Erfahrungen & Bewertungen zu Bildungsakademie am Rosental
Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen & Tierkliniken

Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen & Tierkliniken

Inhouse Schulung | Team-Kurs ✆ 0341 – 337 43 569

In tierärztlichen Praxen und Tierkliniken entstehen Konflikte häufig aus Sorge um das Tier, hohen Erwartungen, Wartezeiten, Kostenfragen und emotionalen Ausnahmesituationen. Dieser Deeskalationskurs vermittelt Teams in Tiermedizin, Empfang, Assistenz und Praxisleitung praxistaugliche Strategien, um angespannte Gespräche mit Tierhalterinnen und Tierhaltern ruhig zu führen, Konflikte früh zu entschärfen und Mitarbeitende besser zu schützen.

Das Training stärkt Gesprächssicherheit, emotionale Stabilität und klare Abläufe im Praxis- und Klinikalltag. Mitarbeitende lernen, auch bei Vorwürfen, Tränen, Wut, Kostendruck oder Notfällen professionell, empathisch und eindeutig zu reagieren.

Die Bildungsakademie am Rosental mit Sitz in Leipzig entwickelt Inhouse-Schulungen für Tierarztpraxen, Tierkliniken, Kleintierzentren, Pferdepraxen, Notdienste, Empfangsteams, tiermedizinische Fachangestellte, Tierärztinnen, Tierärzte und Praxisleitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Kurs kann direkt in Ihrer Praxis, in Ihrer Klinik, online oder in den Räumen der Akademie in Leipzig durchgeführt werden.

 


 

Ihr Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen & Tierkliniken – sprechen Sie uns an!

Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrer Praxis oder Klinik, b) einem Online-Workshop für mehrere Standorte oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig. Das Training kann mit Empfangskommunikation, Beschwerdemanagement, Teamreflexion, Notdienstkommunikation oder Führungskräftebriefing kombiniert werden.

Wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung zu Format, Dauer, Gruppengröße und möglicher Umsetzung.

Probleme mit dem Formular? Schreiben Sie uns eine Mail kontakt@bildungsakademie-am-rosental.de

 

 

Worum es in diesem Deeskalationskurs geht

Tiermedizinische Teams arbeiten oft in einer besonderen emotionalen Dreiecksbeziehung: Das Tier ist Patient, die Halterin oder der Halter ist Auftraggeber und zugleich emotional stark beteiligt. Wenn Schmerzen, Unsicherheit, Wartezeiten, Rechnungen, Prognosen oder Abschiedssituationen hinzukommen, können Gespräche sehr schnell kippen.

Der Kurs setzt deshalb direkt bei typischen Momenten des Praxis- und Klinikalltags an: aufgebrachte Tierhalter am Empfang, Sorgen im Wartezimmer, Kostenkommunikation vor Behandlungen, Vorwürfe nach Komplikationen, Notdienststress, schlechte Diagnosen, Euthanasiegespräche, Telefonate mit hoher Dringlichkeit und der Schutz des Teams nach belastenden Begegnungen.

 

Ziele der Weiterbildung

  • Frühwarnsignale für eskalierende Gespräche mit Tierhalterinnen und Tierhaltern erkennen.
  • Ruhig, empathisch und klar kommunizieren – auch bei Angst, Wut, Trauer oder Schuldzuweisungen.
  • Kosten, Wartezeiten, Behandlungsgrenzen und medizinische Abläufe verständlich erklären.
  • Beschwerden, Vorwürfe und aggressive Sprache professionell bearbeiten.
  • Grenzen setzen, ohne Mitgefühl und Servicehaltung zu verlieren.
  • Empfang, Behandlungsteam, Tierärztinnen, Tierärzte und Praxisleitung besser abstimmen.
  • Eigene Belastungsreaktionen nach schwierigen Kontakten regulieren.
  • Konkrete Standardsätze und Eskalationswege für Praxis, Klinik und Notdienst entwickeln.

 

 

 

Seminarinhalte „Deeskalation in Tierarztpraxis und Tierklinik“

 

Themenfeld Praxisbezug in Tiermedizin und Klinikalltag
Emotionale Dynamik bei Tierhaltern Angst um das Tier, Schuldgefühle, Überforderung, finanzielle Belastung, Trauer, Kontrollverlust und hohe Erwartungen an sofortige Hilfe.
Konflikte am Empfang Wartezeit, Terminverschiebung, Notfälle, Telefonstress, fehlende Unterlagen, volle Sprechstunde, gereizte Tonlage und ungeduldige Halterinnen und Halter.
Kosten- und Rechnungsgespräche Transparente Erklärung von Diagnostik, Behandlung, Notdienstzuschlägen, Kostenschätzung, Zahlungsmodalitäten und Entscheidungsoptionen.
Schwierige medizinische Botschaften Kommunikation bei schlechter Prognose, Komplikationen, Therapiebegrenzung, Überweisung, Palliativsituation oder notwendiger Euthanasie.
Deeskalierende Gesprächsführung Kurze Sätze, aktives Zuhören, emotionale Spiegelung, klare Orientierung, Gesprächsrahmen, Grenzen und nächster Schritt.
Grenzsetzung und Schutz des Teams Umgang mit Beleidigungen, Drohungen, massiver Lautstärke, körperlicher Nähe, aggressivem Auftreten oder wiederholten Grenzverletzungen.
Telefon, Wartezimmer und Notdienst Schnelle Lageklärung, Priorisierung, beruhigende Sprache, Übergabe an Behandlungsteam, Umgang mit Druck und Gesprächsabbruch bei Entgleisung.
Nachbereitung belastender Situationen Kurze Teamreflexion, Dokumentation, Entlastung nach Krisengesprächen, Lernpunkte und einheitliche Standards für künftige Fälle.

 

Nutzen für Tierarztpraxen und Tierkliniken

Tiermedizinische Teams gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit emotionalen, verärgerten oder verzweifelten Tierhalterinnen und Tierhaltern. Gleichzeitig verbessert das Training die interne Abstimmung zwischen Empfang, Assistenz, Behandlung, Notdienst und Praxisleitung.

Der besondere Wert liegt in der Verbindung aus Empathie und Klarheit: Tierhalter brauchen Orientierung und Mitgefühl, Mitarbeitende brauchen Schutz, Rückhalt und verlässliche Gesprächsgrenzen. Gute Deeskalation bedeutet in der Tiermedizin deshalb nicht Nachgeben, sondern ruhige, fachliche und menschlich nachvollziehbare Steuerung.

 

Praxisbelege und Case Studies zu durchgeführten Seminaren

Projektberichte zeigen, wie Deeskalationstrainings in Organisationen mit emotionalem Kundenkontakt, hohem Erwartungsdruck und schwierigen Gesprächssituationen eingesetzt werden. Für Tierarztpraxen und Tierkliniken sind besonders Beispiele relevant, in denen es um Beschwerden, Schutz der Mitarbeitenden, schwierige Botschaften, Kostenkommunikation und klare Übergaben geht.

Wenn noch kein identischer Projektbericht aus einer Tierarztpraxis oder Tierklinik veröffentlicht ist, lassen sich Erfahrungen aus Gesundheitswesen, Kundenservice, Notaufnahme, sozialen Einrichtungen und Beschwerdemanagement fachlich gut übertragen: emotionale Gespräche, akute Belastung, Angehörigen- beziehungsweise Halterdruck, klare Grenzen und Schutz der Mitarbeitenden.

 

Geeignete Formate und Gruppengrößen

Für Deeskalationskurse in Tierarztpraxen und Tierkliniken sind Gruppen von etwa 8 bis 15 Teilnehmenden besonders geeignet. In dieser Größe können typische Fälle vertraulich bearbeitet, Rollen geklärt und konkrete Formulierungen für Empfang, Behandlung und Notdienst entwickelt werden.

  • Kompakter Praxisworkshop: für Empfang, Telefon, Wartezimmer, Kostenkommunikation und erste Deeskalationssätze.
  • Ganztägiges Teamtraining: für Rollenspiele, Fallarbeit, schwierige Diagnosen, Euthanasiegespräche, Beschwerden und Teamübergaben.
  • Mehrstufiges Klinikformat: für mehrere Abteilungen, Notdienst, Praxisleitung, Empfang, Assistenz, tierärztliches Team und Führungskräfte.

Die konkrete Investition richtet sich nach Format, Gruppengröße, Standortzahl, Vorbereitungsaufwand und Reisetätigkeit. Nach einer kurzen Anfrage kann die Bildungsakademie am Rosental eine passende Orientierung zu Umfang, Ablauf und nächstem Schritt geben.

 

Methodik des Trainings

  1. Arbeit mit realistischen Situationen aus Empfang, Telefon, Wartezimmer, Behandlungsraum, Notdienst und Abrechnung.
  2. Kurze Fachimpulse zu Eskalationsdynamik, Stressreaktionen, Trauer, Ärger und Gesprächsführung unter Druck.
  3. Simulationen zu aufgebrachten Tierhaltern, Kostenkonflikten, Wartezeitfrust, Behandlungsgrenzen und schlechten Nachrichten.
  4. Formulierungstraining für Beruhigung, Kostenklärung, medizinische Orientierung, Grenzsetzung und Gesprächsabbruch.
  5. Übungen zu Stimme, Sprechtempo, Körpersprache, Positionierung und professioneller Distanz.
  6. Rollenklärung zwischen Empfang, TFA, Tierärztinnen, Tierärzten, Klinikleitung und Notdienst.
  7. Entwicklung von Eskalationsstufen, Meldewegen und kurzen Teamstandards.
  8. Transfer in Telefonleitfäden, Empfangsabläufe, Beschwerdeprozesse und Nachbesprechungen.

 

Für wen ist das Training geeignet?

Die Schulung richtet sich an Tierärztinnen und Tierärzte, tiermedizinische Fachangestellte, Empfangs- und Telefonteams, Praxismanagerinnen und Praxismanager, Klinikleitungen, Notdienstteams, Assistenzteams, Abrechnung, Kundenservice, Stationsteams, Auszubildende und Führungskräfte in tierärztlichen Einrichtungen.

Besonders geeignet ist der Kurs für Einrichtungen, deren Mitarbeitende regelmäßig mit besorgten Tierhalterinnen und Tierhaltern, Kostenfragen, Wartezeiten, akuten Notfällen, Beschwerden, aggressiver Sprache, Trauerreaktionen oder konflikthaften Entscheidungssituationen umgehen müssen.

 

Lerninhalte und praktische Bewertung

 

Lerninhalt Bewertung für Tierarztpraxen und Tierkliniken
Emotionale Lage einschätzen Sehr relevant, weil Sorge um das Tier schnell in Angst, Wut, Schuld oder Vorwurf umschlagen kann.
Kosten transparent kommunizieren Zentral, da Behandlungsentscheidungen häufig mit finanzieller Unsicherheit verbunden sind.
Empfang und Telefon stabilisieren Wichtig, weil viele Eskalationen vor der eigentlichen Behandlung beginnen.
Grenzen setzen Unverzichtbar bei Beleidigungen, Drohungen, Druck, körperlicher Nähe oder aggressivem Auftreten.
Schwierige Botschaften vermitteln Besonders bedeutsam bei schlechter Prognose, Notfällen, Komplikationen oder Euthanasie.
Teamübergaben verbessern Hilft, relevante Informationen zwischen Empfang, Assistenz und Tierärztinnen oder Tierärzten nicht zu verlieren.
Nach belastenden Gesprächen entlasten Stärkt das Team, reduziert emotionale Erschöpfung und verbessert die gemeinsame Lernkultur.

 

Erfolgsmessung und Bewertung des Trainings

Der Erfolg zeigt sich in ruhigeren Haltergesprächen, klareren Kostenklärungen, weniger ungeordneten Eskalationen und sichereren Übergaben im Team. Tierarztpraxen und Tierkliniken können Beschwerdeverläufe, Teamfeedback, Gesprächsabbrüche, Wartezimmerkonflikte, Vorfallnotizen, Telefonrückmeldungen und interne Nachbesprechungen auswerten.

Zusätzlich lässt sich prüfen, ob Mitarbeitende gemeinsame Standardsätze nutzen, schwierige Situationen früher melden, Kosten und Abläufe verständlicher erklären und belastende Kontakte strukturierter nachbereiten. Dadurch wird Deeskalation nicht als individuelle Improvisation verstanden, sondern als Teil einer professionellen Praxis- und Klinikkultur.

 

Aktuelle Teilnehmer-Stimmen

„Ich kann aufgebrachte Tierhalter am Telefon jetzt ruhiger abholen und schneller in eine Struktur bringen.“ Mitarbeiterin aus dem Empfang einer Tierarztpraxis

„Die Übungen zur Kostenkommunikation waren für unseren Alltag besonders wertvoll.“ Tierärztin aus einer Kleintierpraxis

„Wir haben klare Sätze für Wartezeiten, Beschwerden und schwierige Entscheidungen entwickelt.“ Praxismanager aus einem tiermedizinischen Zentrum

„Das Training hat uns geholfen, empathisch zu bleiben und trotzdem klare Grenzen zu setzen.“ Tiermedizinische Fachangestellte aus einer Tierklinik

„Besonders hilfreich war die Nachbereitung belastender Situationen im Team.“ Klinikleitung einer tierärztlichen Einrichtung

 

Pro & Contra zum Thema

 

Pro

  • Hoher Praxisbezug für Empfang, Telefon, Behandlung, Notdienst und Tierklinikbetrieb.
  • Stärkt empathische, klare und belastbare Kommunikation mit Tierhalterinnen und Tierhaltern.
  • Reduziert Eskalationsrisiken bei Kostenfragen, Wartezeiten, Beschwerden und Notfällen.
  • Verbessert Teamabsprachen zwischen Empfang, TFA, Tierärztinnen, Tierärzten und Leitung.
  • Unterstützt Mitarbeitende nach emotional schweren Gesprächen und kritischen Vorfällen.

 

Contra

  • Erfordert regelmäßige Übung, damit Formulierungen in Stressmomenten sicher abrufbar bleiben.
  • Ersetzt keine klaren Praxisprozesse, keine transparente Kostenstruktur und keine Arbeitsschutzmaßnahmen bei akuter Bedrohung.
  • Wirkt nachhaltiger, wenn Praxisleitung, Empfang, Assistenz und tierärztliches Team gemeinsam eingebunden sind.

 

15 Tipps für Deeskalation in Tierarztpraxen und Tierkliniken

  1. Beginnen Sie mit Orientierung: Was ist dringend, was wird geprüft, was ist der nächste Schritt?
  2. Benennen Sie Emotionen wertschätzend, ohne Vorwürfe zu übernehmen.
  3. Erklären Sie Wartezeiten und Prioritäten besonders im Notdienst transparent.
  4. Sprechen Sie Kosten früh, ruhig und nachvollziehbar an.
  5. Vermeiden Sie medizinische Fachsprache, wenn Menschen emotional stark belastet sind.
  6. Fassen Sie das Anliegen der Tierhalterin oder des Tierhalters kurz zusammen.
  7. Setzen Sie Grenzen bei Beleidigungen, Drohungen oder körperlicher Nähe eindeutig.
  8. Brechen Sie Gespräche kontrolliert ab, wenn Sicherheit oder Würde nicht mehr gewährleistet sind.
  9. Holen Sie Praxisleitung oder Kollegium frühzeitig hinzu.
  10. Trennen Sie Mitgefühl, medizinische Verantwortung und wirtschaftliche Entscheidung klar voneinander.
  11. Dokumentieren Sie kritische Gespräche sachlich.
  12. Bereiten Sie Gespräche über schlechte Prognosen oder Euthanasie nicht zwischen Tür und Angel vor.
  13. Schützen Sie Empfangsteams vor dauerhafter Alleinverantwortung in Konfliktlagen.
  14. Besprechen Sie belastende Fälle zeitnah im Team nach.
  15. Verstehen Sie Deeskalation nicht als Nachgeben, sondern als professionelle Steuerung von Beziehung, Sicherheit und Versorgung.

 

Weiterführende Informationen und Praxiswissen zum Thema Deeskalation

Der Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen und Tierkliniken ist Teil eines umfassenden Themenbereichs der Bildungsakademie am Rosental. Neben konkreten Kursangeboten stehen Praxisleitungen, Tierkliniken, Empfangsteams, tiermedizinischen Fachangestellten und tierärztlichen Teams zusätzliche Fachinformationen, Antworten auf häufige Fragen und praxisorientierte Beiträge zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Ablauf, Zielgruppen, Dauer, Gruppengröße und organisatorischen Rahmenbedingungen beantwortet der FAQ-Bereich Deeskalation. Im Magazin „Praxiswissen Deeskalation“ veröffentlicht die Bildungsakademie am Rosental ergänzende Fachbeiträge, Formulierungshilfen und Praxistipps für schwierige Gespräche im Berufsalltag.

 

Fachliche Quellen und Orientierung

 

Fachliche Verantwortung

Konzipiert und fachlich verantwortet von Kay Schönewerk, Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Konfliktmanagement, Kommunikation, Deeskalation und professioneller Gesprächsführung im Berufsalltag.

Die Bildungsakademie am Rosental entwickelt praxisnahe Weiterbildungsformate für medizinische Einrichtungen, tierärztliche Teams, Dienstleistungsorganisationen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen im gesamten DACH-Raum. Der Standort Leipzig bildet dabei den organisatorischen Ausgangspunkt für Inhouse-Schulungen vor Ort, Online-Workshops und Trainings direkt an der Akademie.

 

FAQ

Warum ist Deeskalation in Tierarztpraxen und Tierkliniken wichtig?

Deeskalation ist in Tierarztpraxen wichtig, weil Sorge um das Tier, Kostenfragen und Wartezeiten schnell zu Konflikten führen können.

Ein professioneller Kurs hilft Teams, emotionale Gespräche früher zu stabilisieren, Tierhalterinnen und Tierhalter verständlich zu informieren und gleichzeitig Mitarbeitende zu schützen. Besonders am Empfang, am Telefon, im Notdienst und bei schlechten Prognosen entstehen Situationen, in denen Empathie und klare Grenzen gleichermaßen wichtig sind.

 

Wie lange dauert ein Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen?

Der Kurs kann als kompakter Praxisworkshop, ganztägiges Teamtraining oder mehrstufiges Klinikformat durchgeführt werden.

Die passende Dauer hängt von Teamgröße, Praxisstruktur, Konfliktdichte, Notdienstanteil und gewünschter Praxistiefe ab. Für Empfang und Telefon kann ein kompaktes Format sinnvoll sein. Bei Tierkliniken, mehreren Abteilungen oder häufig belastenden Haltergesprächen empfiehlt sich ein ganztägiges oder mehrstufiges Training.

 

Für welche Rollen im tiermedizinischen Team ist das Seminar geeignet?

Das Seminar eignet sich für Tierärztinnen, Tierärzte, TFA, Empfangsteams, Praxismanagement, Notdienst, Assistenz, Abrechnung und Klinikleitung.

Besonders hilfreich ist es für Mitarbeitende, die regelmäßig mit aufgebrachten, ängstlichen, traurigen oder sehr fordernden Tierhalterinnen und Tierhaltern sprechen. Auch Führungskräfte profitieren, weil sie nach dem Kurs Standards für Beschwerden, Kostenkommunikation, Grenzsetzung und Nachbereitung besser im Team verankern können.

 

Kann das Training direkt in der Praxis oder Tierklinik stattfinden?

Ja, der Deeskalationskurs kann direkt in Ihrer Tierarztpraxis, Tierklinik, online oder an einem zentralen Schulungsort durchgeführt werden.

Eine Durchführung vor Ort ist besonders praxisnah, weil Empfang, Telefonabläufe, Wartezimmer, Behandlungsräume, Notdienststrukturen, Abrechnung, Teamübergaben und typische Konfliktmuster in die Fallarbeit einbezogen werden können. So entstehen Formulierungen und Abläufe, die zum realen Praxisalltag passen.

 

Welche Situationen werden im Deeskalationskurs geübt?

Geübt werden typische Konflikte wie Kostenstreit, lange Wartezeiten, Notfälle, Beschwerden, schlechte Prognosen, Euthanasiegespräche und aggressive Halterkommunikation.

Die Szenarien werden an die jeweilige Praxis oder Klinik angepasst. Häufig geht es um aufgebrachte Anrufe, Konflikte am Empfang, Vorwürfe nach Behandlungen, Forderungen nach sofortiger Hilfe, Trauerreaktionen, Missverständnisse, Notdienststress und Situationen, in denen Mitarbeitende Unterstützung durch Leitung oder Kollegium brauchen.

 

Ersetzt der Kurs klare Praxisprozesse oder Arbeitsschutzmaßnahmen?

Nein, der Kurs ersetzt keine Praxisprozesse und keine Schutzmaßnahmen, sondern ergänzt Kommunikation, Beschwerdewege und interne Sicherheitsstandards.

Ein Training kann Gesprächsführung, Grenzsetzung und Teamabsprachen verbessern. Wenn Wartezeiten, Kosteninformationen, Zuständigkeiten oder Notdienstabläufe unklar bleiben, entstehen Konflikte jedoch weiter strukturell. Deshalb wirkt der Kurs besonders nachhaltig, wenn Kommunikation und Praxisorganisation gemeinsam betrachtet werden.

 

Terminologie-Übersicht

Deeskalation: Professionelles Beruhigen, Strukturieren und Steuern einer angespannten Gesprächssituation.
Halterkommunikation: Kommunikation mit Tierhalterinnen und Tierhaltern über Zustand, Behandlung, Kosten, Prognose und nächste Schritte.
Kostenkommunikation: Transparente, verständliche und frühzeitige Erklärung von Diagnostik, Therapie, Notdienstzuschlägen und Zahlungsfragen.
Eskalationszeichen: Hinweise auf steigende Spannung, etwa Lautstärke, Vorwürfe, Drohungen, starke Wiederholung oder körperliche Nähe.
Grenzsetzung: Ruhige und klare Benennung dessen, was im Gespräch akzeptabel ist und was nicht.
Euthanasiegespräch: Besonders sensibles Gespräch über Abschied, Leidensdruck, Prognose und medizinisch verantwortbare Entscheidungen.
Nachbereitung: Strukturierte Reflexion, Dokumentation und Entlastung nach einem belastenden oder kritischen Kontakt.

 

Das Wichtigste zum Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen & Tierkliniken kurz zusammengefasst

Der Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen und Tierkliniken vermittelt praxisnahe Strategien für schwierige Haltergespräche, Kostenkommunikation, Notfälle, Beschwerden und emotionale Ausnahmesituationen. Er stärkt Empfang, TFA, Tierärztinnen, Tierärzte und Leitung in klarer Kommunikation, Eigenschutz, Teamabsprachen und professioneller Gesprächsführung.

 

Ihr Deeskalationskurs für tierärztliche Praxen & Tierkliniken – jetzt anfragen

Wählen Sie bei Ihrer Anfrage gern zwischen einem a) Inhouse-Präsenztraining in Ihrer Praxis oder Klinik, b) einem Online-Workshop mit Ihrem Team oder c) einem Präsenzkurs direkt an der Akademie in Leipzig.

Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung mit einer passenden Einschätzung zu Format, Umfang und nächstem Schritt.

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Autor: Fachlich verantwortet von Kay Schönewerk – Gründer und fachlicher Leiter der Bildungsakademie am Rosental.
Seit 2000 beschäftigt er sich mit Inhouse-Schulungen, Team-Kommunikation und beruflicher Weiterbildung.
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