Lesen Sie in diesem Beitrag was Augmented Reality bedeutet und welche neuen Möglichkeiten im Mobile Marketing sich damit für Ihre Markenkommunikation eröffnen. Konkrete Praxisbeispiele verdeutlichen, welche Anwendungsvielfalt AR heute schon bietet.

Seminar in Leipzig zum Thema Augmented Reality

 

Seminar: Was ist Augmented Reality?

Augmented Reality heißt übersetzt „erweiterte Realität“. Man kennt diese erweiterte Realität in einfachster Form zum Beispiel von Fußballspielen im Fernsehen bei denen dem Zuschauer Abseitslinien oder Freistoßentfernungen zum Tor im Live-Bild eingeblendet werden. Also eine ganz schlichte Anwendung ohne Animationen oder sonstige grafische Komplexität. Klar wird hierbei das Prinzip: Das reale Bild wird durch weitere virtuelle Informationen mit Mehrwert ergänzt. Diese werden geräteunabhängig auf einem Bildschirm wie eine digitale Folie über das eigentliche Bild gelegt. Stellt man sich nun vor, dass diese zusätzlich eingespielten Informationen nicht nur einfache Linien oder Meterangaben sind, sondern Bilder oder animierte 3-D-Grafiken, dann wird schnell klar, welche Möglichkeiten die Technologie bietet und wie vielfältig die Einsatzbereiche sein können.

 

Workshop AR-App: Was braucht man um Augmented Reality zu erleben?

Bevor der Nutzen von AR für die verschiedenen Disziplinen Ihrer Kommunikation verdeutlicht wird, ist zu klären, welche technischen Voraussetzungen gegeben sein müssen. Programmierte Apps bilden die Basis für das AR-Erlebnis. Diese werden via Browser oder direkt auf dem jeweiligen Mobile Device (mobiles Endgerät) geladen. Eine App ist meist speziell für eine konkrete Anwendung programmiert und greift dabei auf eine Datenbasis im Backend zurück, die entsprechende Informationen bereitstellt. Ideal wäre es, wenn eine einzige AR-App mit verschiedenen Anwendungen kompatibel ist. Doch hierzu besteht noch großer Optimierungsbedarf. Zu speziell sind die einzelnen Szenarien.

 

Kurs mobile Device: Was braucht man noch um Augmented Reality zu erleben?

Ein mobiles Endgerät dient als Medium für jede AR-App und macht das AR-Erlebnis erst möglich. In Bezug auf die verschiedenen Endgeräte ist dieses aktuell mit dem Smartphone am einfachsten zu realisieren. Mobile Devices wie Smart Glasses könnten jedoch in vielen Anwendungsbereichen die Zukunft gehören. Aktuell scheinen diese aber technisch noch nicht ausgereift. So war die Einführung der vielversprechenden HoloLens von Microsoft und der Google Glasses eher ein Flop. Im Smartphone bzw. Tablet sind Kamera und Sensoren entscheidend um Realität und virtuelle Darstellungen auf dem Display zusammenzuführen. Umgebungsänderungen und Interaktionen des Nutzers werden somit erfasst. Ein konsistentes Gesamtbild entsteht dann, wenn diese nahtlos und in Echtzeit auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ausgelöst wird Augmented Reality durch Element wie Marker, definierte Objekte, Bilder, GPS-Daten oder Codes, die von der Kamera mit Hilfe der Sensoren erkannt werden.

 

Vortrag: AR in der Marken- und Produktkommunikation

Augmented Reality verändert die Kommunikation mit den Zielgruppen nachhaltig. Die Technologie ermöglicht noch nie dagewesene Einblicke in Produkte und deren Funktionsweisen. Anzeigen als auch Produktkataloge werden lebendig und Möbel oder Brillen können bereits vor dem Kauf in die geplante Anwendung virtuell integriert und somit ausprobiert werden. Damit wird das Risiko von Fehlkäufen und Versandexzessen minimiert. Aber was ist bei der Ansprache der Konsumenten durch AR konkret zu beachten? Wie so oft ist der Content entscheidend! Kunden sollen besser informiert, unterhalten und in der Endkonsequenz zufriedener werden. Das Konsumerlebnis wird bequemer, da der Versand für Produkttests entfällt und Produkte zeitgleich mit dem Erstkontakt zur Marke demonstriert werden können. In den folgenden drei Abschnitten erfahren Sie anhand von Beispielen aus den Bereichen Messen/Außendienst, Printmedien/Produktgestaltung und Einzelhandel, wie Sie mit AR konkrete Mehrwerte erschließen können.

Workshop Augmented Reality

 

Training: Augmented Reality auf Messen und im Außendienst

Den maximalen Nutzen erzielt AR beim Einsatz auf Messen, Ausstellungen und im Außendienst. Durch virtuelle Einblendungen, teilweise oder ganzheitlich, werden Exponate in Realgröße und in Bewegung präsentiert. Nicht zuletzt wirken derartige Präsentationen als Publikumsmagnet oder gar als „Eisbrecher“ und kommunizieren darüber hinaus ein Innovationsmerkmal. Somit verbessern sie auch die direkte Kundenansprache. Ebenfalls stellen reduzierte Transportkosten dank virtueller Demonstratoren einen zusätzlichen Mehrwert dar.

Folgende Beispiele sollen Sie für den Einsatz von AR inspirieren: Bosch Rexroth stellt seine innovativen Umformpressen auf der Messe Euroblech 2016 mit Hilfe von AR umfassend dar. Die Interessenten können nicht nur die Einzelkomponenten genauer betrachten, sondern auch röntgenartig ins Innere der Maschine blicken. Durch eine AR-App ist dies für jeden Standbesucher individuell erlebbar. Am Beispiel des Messeexponats „Presswerk 4.0“ der Fraunhofer-Gesellschaft wird deutlich, wie komplexe Prozesse mit Hilfe einer AR-App veranschaulicht werden. Vorher-Nachher-Szenarien werden durch ergänzende Informationen in Form von Text, Bild und 3D-Animation leicht nachvollziehbar. Die Informationen werden in diesem Fall über ein Miniaturmodell einer Fabrik projiziert und zudem auf einen Großbildschirm übertragen.

 

Seminar: Mit AR können Miniaturmodelle zum Leben erweckt werden.

Auf welche Weise der Informationsgehalt von Werbung in Printmedien wie Produktkatalogen, Kundenmagazinen, Anzeigen, auf Visitenkarten oder den Produkten selbst mit AR gesteigert werden kann, zeigen weitere Beispiele: Im Kundenmagazin von Lamborghini erhebt sich im Editorial via AR der CEO Stefano Domenicali auf einer Bühne. Er begrüßt die Leser in einer Art Videobotschaft und stellt die Inhalte der aktuellen Ausgabe vor. AR erweitert Darstellungsformen in Printmedien: Bei Lamborghini erhebt sich der CEO persönlich aus dem Kundenmagazin.

Red Bull nutzt die AR-Technologie um bestimmte Botschaften über die Produktverpackung zu kommunizieren. Dazu scannen die Kunden einen Code auf dem Etikett der Getränkedose ein. Mit der 4D-Globus-App erweitert der Columbus-Verlag die Funktionalität eines konventionellen Globus um digitale Inhalte. Diese werden kontextbezogen für jede Region der Erde eingeblendet, wenn man den Globus dreht. So werden aktuelle Informationen zum Wetter am jeweiligen Standort, zu Sehenswürdigkeiten oder sogar zum Aufbau der Erde visualisiert.

 

 

Schulung: Augmented Reality im Einzelhandel

Um Produkte zu vermarkten und Kunden am Point of Sale zu begeistern wird Virtual Reality vermutlich die Ausnahme bleiben. Die einfach zu handhabenden AR-Anwendungen unterstützen hingegen schon jetzt den Kaufprozess. Folgend einige Inspirationen zu den Einsatzmöglichkeiten: BMW lässt seine Kunden im Autohaus verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten unmittelbar am Fahrzeug digital erleben. Durch AR können das Interieur-Design und Farben angepasst werden. Auch das Umklappen der Sitze wird virtuell simulierbar. Per AR-App können IKEA-Kunden schon vor dem Kauf die gewünschten Einrichtungsgegenstände ohne aufwendigen Transport ins eigene Zuhause holen.

Zur Unterstützung von E-Commerce und im Speziellen des Mobile Commerce können zu allen AR-Marketing-Szenarien direkte Kaufoptionen zu den visualisierten Produkten angeboten werden, z.B. durch virtuelle Preisschilder und integrierte Bestellfunktionen. Darüber hinaus können die AR-Apps auch dazu beitragen das Bild des Kunden beim Händler bzw. Hersteller zu verfeinern. Herausforderungen denen sich AR noch stellen muss.

Auf dem Markt gibt es aktuell zu viele verschiedene AR-Apps. Die meisten davon sind genau für eine spezielle Anwendung programmiert. Das Ziel sollte sein, AR-Apps zu entwickeln, die unabhängig vom jeweiligen Anwendungsszenario und markenungebunden funktionieren. Laut AR-Expertin Anja Richter vom Fraunhofer IWU in Chemnitz ist dies noch eine große Herausforderung. „Messebesucher müssen am jeweiligen Messestand oft die firmeneigenen Tablets mit eigens für diesen Gebrauch installierter AR-App verwenden“, beklagt die Informatikerin. Einfacher sei es, wenn jeder Besucher selbst mit dem eigenen Smartphone Demonstratoren, Printanzeigen und Produkte scannen könnte und die Inhalte kontextbezogen eingeblendet bekäme. Egal um welchen Anbieter es sich dabei handelt. Neben allen anderen großen Playern der Digitalbranche arbeitet auch Google an einem verbesserten Einsatz von AR und den dafür notwendigen Smartphone-Kameras.

Die Produkte ARCore und Google Lens stehen dafür Pate. Beide Technologien sollen intelligenter werden und das Umfeld des Anwenders besser wahrnehmen als auch um einfache Zusatzinformationen erweitern können. Zu warnen ist vor einem zu starken AR-Hype für alle Bereiche der Kommunikation. Es gilt immer abzuwägen, wann es sinnvoll ist Informationen via AR zu vermitteln und wann beispielsweise der Mensch als Kommunikator diese Rolle übernehmen sollte.

 

AR Anwendungsgebiete außerhalb der Markenkommunikation

Bildung und Simulation: Eine neue Art von Weiterbildungen und individuellen Trainings werden mit Hilfe von entsprechenden AR-Apps ermöglicht. Informationen wie Handlungsanweisungen können ortsunabhängig und direkt am Schulungsobjekt eingebunden werden. Industrie und Logistik: Die Wartung und Reparatur von komplexen Maschinen kann ortsunabhängig geschehen. Der Monteur muss dazu heute nicht mehr zwangsläufig zum Kunden ans andere Ende der Welt reisen. Auch in der Logistik wird dem Lagerarbeiter durch Vision-Picking das Finden und der Abgleich des richtigen Teils erleichtert. Papier und elektronische Handgeräte werden damit überflüssig.

Medizin: Ärzte könnten mit Hilfe von AR Untersuchungen und Therapien noch zielgerichteter durchführen. Visuelle Hilfestellungen können mit AR-Darstellungsformen reduzierte Fehlerquoten bei chirurgischen Eingriffen erzielen. Augmented Workplace: Informationen zu Projekten müssen zukünftig nicht zwangsläufig in Ordnerstrukturen oder physischen Aktenordnern abliegen. Vorstellbar sind Smart Glasses, die Zugang zu Informationen vom Unternehmensserver schaffen und diese direkt im Sichtfeld des Mitarbeiters einblenden.

 

Fazit: Augmented Reality (Seminar/Workshop)

Erstens: Augmented Reality ist vielleicht in vielen Ohren noch Zukunftsmusik, sie wird allerdings schon heute mit konkretem Mehrwert gespielt. Vorderste Prämisse sollte sein: die Integration von AR in die Markenkommunikation muss Informationsaufnahme- bzw. Kaufprozesse wirklich erleichtern. Könnte man zum Beispiel als Vinylliebhaber durch einen Plattenladen stöbern, die Kamera auf ein Cover richten und via Smartphone in die Songs reinhören, wäre das ein echter Mehrwert. Dafür müssen AR-Apps anbieterunabhängig funktionieren, um einfach und schnell an die verborgenen, nützlichen Informationen zu gelangen. Zweitens: Bis zum Markenerlebnis mit Smart Glasses ist es noch ein größerer Schritt. Denn erst wenn man damit vor die Tür gehen kann, ohne wie ein Kampfpilot mit Helmvisier auszusehen und die Steuerung durch natürliche Gesten realisiert wird, werden Smart Glasses auch außerhalb von Fertigungshallen und Werkstätten zum Einsatz kommen. Drittens: Mit dem Smartphone oder dem Tablet realisieren Unternehmen bereits heute Erstaunliches. Machen auch Sie sich dies zu Nutze! Passen Sie dabei aber auf, dass die Einbindung von Augmented Reality in Ihre Markenkommunikation nicht zum Selbstzweck wird.


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