Obwohl sich heutzutage viele Werbemaßnahmen ins Internet verlagert haben, spielt das Offlinemarketing in einigen Branchen immer noch eine große Rolle. Das merken wir in der Akademie auch bei der Nachfrage nach unseren Inhouse Schulungen zum Thema Marketingmix. Das liegt daran, dass es sowohl als vorbereitende und ergänzende als auch nachfolgende Maßnahme eine entscheidende Auswirkung auf das Onlinemarketing und schlussendlich den Erfolg eines Unternehmens haben kann. Die Stärke liegt in einem optimal aufeinander abgestimmten Marketingmix, der die Kundenwahrnehmung an bestimmten Schlüsselpunkten der Customer-Journey positiv beeinflusst.

 
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Offlinemarketing als vorbereitende Maßnahme

Da das Onlinemarketing so beliebt ist und dementsprechend vielfach angewendet wird, herrscht in diesem Bereich ein hoher Konkurrenzdruck. Das betrifft insbesondere die Neukundengewinnung. Um potenzielle Interessenten das erste Mal auf sich aufmerksam zu machen, kann das Offlinemarketing daher einen entscheidenden Vorteil haben. Idealerweise holt es die Menschen auf der Straße, vor dem Fernseher oder im Geschäft mit einem gut platzierten Flyer ab und leitet sie in die zweite Phase der Customer-Journey: in die Erwägungsphase. Letzteres zum Beispiel der sogenannten Wickelfalz. Erwägungen von potenziellen Kunden sind durch das Sammeln von Informationen geprägt, die Sie hervorragend auf Ihrer Webseite zur Verfügung stellen können. Hier beeinflusst das Offlinemarketing direkt, was die Kunden online von Ihnen erwarten: sowohl inhaltlich als auch grafisch. Obendrein verändert es das Ziel der Onlinemaßnahmen, in diesem Fall von aufmerksam machen zu informieren.

 

Offlinemarketing als ergänzende Maßnahme

Für viele Unternehmen fungiert das Offlinemarketing als ergänzende Maßnahme zum Onlinemarketing. Auch in diesem Fall erwarten potenzielle Kunden eine gewisse Konstanz Ihrer Werbebotschaften, wenn Sie sie zufällig über mehrere Kanäle erreichen. Da Sie so aber meist unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und die Maßnahmen nicht aufeinander aufbauen sollen, sind Sie mit den Inhalten flexibler.  Dadurch erlaubt das Offlinemarketing dem Onlinemarketing eine wesentlich genauere Zielgruppenansprache: Während Sie offline beispielsweise mehr mit Sicherheitsaspekten werben, können Sie den Onlinefokus mehr in die Erlebnisrichtung lenken.

 

Offlinemarketing als nachfolgende Maßnahme

Das Offlinemarketing kann das Onlinemarketing rückwirkend beeinflussen, wenn es als nachfolgende Maßnahme eingesetzt wird. Hiervon sind zunächst alle Unternehmen betroffen, die Produkte oder Dienstleistungen ausschließlich in einem herkömmlichen Geschäft anbieten. Aber auch Betriebe, die nach dem Kauf Maßnahmen zur langfristigen Kundenbindung vor Ort – beispielsweise eine Vorführung – anbieten, zählen dazu. Je nach Qualität der Erfahrung verändert sich die Wahrnehmung und Bewertung des Onlinemarketings. Werben Sie mit ungenauen oder unpassenden Versprechungen, kann dies nachträglich über die Onlinekanäle kommuniziert werden und andere beeinflussen.

 

Offlinemarketing kann das Onlinemarketing auch negativ beeinflussen

Grundsätzlich ist der Marketing-Mix für die meisten Unternehmen die richtige Wahl. Allerdings ergeben sich daraus mitunter auch Nachteile. Denn während sich Maßnahmen im Onlinebereich ganzheitlich sehr gut auswerten lassen – zum Beispiel Sichtbarkeit, Klick- und Kaufrate –, können Offlineaktionen deutlich schwerer bewertet werden. Ohne aufwendige Umfrage liegen keine Informationen vor, wie viele von den offline beworbenen tatsächlich ein Produkt erwerben oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus verringern Offlinemaßnahmen das Marketingbudget für Onlinewerbung. Der Betrag richtet sich nach dem genutzten Kanal: TV-Werbung zeigt sich zum Beispiel deutlich teurer als das Verteilen von Flyern. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Mittel präzise auszuwählen – sowohl unternehmens- als auch zielgruppenbezogen.

 
 

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