. Besprechen Sie belastende Situationen nach, ohne Schuldzuweisung.
  13. Achten Sie auch auf Rückzug, Schweigen und Vermeidung als Warnsignale.
  14. Arbeiten Sie mit gemeinsamen Standards statt mit Einzelreaktionen.
  15. Verstehen Sie Deeskalation als Schutz von Beziehung, Sicherheit und pädagogischem Auftrag.

 

Weiterführende Informationen und Praxiswissen zum Thema Deeskalation

Das Inhouse Deeskalationstraining für Jugendhilfe und Wohngruppen ist Teil eines umfassenden Themenbereichs der Bildungsakademie am Rosental. Neben konkreten Kursangeboten stehen Trägern, Einrichtungen, Leitungskräften, Wohngruppenteams und Sozialarbeitenden zusätzliche Fachinformationen, Antworten auf häufige Fragen und praxisorientierte Beiträge zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Ablauf, Zielgruppen, Dauer, Gruppengröße und organisatorischen Rahmenbedingungen beantwortet der FAQ-Bereich Deeskalation. Im Magazin „Praxiswissen Deeskalation“ veröffentlicht die Bildungsakademie am Rosental ergänzende Fachbeiträge, Formulierungshilfen und Praxistipps für schwierige Gespräche im Berufsalltag.

 

Fachliche Quellen und Orientierung

 

Fachliche Verantwortung

Konzipiert und fachlich verantwortet von Kay Schönewerk, Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Konfliktmanagement, Kommunikation, Deeskalation und professioneller Gesprächsführung im Berufsalltag.

Die Bildungsakademie am Rosental entwickelt praxisnahe Weiterbildungsformate für Jugendhilfe, Wohngruppen, soziale Träger, Bildungseinrichtungen, öffentliche Einrichtungen und Organisationen im gesamten DACH-Raum. Der Standort Leipzig bildet dabei den organisatorischen Ausgangspunkt für Inhouse-Schulungen vor Ort, Online-Workshops und Trainings direkt an der Akademie.

 

FAQ

Warum ist Deeskalation in Jugendhilfe und Wohngruppen wichtig?

Deeskalation ist in Jugendhilfe und Wohngruppen wichtig, weil Krisen dort direkt im Lebensalltag junger Menschen entstehen.

Ein professionelles Training hilft Fachkräften, Gruppenkonflikte, Regelverstöße, Wut, Rückzug, Elternkontakte und Schutzfragen früher zu stabilisieren. Besonders in Wohngruppen müssen Mitarbeitende gleichzeitig Beziehung halten, Grenzen setzen, Dokumentation sichern und Schutzauftrag erfüllen. Dafür braucht es gemeinsame Teamstandards.

 

Wie lange dauert ein Inhouse Deeskalationstraining für Wohngruppen?

Das Training kann als kompakter Wohngruppen-Workshop, ganztägiges Teamtraining oder mehrstufiges Trägerformat durchgeführt werden.

Die passende Dauer hängt von Hilfeform, Teamgröße, Fallbelastung, Vorfalllage und gewünschter Praxistiefe ab. Für Grundlagen reicht oft ein kompakter Workshop. Bei stationären Wohngruppen, mehreren Teams, Nacht- und Wochenenddiensten oder wiederkehrenden Krisen ist ein ganztägiges oder mehrstufiges Format sinnvoll.

 

Für welche Einrichtungen ist das Seminar geeignet?

Das Seminar eignet sich für Wohngruppen, stationäre Jugendhilfe, betreutes Jugendwohnen, ambulante Hilfen, Familienhilfe, Krisendienste und freie Träger.

Besonders hilfreich ist es für Teams, die regelmäßig mit emotional belasteten Jugendlichen, Gruppenkonflikten, schwierigen Elternkontakten, Schutzauftrag, Regelverstößen, Nacht- und Wochenenddiensten oder Grenzverletzungen umgehen müssen. Auch Leitungskräfte profitieren, weil Standards im Anschluss besser verankert werden können.

 

Kann das Training direkt in der Wohngruppe stattfinden?

Ja, das Deeskalationstraining kann direkt in Ihrer Wohngruppe, online oder an einem zentralen Schulungsort durchgeführt werden.

Eine Durchführung vor Ort ist besonders praxisnah, weil Räume, Tagesstruktur, Dienstübergaben, Gruppenregeln, Krisenwege und typische Fallkonstellationen einbezogen werden können. Dadurch entstehen Formulierungen und Abläufe, die zum tatsächlichen Alltag der Einrichtung passen.

 

Welche Situationen werden im Training geübt?

Geübt werden typische Situationen wie Regelverstöße, Gruppenkonflikte, Elternvorwürfe, Weglaufen, Rückkehrgespräche, aggressive Sprache und Grenzsetzung.

Die Szenarien werden an die jeweilige Hilfeform angepasst. Häufig geht es um Abenddienste, Wochenenden, Konflikte im Gruppenraum, Rückzug, Eskalation vor Publikum, schwierige Telefonate mit Eltern, Krisen nach Hilfeplangesprächen und die Frage, wann Team, Leitung oder externe Stellen eingebunden werden.

 

Ersetzt das Training ein Schutzkonzept oder Fallberatung?

Nein, das Training ersetzt kein Schutzkonzept und keine Fallberatung, sondern ergänzt Gesprächsführung, Teamabsprachen und interne Eskalationswege.

Ein Seminar kann Handlungssicherheit, Grenzsetzung, Nachbereitung und Teamstandards verbessern. Bei Kindeswohlgefährdung, Gewalt, Selbst- oder Fremdgefährdung, schweren Grenzverletzungen oder komplexen Fallverläufen braucht es zusätzlich fachliche Fallberatung, Schutzkonzepte, klare Meldewege und verbindliche Trägerstrukturen.

 

Terminologie-Übersicht

Deeskalation: Professionelles Beruhigen, Strukturieren und Begrenzen einer angespannten Situation.
Wohngruppe: Stationäres oder betreutes Wohnsetting, in dem junge Menschen pädagogisch begleitet werden.
Schutzauftrag: Fachliche Verantwortung, mögliche Gefährdungen junger Menschen wahrzunehmen und angemessen zu handeln.
Nähe-Distanz-Balance: Bewusster Umgang mit Beziehung, Vertrauen, Abgrenzung und professioneller Rolle.
Grenzsetzung: Ruhige und klare Benennung dessen, was im Verhalten oder Gespräch akzeptabel ist und was nicht.
Eskalationsstufe: Vereinbarter Schritt, wann Team, Leitung, Krisendienst oder externe Stellen einbezogen werden.
Nachbereitung: Strukturierte Reflexion, Dokumentation und Entlastung nach einem schwierigen oder kritischen Kontakt.

 

Das Wichtigste zum Inhouse Deeskalationstraining für Jugendhilfe und Wohngruppen kurz zusammengefasst

Das Inhouse Deeskalationstraining für Jugendhilfe und Wohngruppen vermittelt praxisnahe Strategien für Gruppenkonflikte, Krisengespräche, Elternkontakte, Schutzauftrag, Grenzsetzung und Teamabsprachen. Es stärkt pädagogische Klarheit, Beziehungskompetenz, Eigenschutz und professionelle Handlungssicherheit im Alltag stationärer und ambulanter Hilfen.

 

Ihr Inhouse Deeskalationstraining für Jugendhilfe und Wohngruppen – jetzt anfragen

Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrer Wohngruppe oder Jugendhilfeeinrichtung, b) einem Online-Workshop mit Ihrem Team oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig.

Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung mit einer passenden Einschätzung zu Format, Umfang und nächstem Schritt.

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Autor: Fachlich verantwortet von Kay Schönewerk – Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental.
Seit 2000 beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Team-Kommunikation und beruflicher Weiterbildung.
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