Eine berufliche Fortbildung ermöglicht Arbeitnehmern ihre beruflichen Kenntnisse im bisherigen Berufsfeld zu erhalten und zu erweitern. Die Begriffe Fortbildung und Weiterbildung werden oft fälschlicherweise synonym verwendet. Doch während Weiterbildungen nicht direkt im Zusammenhang zum bestehenden Job stehen müssen, steht dieser bei Fortbildungen im Mittelpunkt. In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über alle wichtigen Begriffe aus dem Fachgebiet.

 

Fortbildung: Welche Arten gibt es?

Fortbildung Arten
Fortbildung ist nicht gleich Fortbildung. Man kann die unterschiedlichen Arten von Fortbildungen grob in vier Kategorien einteilen.

 

1. Erhaltungsfortbildung

Eine Erhaltungsfortbildung hat den Sinn, bereits erlerntes Wissen aufzufrischen, um weiterhin die gewohnte Qualität liefern zu können. Eine solche Fortbildung kann nützlich sein, wenn der Mitarbeiter lange Zeit berufsunfähig war, oder in ein ihm bekanntes Berufsfeld zurückkehrt. In Erhaltungsfortbildungen stehen also die spezifischen Anforderungen des aktuellen Jobs im Mittelpunkt.

 

2. Erweiterungsfortbildung

In einer Erweiterungsfortbildung werden, wie der Name schon sagt, zusätzlich zu bereits vorhandenen Qualifikationen, neue Lerninhalte angefügt. Solche Fortbildungen kommen zur Anwendung, wenn es wichtig ist, möglichst schnell neue Kenntnisse und Kompetenzen für den Beruf zu erlernen. Hierzu zählen neben Sprachkursen und IT-Fortbildungen auch soziale Kompetenzen wie der richtige Umgang mit Kunden.

 

3. Anpassungsfortbildung

Anpassungsfortbildungen können als Mischform zwischen Erhaltungs- und Erweiterungsfortbildungen beschrieben werden. Hier werden die erlernten Kenntnisse an technische, wirtschaftliche und rechtliche Entwicklungen angepasst. So kann beispielsweise bei einem neuen Betriebssystem oder entscheidenden Gesetzesänderungen eine Anpassungsfortbildung von Nutzen sein.

 

4. Aufstiegsfortbildung

In eine komplett andere Richtung schlagen die Aufstiegsfortbildungen. Es sind meist Fortbildungen mit einer Dauer von bis zu drei Jahren. Sie werden genutzt, um eine höhere berufliche Qualifikation zu erlangen und den nächsten Karriereschritt vorzubereiten. In den meisten Fällen wird bei Aufstiegsfortbildungen eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufsausbildung vorausgesetzt. Anders als bei den anderen Fortbildungsarten ist für den erfolgreichen Abschluss eine Prüfung vonnöten. Mit dieser können Abschlüsse wie Betriebswirt oder Meister erlangt werden.

 

Wie finanziere ich meine Fortbildung?

Mit Ausnahme den Aufstiegsfortbildungen übernimmt in der Regel der Arbeitgeber die Kosten für die Fortbildungen. Aufstiegsfortbildungen müssen meistens vom Arbeitnehmer bezahlt werden. Es gibt allerdings die Möglichkeit Aufstiegs-Bafög zu beantragen.

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